21 Wie ist der Dalai Lama so? – Manuel Bauer, Persönlicher Fotograf
Shownotes
Host: Michael Elsener www.michaelelsener.ch/politkuchen Mehr Infos zum POLITKUCHEN & Live-Shows: www.michaelelsener.ch/politkuchen
Gast Folge 21: Wie ist der Dalai Lama so? – Manuel Bauer, Persönlicher Fotograf vom Dalai Lama
https://manuelbauer.ch/pf-kategorie/portfolio/
Übrigens: Die Live-Show mit SP-Nationalrätin Jacqueline Badran gibt es auch als Video auf Youtube: https://youtu.be/Jk35FHdixqI
Auch die Live-Show mit Bundesrat Albert Rösti gibt es als Video auf Youtube: https://youtu.be/C6HB9AXufr8
www.youtube.com/michaelelsener
POLITKUCHEN Politik ist oft trocken, kompliziert – oder schlicht ungeniessbar. Kein Wunder also, dass in der Schweiz nur 45% abstimmen. Die anderen 55 %? Die überlassen Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, lieber einer Minderheit. Michael Elsener – Comedian und Politikwissenschafter – will politische Teilhabe wieder schmackhaft machen. In seinem Podcast «POLITKUCHEN» serviert er politische und gesellschaftliche Themen so, dass wir sie endlich verstehen, gerne hören – und sogar Appetit auf mehr bekommen. Mit Humor, Neugier und einer Prise Puderzucker sorgt Michael für mehr Durchblick. Alle zwei Wochen lädt er Menschen ein, die in der Schweiz und der Welt mitmischen. Bei einem Stück selbst gebackenem Kuchen spricht er mit ihnen über Themen, die uns alle betreffen. Und wenn’s spannend wird, hakt er nach, bohrt tiefer, stellt überraschende Fragen – und will wissen: Was treibt diese Köpfe eigentlich an? Und wie sind sie so geworden, wie sie sind?
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00:00:02: Dann durfte ich Dalai Lama durch die Ausstellung führen.
00:00:05: Nachher hatte er den Ansprach, was das Publikum hatte und es kam schon vor dem Mikrofon unter der Uni.
00:00:11: Ein Sekretär auf die Bühne zu rennen nimmt Dalai Lamas Mikrofone weg und sagt Stegmeleid aber die Uni müsste sofort evakuiert werden.
00:00:19: Segen Bombendrohung gegen Dalai Llama in Profi.
00:00:22: Der einzige, der völlig entspannt bleiben ist, ist Dalai llama.
00:00:25: Dabei hat ja diese Bombe gegeneintickt.
00:00:28: In anderen Situationen bin ich ... Es war schon ein Lebensgefahr.
00:00:32: Also es ist einfach eine Entscheidung, wo du triffst, bin ich bereit für das Thema mein Leben auf die Spiele zu setzen.
00:00:42: Ein Bild kann Empathierzeuge und Empathie an Engagement zeigen!
00:00:47: Das ist der Politkuchen mit mir, Michael Elsener Satiriker und Politikwissenschaftler und Manuel Bauer.
00:00:54: Ein persönlicher Fotograf von Dalai Lama.
00:00:57: Der Dalai lama sagt über den Manuel Bower Er ist nicht einfach ein professioneller Fotograf, er ist auch sehr einen guten Freund
00:01:04: von mir.
00:01:05: Ich möchte mit Manuel Bauer nicht einfach als Fotografer und Al-Alaman reden sondern über ihn.
00:01:10: Was passiert mit einem Menschen, der über die Jahrzehnte eine spirituelle Führungsfigur wie Al-Alama ganz nahe erlebt und dabei gleichzeitig seinen eigenen Blick auf die Welt entwickelt?
00:01:21: Manuel Bahrer ist als Fotograf schon durch viele krisige Gebiete durch den Kreis, er hat brenzlige Situationen, er hatte Angst erlebt Und kümmern sich heute darum, dass junge Menschen einen einfacheren Einstieg in die professionelle Fotografie haben.
00:01:35: Weil es gerade extrem heiß ist und die Lüftung ausgestiegen ist, haben wir heute beim Gespräch alle Fenster offen.
00:01:41: Darum gibt's wahrscheinlich Zeit oder anderen Nebengrüschen.
00:01:45: Manuel, willkommen im Politkuchen!
00:01:47: Vielen Dank für diese Einladung.
00:01:49: Welches war die erste Fotos, die du gemacht hast?
00:01:53: Ich glaube ein Khabis... Nein, das stimmt nicht!
00:01:58: Vorher war ich mit ... Ich glaube, mein Vater hat mir so ein Klikom-Ageschenk mal, das zur Filmkasette konnte ich Ihnen tun.
00:02:07: Und dann habe ich ihm ein Fotobuch gemacht.
00:02:10: Das kommt mir jetzt gerade in den Sinn.
00:02:13: Aber ich war also in der Primarschule.
00:02:15: Ich weiss keine Ahnung mehr und da habe ich gewusst, dass er die Nägel in den Sprayern gerne hat.
00:02:21: Vaterisch Künstler und Gestalter, Grafiker, Illustrator ... Und dann bin ich durch Zürich gestreift und habe ... sind, glaube ich, quadratische Bilder sogar gesehen.
00:02:35: Das war wirklich so eine Plastikkamera.
00:02:39: Dann habe ich die in ein Buch geklappt und das weitergezeichnet.
00:02:45: Ich kann nicht zählen, aber ich habe am Nächsten seine Skulpturen wie noch weitergeführt oder aufs Papier.
00:02:52: So ein Kinderbuch-Querformat.
00:02:55: Ja, das war meine erste Arbeit.
00:02:57: Mein erstes Fotobuch.
00:02:59: Aber die richtige Fotografie habe ich dann zum ersten Mal für die Aufnahmeprüfung von meinen Fotografen gelehrt.
00:03:04: Das war überhaupt nicht mein Hobby oder so etwas.
00:03:07: Ich hasse Fotografien noch heute.
00:03:10: Warum hast du Fotografier?
00:03:13: Die Kamera ist ja unsympathisch eigentlich.
00:03:19: Ich würde viel lieber nur mit dem Playstift arbeiten und beobachten sein.
00:03:23: Aber ich komme ja mit dieser Kamera, es kann ein aggressives Gerät sein.
00:03:30: Und das ist ein Gerät, der mir Macht gibt.
00:03:34: Wenn ich ein Bild von dir habe, dann habe ich Macht über dich.
00:03:39: Ich kann mit diesem Bild in die Pfanne haben oder ich kann dich in den Himmel laufen, loben ... Aber ich muss mir dann bewusst sein.
00:03:49: Ich bin jetzt im Fotografen keine Kamertasche zu haben, denn ich weiss gar nicht, wenn ich die so aufmache.
00:03:54: Das wäre mir unangenehm!
00:03:55: Also ich laufe mit der Kamera schon um den Hals herum und merke, da kommt eine.
00:04:01: Und ich bin mir hoffentlich echt bewusst, was das bedeutet.
00:04:09: Und es ist auch wiederum spannend.
00:04:13: Der Konflikt, den ich mit dem Gerät habe ... Er behaltet mich wach und hoffentlich mit einer einigermaßen sauberen Ethik.
00:04:22: Ich muss mich immer wieder überprüfen, bin ich korrupter geworden im Sinne von gehe ich jetzt über eine Leiche mehr für ein gutes Bild oder bin ich meinen Prinzipien noch treu?
00:04:35: Also dort ist es für mich auch so ein bisschen philosophische Geschichte.
00:04:39: aber das hat natürlich jedem Beruf wenn man offen für das ist.
00:04:43: Ja, das ist auch ein Anbieter-Valentibezieh.
00:04:45: Auf der anderen Seite ist es natürlich für mich eine Möglichkeit meine Neugier zu stillen, weil sonst würde ich nicht getrauen die Leute stören wenn ich nicht in diesem Auftrag komme.
00:04:58: und das andere ist die Macht von Kamera ist natürlich auch die Macht des Bildes.
00:05:03: Und das hat ja einen positiven Aspekt mit einem Bild.
00:05:07: sehr viel bewegen kann.
00:05:10: Also ein Bild kann Empathie erzeugen und Empathien kann Engage-Markt zeugen, da sind wir jetzt in den ganz grossen Themen gerade von jetzt, wo die Leute leider aufhören die Bilder zu trauen durch die ganzen Deepfakes und KI etc... Die Welle hat es immer wieder gegeben in der Geschichte aber jetzt ist sie drastisch.
00:05:32: Was macht das mit dir?
00:05:34: Das macht mich aktiv!
00:05:35: Das Programm gründet True Picture zum junge Fotografer-Förder, der noch an das glaubt, dass ein Bild Kraft hat.
00:05:44: Junge Fotoschurnalistinnen und Fotosjournalisten, die hoffentlich dann weiter im Verteidigen dieses Bild verteiden
00:05:51: werden.
00:05:52: Heute ist es eigentlich auch schwierig, überhaupt eine Anstellung zu bekommen.
00:05:55: Man sieht ganz viele Redaktionen wie ihre Bütches zusammenstreichen bei den Fotografien.
00:05:59: Wie fördert man denn konkret junge Menschen, die in die Fotografie einsteigen
00:06:04: könnten?
00:06:04: Genau!
00:06:04: Im Berufs-Einsteigen also ... All das Zersetzen, was die Redaktionen im Können wahrnehmen können.
00:06:11: Das ist einmal Vertrauen zu schenken an jemandem Glauben, an ein Talent Glaubens und das Talent zu fördern.
00:06:19: Das war etwas ganz Wichtiges oder das war bei mir auch so.
00:06:22: Es gab immer wieder jemanden, der mich gefunden hat, er wollte glauben oder da gibt es sich Mühe oder vielleicht kann er auch etwas oder ich bin schon begabt.
00:06:31: Ich glaube, das ist ganz wichtig.
00:06:34: Dann die Budget-Zurverführungsstellen, die es eben nicht mehr bekommen.
00:06:39: Zum Mal eine grosse Geschichte.
00:06:41: können wir also True Picture machen.
00:06:43: Wir fördern junge Fotografer aus Deutschland, Österreich und Schweiz, die sich mit einer Projekteidee bei uns bewerben.
00:06:51: Das heisst, man zeichnet nicht ihre besten Fotos aus wie das die meisten Webbewerb macht.
00:06:57: Null Risiko!
00:06:58: Du schickst mir das beste Bild.
00:07:00: ich wähle aus ob ich auch gut finde.
00:07:03: Nachher darf ich es auf der ganzen Welt brauchen und gebe dir einen Gutschein, den du bei mir kaufst.
00:07:08: Für den Fünfzig-Schutz, aber das Ding, was ich dir verkaufe, kostet fünftausend Euro.
00:07:12: Das sind so die klassischen Webbewerber und ich denke, dass von den Fotografen aus genau umgekehrt dich kaufen oder wir.
00:07:19: Kaufen kann sie im Sack, im Sinne unserer Schüre wählt eine Projektidee aus.
00:07:25: Portfolio schauen wir schon an, man schaut ob jemand für die Förderungswürde ist... Aber nachher wissen wir noch nicht, ob etwas dabei rauskommt.
00:07:31: Wenn man die Person unterstützt, dann kommen das Geld über eine Langzeitreportage.
00:07:36: Zwei Jahre, drei Halber, was schon vier Jahre dran ist ... Wir haben einen Beitrag an diese Arbeit.
00:07:44: Und wir mentorieren diesen Prozess und versuchen, den Berufsfeld zu vernetzen.
00:07:50: Mit Kamern muss man diesen Leuten meistens nicht mehr klären.
00:07:54: Unser Beruf ist extrem viel Psychologie.
00:07:57: Also du bist irgendwo ... im hintersten Ecken.
00:08:00: Es ist kalt und es gibt nichts zu essen, du willst nur noch heim?
00:08:03: Du weisst nicht mehr, was die Geschichte ist.
00:08:05: Darfst du nicht fotografieren?
00:08:06: Du hast zwar eine Akkredition aber sie lönen dich nicht rein.
00:08:10: Blah, blah, blah!
00:08:11: Du bist schon drei Monate dort und siehst nichts mehr.
00:08:14: Du siehst keine Bilder mehr.
00:08:15: am Anfang ist alles exotisch.
00:08:16: Das ist vor allem Psychologie.
00:08:18: Und das mache ich auch gerne aus meiner Erfahrung hier versuchen können zu unterstützen.
00:08:24: Wie macht man das, wenn man irgendwo in der Pampa ist?
00:08:28: Es gibt vielleicht einen Offizierer, die sagt, sie können nicht rein.
00:08:32: Was ist deine Verhandlungstaktik?
00:08:35: Ich glaube keine gute, weil ich immer noch Albträume habe.
00:08:38: Ich habe immer noch blutige Knie vom Betteln.
00:08:41: Lassen wir doch hin, ich möchte meine Arbeit gut machen!
00:08:44: Das ist ein Gespür dann je nach Situationen.
00:08:48: Wenn machst du Druck und rufst aus ... Man kann vielleicht irgendwelche Hebel im Bewegung sagen, aber meistens ist es eine grosse Zurückhaltung.
00:09:00: Ganz langsam machen wir die Hässe nicht mehr.
00:09:04: Unviel Geduld und unviel Neuhaushalten.
00:09:09: Sich einmal zurückziehen, nichts brengen ... Und das kann bis zu so innerer Verletzung führen.
00:09:17: Weil oft ist sie ja ein Machtgame oder?
00:09:21: Es ist ja meistens nicht begründet oder oft nicht.
00:09:26: Ich meine, dass man ein strategisch-sensitives Objekt nicht fotografiert.
00:09:33: Das kann man sich jetzt noch erklären.
00:09:35: Aber meistens sind es einfach Machtspiele.
00:09:37: Dass jemand seine Machtauspiel, also Gatekeepers, die die Türen nicht aufmachen.
00:09:41: Es geht gar nicht um das, was hinter der Tür ist ... Und die Leute haben oft keine Ahnung, was das Press ist oder ob es ihnen etwas nützt.
00:09:49: Wie schaffst du zu ruhig und geduldig bleiben?
00:09:55: Ich glaube, ich habe einfach das Ziel vor Augen.
00:09:57: Es waren ja zum Glück oft Geschichten, wo ich finde, die müssen erzählt werden.
00:10:08: Das ist wichtig, dass die Leute über das informiert sind.
00:10:12: Oder das könnte im Beitrag sein für eine gerechtere Welt.
00:10:16: Ein ganzes Minimal ist vielleicht auch nichts, aber wenigstens die Hoffnung, dass dieses kleine Stoibley auch einen Beitrag macht und das gibt mir dann glaube ich Kraft durchzuhalten oder?
00:10:27: Das Größeren geht ja nicht darum ob ich jetzt das gute Foto habe oder den Preis geheunen sondern es ist ja eine Überzeugung, dass es das jetzt braucht für die Welt!
00:10:38: Und dann kann man viel mehr aushalten.
00:10:43: Oft ist es ja als Empathie schlussendlich als Motor, oder?
00:10:48: Ich glaube, es gibt sicher Typen, die das Adrenalin brauchen und einfach den coolen Fotografen haben wollen.
00:11:01: Aber in meiner Geschichte ist eigentlich immer die Empathia, die mir Power gegeben hat ... Aber mein Leben zu riskieren für ein Thema oder gegen ein Problem, oder für irgendwie unterprivilegierte ... Ich glaube nicht, dass ich das so wichtig nehme in die Fotografie.
00:11:24: Ich würde es nicht ohne Empathie und glauben an das Thema Kraftvergeschichte.
00:11:30: Das möchte ich nicht machen!
00:11:32: Also so wichtig ist mir dann ein Foto nicht.
00:11:35: Du hast über Machtgeräte von Bildern.
00:11:38: Oder sie können v.a.
00:11:39: Empathie bewirken?
00:11:40: Es gibt ja manchmal Bilder, die lösen wie wenig bei einem aus.
00:11:45: Wenn es
00:11:45: ein Bild löst
00:11:46: und Empathien aussieht, ist das vielleicht auch zum Handeln, um nicht Veränderung einzubringen der aktuellen Zustände
00:11:52: zu bringen.
00:11:54: Ich würde mal sagen ... Ein reines, ästhetisches Bild.
00:11:59: Früher habe ich deine Frage ganz platt beantwortet.
00:12:03: Ein unscharfes, schlecht fotografierend Brühlendes Kind ist viel wertvoller als ein super schön fotografiertes Studio mit wasserpärligen Gockeyfläschchen.
00:12:18: Das wäre meine Antwort gewesen und eigentlich verhebt sie wahrscheinlich immer noch.
00:12:21: Man müsste vielleicht etwas mehr differenzieren.
00:12:23: also das Foto hat für mich immer noch ein grosses Mysterium.
00:12:29: es gibt Fotos selten Aber die Leben, oder du hast das Gefühl, diese Person, in der du in diesem Bild siehst.
00:12:36: Oder diese Situation.
00:12:38: Das sei lebendig!
00:12:39: Also das Leben kommt aus dem Papier raus und nicht... Und das ist absolut faszinierend.
00:12:45: Ich glaube an das.
00:12:48: aber wenn ich ehrlich bin es sind zu wenige Bilder von mir, die das können.
00:12:52: Aber wir können ja nur ... eine Kamera kann nur vor einer oberfächigen reflektiertes Licht aufnehmen.
00:13:00: Völlig etwas technisch, physikalisch.
00:13:03: Aber manchmal sieht es durch die Oberfläche, also durch den Tisch oder eben in diesen Menschen hin.
00:13:09: Und das ist ein Mysterium und das ist unglaublich schönes.
00:13:14: Es ist nicht nur das.
00:13:15: Das ist ein High-Level, glaube ich.
00:13:18: Wenn man sobald man connecten kann mit der Situation, die abbildet ist, wenn man diese Gefühle von sich selbst kennt ... Dann haben wir natürlich ein wahnsinniges Bildgedächtnis in uns.
00:13:32: Das prägt aus unserer Eikonographie, aus der Geschichte aber auch aus der jetzigen Kultur und am Alltag, aus den Medien.
00:13:39: Das hilft manchmal an, dass man wie meinet ... Hey das habe ich schon mal gesehen oder das kenne ich?
00:13:43: Oder ist es etwas mit mir zu tun hat?
00:13:46: So kann man gut connecten!
00:13:48: Aber sonst haben sich sie selber einfach berührt einem etwas oder nicht... Und ganz am Anfang habe ich für meinen ersten Indien-Reis Ich habe das perfekte Bild gesucht.
00:14:04: Wo der Rahmen schon mit fotografiert ist, ist der Passpartout schon drauf.
00:14:09: Ein perfekter Bild, wo alles gestaltet und stimmt ... und habe schnell von meinen Kollegen gelernt, dass die viele Lebendige fotografiert.
00:14:19: Dass eine Horizontemuskrat ist.
00:14:21: Und dass man wie viel ehrlicher fotografiert und sagt, das ist ein Abbild aus der Realität.
00:14:27: Das ist nicht von mir in den Frame gewirkt oder?
00:14:32: Und das Lebendigen glaube ich ist wichtig aber es kann natürlich auch ein rein ästhetisches Bild ... Bei mir sind es halt mehr die sozialen Themen, aber wenn man jetzt überlegt auch Naturfotografie.
00:14:45: Ich habe doch total berührt ... Wenn du einen Wald siehst oder so einfach so grausig schön ist, glaube ich, kann das auch passieren?
00:14:52: Dass man denkt, ui, wir müssen zuvor
00:14:55: gehen.
00:14:56: Du hast eine Person fotografisch dokumentiert über die letzten dreißige Jahre.
00:15:01: Sie hat alleine Lama.
00:15:03: Wie ist das passiert?
00:15:05: Wie sind dir aufeinander getroffen?
00:15:08: Über die Arbeit habe ich einen Journalist.
00:15:14: Er war kurz vor den Oderischopensionieren, Literatur-Hedakter bei der Zürich Setzseite.
00:15:19: So etwas hat er damals noch gemacht und hat ab und zu so dreiseitige oder über drei Ausgaben sowie eine Fortsetzungsreportage gemacht, also am Schluss zwölf Seiten.
00:15:34: Er hat mich mitgenommen, zweimal auf Indien.
00:15:36: Und zweimal war die Frage, kann die tibetische Kultur im Exil überleben?
00:15:42: Die Tibet ist überfallen worden von der chinesischen Armee und ist völkrechtswiedrig anektiert.
00:15:50: Nach einer Generation in Tibet wurde diese Kultur gestört.
00:15:56: Die Frage war mit den Flüchtlingen, die über die Himalaya nach Indien flüchten.
00:16:02: kann die Kultur an die nächste Generation weitergehen?
00:16:05: oder stirbt das Wissen mit den Leuten, die es aus ihrem Land mitgebracht haben?
00:16:13: Und dieser Frage waren wir noch und haben vor Gerillia-Kämpferinnen über ein Bühreli, über Kunsthandwerker, Mönche, Gelehrte, Intellektuelle einfach die ganze Gesellschaft versucht zu dokumentieren und diesen Fragen anzugehen.
00:16:31: Logischerweise war der Dalai Lama als damals politisch und spirituelles Oberhaupt ein intervieler Partner.
00:16:41: Hans Räutimann, der Journalist, hatte Beziehungen gehabt, weil er seit den Sechziger Jahren zu T.B.
00:16:46: geschrieben hat.
00:16:49: So bin ich einfach dabei gewesen, wo die Interviews stattgefunden haben.
00:16:52: Das war für mich einfach normal.
00:16:54: Ich bin ja jetzt Fotosjournalist und ich gehe bei den Popstars, Fussballern und Präsidenten der Welt ein- und aus.
00:17:02: Ich habe dann auch beim Dalai Lama die Hei Privatärfe fotografiert und das selbstverständlich noch in einer jugendlichen Arroganz.
00:17:11: Dann haben wir eine Ausstellung gemacht an der Uni Zürich, wo diese Arbeit präsentiert wurde.
00:17:19: Diese Frage ist eben die TBI-Kultur im Exil.
00:17:23: Allein Lama kam die zu eröffnen.
00:17:27: Es war natürlich so, dass man wusste und auf Zürich und konnte das geschickt organisieren.
00:17:34: Das kam nicht nur wegen uns.
00:17:38: Dann war es einfach ein prägendes Erreignis für mich.
00:17:42: Die Uni war pumpenvoll.
00:17:43: Es gab keinen Platz mehr im Auditorium Maximum oder es wurde übertreibend gesteckt.
00:17:51: Und die ganze Presse war und das Fernsehen, blablabla.
00:17:55: Dann durfte ich Dalai Lama durch die Ausstellung führen.
00:17:58: Danach hatte er den Ansprache als Publikum.
00:18:01: Das Problem ist schon vor dem Mikrofon, der Uni Sekretär auf die Bühne zu rennen nimmt und Dalai Lamas Mikrofone weg und sagt, es sei ihm leid, aber da muss er sofort evakuiert werden.
00:18:13: Segen Bombendrohungen gegen Dalai lama eintreffen.
00:18:16: Der Dalai lama hat noch kein Wort gesagt!
00:18:19: Und dann war es auch faszinierend, weil das einfach stille und anerrtige Stille war.
00:18:26: Null Panik!
00:18:28: Alle waren einfach traurig, dass sie der Dalai Lama nicht gehören.
00:18:31: Dann sind die Sicherheitsleute gekommen und dann haben sich die ersten Reihen Spezial VIP evakuiert oder?
00:18:39: Ich bin halt dort vorne gesessen, weil ich neben dem Rektor weiss, welcher ich wäre unter den Dalai Lamas.
00:18:45: Der Dalai ist ja schon gestanden.
00:18:49: Und dann haben sie so speziell evakuiert.
00:18:51: und dahin im Saal die tausenden Pöbel oder das Fussfolge.
00:18:56: Wir müssen selber schauen, wie diese wegkommen von dieser Brombe.
00:18:59: Das hat niemand interessiert.
00:19:01: Dann sind wir da so aufsteigende Abnotausgang durch den Katakomben unter der Uni mit irgendwie fünf Metern hoch.
00:19:10: Toilettenpapierlagen ... völlig absurd!
00:19:14: Man war faszinierend.
00:19:16: Und nicht jeden Tag, und dann wieder irgendwo zum Notausgang.
00:19:21: Dann war Steffen schlossig.
00:19:23: Wow!
00:19:23: Das wäre der Notausgang in die Garage, wo Limo von der Polizei gewartet hat, um den Dalai-Lama zu evakieren.
00:19:30: Die konnten nicht raus.
00:19:31: Da wurden ziemlich alle noch nervöser geworden.
00:19:35: Dann haben sie uns in ein Unibüro gesetzt ... um die Situation zu überbrücken.
00:19:41: Und der Einzige, den völlig entspannt bleiben ist, ist der Dalai Lama.
00:19:45: Dabei hat er diese Bombe gegenintigt und auf einem Bürostuhl gesessen und hat sie umgetrült.
00:19:52: Dann hat er alle Schublade auf.
00:19:54: Was machen die Leute in einem Unibüro?
00:19:57: Interessant hat er noch nie gesehen.
00:19:59: Ich war vorwitzig ein junger Schnösel, der keine Ahnung von der Welt hatte und habe mich getraut, ihn direkt ansprechen.
00:20:07: Die Bombe sagt für ihn ja kein Problem.
00:20:09: Er sagt doch einen lebigen Gott, der könnte doch einfach zum Feist rausfliegen.
00:20:13: Dann hat er gelacht und gesagt Yes like a little bird!
00:20:16: Und ist aufstand und hat so ein Vogel imitiert und ist in dem Büro rumgeflattert.
00:20:21: So ein Tänzchen wie ein Vogeln gemacht.
00:20:23: Und plötzlich ist der Schlüssel da.
00:20:26: Allein lassen wir den Limo und zack weg.
00:20:29: Ich bin so einfach allein in dieser Tiefgarage gestanden.
00:20:33: In Beton, Neon röhren, dunken... Das war es dann.
00:20:38: Und am anderen Tag, natürlich der riesen Frustall, ich habe nur über die Bombe geschrieben und niemand über meine genial unglaubliche Fotografie.
00:20:49: Aber mit der Zeit habe ich gemerkt, was hier passiert ist?
00:20:53: Wie geht das, dass jemand Liebe und Leben bedroht ist und seine Emotionen im Griff hat?
00:20:57: Das habe ich gar noch nicht so reflektiert.
00:21:01: Aber ich glaube schon, das war der Anfang dieser visuellen Erforschung ... Wie tickt der Mensch?
00:21:07: Wie ist das möglich, dass jemand seine Emotionen so in den Griff hat.
00:21:13: Ich wünschte mir, dass mehr Menschen gehen wählen und abstimmen können, sich unserer Demokratie beteiligen.
00:21:18: Häufig
00:21:19: kommen gesellschaftspolitische Levanteinformationen nicht mehr so trockene Herren.
00:21:23: Es geht doch auch leichter und vielleicht einfacher verdauerlich.
00:21:27: Darum mache ich den Politkuchen-Podcast.
00:21:29: Wenn du den Podcast unterstützen möchtest, sehr gerne über die Wind.
00:21:37: Das kleine Dank schicke ich dir das Kuchenrezept zum selben
00:21:40: Nogenbrachen.
00:21:42: Im Nachhinein, wenn wir die Emotionen so kontrollieren könnten wie da ein Dalai Lama oder auch andere Leute, die an sich arbeiten können, dann sieht man die Welt anders aus.
00:21:56: Wenn man diese schwere Gefühle für Wut hast und versucht, wenn man die Sachen im Griff hat ... Dann müssen wir die Welt schleunigst zusammen in einem riesigen Fest retten.
00:22:07: Wir finden es großartig und haben eine Party.
00:22:10: Hey, morgens geht's los!
00:22:12: Jetzt fressen wir uns noch büchvoll oder tanzen um ein Feuer, das CO² verursacht.
00:22:19: Aber morgens ist die schönste Aufgabe dieser Welt ... Oder in der Menschheitsgeschichte, die es überhaupt gibt, wer jetzt zusammensteht und sagt, hey cool, wunderschöne Planeten, kommen wir retten dort zusammen?
00:22:32: Das ist doch ein lässiges Projekt!
00:22:34: Komm, das machen wir.
00:22:36: Und das andere war vor allem politisch.
00:22:39: Tibet hat mich tief betroffen gemacht.
00:22:43: Die Menschenrechte verletzten die Kroiltaten, die Folter und was sie durchgemacht haben.
00:22:49: Niemand hat angeschaut.
00:22:51: Das wurde dann meine Aufgabe als junger Fotografer.
00:22:54: Diese Vision ... Jetzt habe ich ein Thema.
00:22:57: Da bin ich sich fest.
00:22:59: dann muss darüber geredet werden.
00:23:01: Und das ist auch meine ganze Arbeit mit dem Dalai Lama oder in anderen kulturellen Themen, in irgendeinem Tanz- oder Tibetische Medizin.
00:23:10: Der Hintergedanke ist immer politisch.
00:23:12: Auch das Land will erinnern und das Leid will erinnern in der Hoffnung, dass man das irgendwann noch lösen kann, diese Tibetproblematik.
00:23:21: Die sind bis heute besetzt, die Weltgerechtswidrung – und dann geht es richtig
00:23:25: miss!
00:23:27: Ist es heute schwieriger geworden.
00:23:28: zum Aufmerksamkeitbekäufer?
00:23:30: Thematik Tibet.
00:23:32: Ja, für Tibet definitiv!
00:23:33: Also ich habe es dann so ein bisschen verlebt, dass das dann ab Ende der Achtzehn Jahre recht in die Medien gekommen ist und alleine auch hoffiert worden ist von z.T.
00:23:47: grossen Regierungen.
00:23:48: Das war mehrmals im Oval Office und dann sofort zwanzig Jahre ... ist dann massiv zusammengebrochen.
00:23:58: Dann ist die Betriebe wie aus den Medien verschwunden...
00:24:02: Ist es, weil China noch mächtiger geworden ist?
00:24:04: Ja.
00:24:05: China hat diese Propagate... Also einerseits haben wir natürlich diesen Bückling gemacht aus wirtschaftlichen Gründen oder China wurde hier stark als Wirtschaftsmacht und wir wollten uns das Geschäft nicht vermiesen.
00:24:21: Und das andere ist ... China hat einfach die Propaganda-Kriege unten.
00:24:28: Das ist so viel Druckmittel und so viele Kompromisse werden da gemacht, dann wurde diese Betrechte unter den Tischen und allein Lama auch eher gemieden worden.
00:24:42: Haben Sie es auch probiert als spirituelle Führungsfigur zu diskreditieren?
00:24:46: Ja sehr fest!
00:24:50: Also überhaupt nicht nur in, sondern auch die Spaltung der tibetischen Gesellschaft.
00:24:55: Oder das ist ein Klassiker, the wide and rule.
00:24:59: Du schaust, wo hat es inner- gesellschaftliche oder innerpolitische Konflikte?
00:25:05: Und dann gehst du dazwischen und da werden Gruppierungen massiv gefördert mit sehr viel Geld und Privilegien.
00:25:13: Andere werden
00:25:14: versucht
00:25:15: eben zu diffamieren und unterdrücken und diese Spaltung wird ... brutal befürchtet oder von China.
00:25:25: Und da müsste man gegen Steuern haben, aber ...
00:25:29: Thalai Lama ist schon sehr alt.
00:25:31: Was passiert nach seinem Tod?
00:25:34: Seit einem Jahr wissen wir, dass es wieder eine Werke gibt.
00:25:38: Respektive, dass er eben zwei Werke geben wird zum Glück!
00:25:42: Es gibt definitiv einen Faked-Aleilamen.
00:25:45: Definitiv gibt es ja nie, aber ich sage mal, es gibt ein Fakedalailamen.
00:25:51: Einer der chinesischen Partei wird ausgebildet.
00:25:57: Obwohl Religion giftes Volk ist, hat man jetzt doch ein Gremium, das die betische höchste Tulkuse, also so wichtige Wiedergeburt ... auswählt.
00:26:10: und da gibt es auch eine Liste, wer darauf darf und wer nicht.
00:26:13: Dann können wir jetzt noch Leute vorschlagen?
00:26:16: Ja zum Beispiel dich!
00:26:17: Kleine Kinder dürfen mir vorschlagen.
00:26:19: Es gibt kein
00:26:20: Mindestalter oder?
00:26:21: Wie?
00:26:21: Nein, im Gegenteil man muss ja... Also es gibt schon ein Mindestalt, das ist Minus, also man wird neu geboren und dann entdeckt oder man wird nicht bestimmt.
00:26:33: Bei ganz hohen Inkarnationen wie einem Dalai Lama ist theoretisch denkbar, dass er, wie ein Oracle, ein Medium einen Körper übernimmt.
00:26:44: Aber das hat es bei den Dalai Lamas in der ganzen Geschichte noch nie gegeben.
00:26:48: Nein!
00:26:49: Da verstirbt ein Dalai lama und dann geht man auf die Suche nach seinen ... Inkarnation.
00:26:56: Und die Chinesen haben jetzt eine Liste gemacht, welche von diesen höheren spirituellen Persönlichkeiten sie akzeptieren und dann auf die Suche gehen.
00:27:06: Also
00:27:06: K.P.,
00:27:07: gerade auf die suche.
00:27:08: Das ist ein riesiger Widerstruch.
00:27:10: Und lange war es unsicher, ob der Dalai Lama, den Fünfzehnte-Jetzige in Dalai lama, offen er hat, ob er wirklich noch mal kommt oder ob er der letzte, ob es der vierzehntig war und kein Fünfzähnte gibt ... Das war durchaus eine Option, ein Ernstgemeinde.
00:27:26: Meine Interpretation war immer etwas ... Er hat auch Druck auf die tibetische Gesellschaft gemacht und sich zu demokratisieren.
00:27:34: Er wollte sich als politischer Führer abschaffen oder hat Demokratie fördern wollen.
00:27:40: Die tibetschen Gesellschaft hatte einfach so einen coolen Boss im Dalai-Nama.
00:27:45: So eine gescheite Person, das war natürlich praktisch.
00:27:49: Aber so konnte er auch Druck machen.
00:27:51: Und dann im Elfe, in den Jahr zeigte er seine Macht als Dalai Lama.
00:27:56: nach fünfhundert Jahren eine wahnsinnige kulturelle Institution oder Idee oder Identität abgeben an einer vom Volk gewählten Prämie.
00:28:09: und dort hat er eben einen Schnitt gemacht und dort ist es wahrscheinlicher geworden dass er wieder kommt weil er gesagt hat das Job so lebt.
00:28:17: in der heutigen Zeit Es ist nicht so, dass ich zuerst ein Baby suche.
00:28:20: Nachher muss ich mich erziehen und schulen.
00:28:23: Dann geht es vor über zwanzig Jahren, bis sie wieder einen Führer haben.
00:28:27: Das ist einfach vorbei!
00:28:29: Aber jetzt ist ja nur noch eine religiöse Figur, nicht mehr politisch.
00:28:33: Und jetzt ist das okay, aber als kleines Lebewesen wird der Kunde wieder verehrt und dann sieht man ihn gross werden ... Das ist jetzt wieder möglich.
00:28:44: Und das hat der Formelier offiziell verkündet, dass er in der ganzen alten Tradition nach dem System gesucht und wiedergefunden werden soll.
00:28:56: Aber er wird im freien Land wiedergeboren.
00:28:59: Er wird nicht im besetzten Land wieder geboren.
00:29:02: Das hat er klar geüssert.
00:29:04: Darum wird es wahrscheinlich zwei geben.
00:29:06: Einer, die KAP in Tibet sucht ... Und einer, die der richtige ist und sich will so ein höchstspirituelles Wesen selber darüber bestimmen kann.
00:29:18: Wenn und wo und ob er wieder geboren wird.
00:29:22: Wir sind selbst keine hohe spirituelle Wesen, aber ich sehe immer wieder ... Ich kenne dich
00:29:26: gar noch nicht so gut!
00:29:27: Ich habe nur gesehen, dass du immer wieder auf den Schocki-Kuchen abgeschildet hast, wo vor dir steht.
00:29:31: Ich bin jetzt gerade so eintaucht in die ganze Geschichte von dir.
00:29:34: Aber ich möchte einfach sagen, wenn du Lust hast mit dem Döffel gerne Schokikuchen essen.
00:29:40: Ein guter Miteinander.
00:29:42: Ich hoffe, das Publikum hat auch.
00:29:45: Sonst kommen wir hier.
00:29:45: Das ist sehr empfehlen!
00:29:49: Ich hoffe er bringt jetzt das Maul noch.
00:29:50: Ja, es
00:29:50: klappt ziemlich.
00:29:52: Es ist ein Kompliment aber dann
00:29:54: kann man ihn nicht
00:29:56: mehr nehmen.
00:29:57: Ganz, ganz weichen Schokkikuchen, fast schmelzend innen.
00:30:02: Wunderbar, danke.
00:30:04: Der Dalai Lama wirkt immer so verspillt und humorvoll... Ist er auch einer, wenn es irgendwo Süsses gibt?
00:30:11: Dass er dann nicht wirklich kann widerstehen.
00:30:14: Sehr vernascht!
00:30:16: Ich würde sogar sagen eine von seinen ganz wenigen Fails, der Dalai Lama hat... ich bin jetzt nicht mehr sicher.
00:30:25: Ich glaube das sind dreihundertzweihe dreißig Gelübde, die er ableitet oder wie er nach welchen Regeln erlebt Und eine ist, dass er nach dem Zwölf am Mittag keine feste Nahrung mehr zu sich nimmt.
00:30:38: Ausser?
00:30:39: –
00:30:39: Ausser!
00:30:39: Ich habe ihn schon erwischt... ...dass es zum fäufigen Thema manchmal doch noch ein Biscuit gibt.
00:30:47: Das ist
00:30:49: schon gross, was du für den Massfoto gemacht
00:30:51: hast?
00:30:52: Ja, mehrere.
00:30:54: Aber es gibt das schon eindrücklich.
00:30:59: Also das klingt jetzt so easy, oder?
00:31:03: in der Aussenwahrnehmung nicht so mitbekommen.
00:31:06: Ich kenne, glaube ich, also nie oder kennen.
00:31:09: Ich habe nie eine so disziplinierte Person getroffen wie er und pickt sich ein paar solche Sachen aus.
00:31:17: Aber das, was wir als Qualität immer erleben, das kommt aus einer gigantischen Arbeit an sich selber und das ist Disziplin.
00:31:28: Oder jeden Morgen um drei Uhr oder halb bis vier Uhr aufstehen.
00:31:32: Und fünf Stunden lang, sich auf das Tageswerk von Meingefühl und nur mehr geben und selbstlos nur für die anderen da sind.
00:31:41: Das erarbeitet sich nicht einfach, aber es gibt diese Toolkulineen und die Wiedergeburt und wir nehmen die Qualitäten, in denen wir uns arbeiten mit ins nächste Leben.
00:31:52: Aber vielleicht gibt's ja das auch nicht!
00:31:53: Aber dann beweist er uns, dass man im Leben als Mensch ziemlich weit kann kommen, wenn man es ernst nimmt.
00:31:59: Er ist extrem ernst und unglaublich diszipliniert.
00:32:03: Und aus dem Ausdruck kommt das Lachen, das Scherz und das Entspannteblieben und die Angst vor der dickenden Bombe zu haben.
00:32:11: Das schafft er sich in Emotionen und mit Gefühlen.
00:32:16: Wie kann es für dich als Mensch so nahe begleitet werden?
00:32:21: Eben, nach den Zwölfen ist noch Biscuit oder Kuchen und es hat eigentlich nicht ... Was sind die Grenzen zwischen?
00:32:28: Jetzt dokumentiere ich und atme jetzt zu fest ein privates Leben.
00:32:33: Ja, das ist natürlich schon ein Teil meiner Aufgabe gewesen.
00:32:43: Natürlich habe ich mir das Privileg gearbeitet in so einer Art zu zeigen.
00:32:47: Aber das war der ganze Witz dieser Idee.
00:32:51: Es gibt Millionen von Bildern, die näher auf der Bühne stehen und die Kamera wiegen oder das Publikum wiegt.
00:32:58: Mir geht es darum, wenn wir so eine hochentwickelte Persönlichkeit in unserer Zeit haben, dass sie dokumentiert werden sollen.
00:33:08: Egal von wem, ob von mir oder nicht.
00:33:10: Aber das braucht die Dokumente, weil ich glaube an das visuelle Zeugnis.
00:33:14: Ich glaube auch an die Kone, also dass ein Bild in uns trägt und füßig ist.
00:33:20: Das kann einem Halt geben.
00:33:22: Es ist bei uns wahrscheinlich jeder ... Nein, nicht jeder.
00:33:27: Aber in der meisten Kultur und Religion ist es so, dass das Bild ... Bei uns sind die Kone in den Kielen.
00:33:34: Das hat einfach Power.
00:33:37: Und für mich als jugendlicher engagierten Mensch war ich gut.
00:33:42: Ich wusste, wie Martin Luther King oder Mahatma Gandhi aussieht.
00:33:46: Das waren Vorbilder.
00:33:48: Das Bild hatte eine Power- und Orientierung.
00:33:52: Dass man das Bild vor sich hat Also wie ein Coach oder so, wo man merkt ob er es jetzt anders macht.
00:34:01: Oder sie.
00:34:03: Und das wollte ich erschaffen.
00:34:05: Einerseits, dass ein Zeugnis über die Person nicht unbedingt für uns jetzt – weil jetzt ist er ja da – aber für zukünftige Generationen und vor allem auch Verforschung.
00:34:16: Ich glaube als visuellen Dokument, denn das trägt ganz viel mit ... die wir heute noch nicht wissen.
00:34:23: Wenn wir ein Dokument schreiben, dann schreibt man nur auf was wir jetzt kapieren.
00:34:30: Aber es visuelles Dokument, ich fotografiere ganz viele Sachen mit, die ich mir gar nicht bewusst bin, dass im Hintergrund ja noch irgendwie das Blümli steht.
00:34:39: aber in hundert Jahren gibt's das Blüemileidernum und irgendein Botaniker entdeckt in meinem Bild das Blöemli wieder oder?
00:34:48: Aber auch im tieferen Sinn kann Fotografie viel transportieren, die für Forschung oder nächste Generation wichtig ist.
00:34:57: Und das ist mein Ansporn.
00:34:59: und weil ich mir jetzt das Privileg erarbeitet habe aber auch quasi hinterkulissen darf zu schauen, der Auftrag ist es, das zu dokumentieren, was ich mir gegeben habe nicht dass ich dort bin und das erlebe.
00:35:15: Der Widerspruch ist krass zum Aushalten.
00:35:19: Wenn ich ihn dann mal darf, am Sonntagmorgen, um fünf Fotografiere zu haben oder so, habe ich mir das lange erarbeitet.
00:35:28: Wie macht man das?
00:35:29: Wenn du gemerkt hast, es wird aus dem Fotografieren einer berühmten Person Hecht vertrauen.
00:35:37: Das Vertrauen war von Anfang an hier.
00:35:39: War das beim Geigeln in der Katakombe zwischen allen WC-Rohlen?
00:35:44: Ja, schon gleich darauf runter habe ich dann einen ganzen Stuhl, Kulturheft-Stuhl gemacht über Tibet.
00:35:52: Und dort habe ich mich in das Zeug geleitet und als grosse Chance gesehen, dass du eine wichtige intellektuelle Zeitung warst oder eine Meinungsbildung war.
00:36:04: Ich hatte die Chance unter dem Dieter Bachmann ein Tibetheft zu machen.
00:36:09: und habe mich sehr ins Süd geleitet.
00:36:10: Und das hat er wahrgenommen, wahrscheinlich.
00:36:13: Ich habe mich halt auch immer schon früher beobachtet, immer wenn ich in Indien war.
00:36:17: Und dann habe ich geschaut, dass ich noch etwas Sackgeld auf der Seite habe, ein bisschen Zeit und habe diesen Tibet-Thema weitergeschafft.
00:36:24: Und er ist ein super Beobachter und hat mich wahrscheinlich wahrgenommen und hat vielleicht auch gesehen, dass sich mich ernsthaft mit Kultur auseinanderzusetzen.
00:36:34: Also was sind Spielregeln?
00:36:36: Wie Fotografiere ich?
00:36:37: in dieser Gesellschaft.
00:36:38: Wie verhalte ich mich, dass sich nicht zerstört?
00:36:41: Ich glaube das Vertrauen ... Und er ist natürlich jemand, der grundsätzlich einmal vertraut und nicht einfach immer skeptisch und überall Probleme sieht.
00:36:51: Er ist mit jedem Mensch eins zu eins und gibt ihr am Anfang einfach die volle Vertrauen, den vollen Glauben in dich und nimmt uns alle auf einem gleichen Level.
00:37:02: Wir sind alle Menschen wie er und jeder.
00:37:06: Und darum ist das eigentlich von Anfang an.
00:37:09: Er hat gerade gesagt, ich könne in den Zimmer übernachten.
00:37:15: Nur!
00:37:16: Das habe ich natürlich nie gemacht und es wäre dumm gewesen und für mich höchst unangenehm.
00:37:22: Aber er hat ja kein Handy, das ich anrufe und sagen kann, ich kann wieder mal kommen.
00:37:28: Also das ist auch schlussendlich eine ganze Organisation wie eine Regierung... Und das war dann schon nicht einfach, den Zugang wirklich zu haben.
00:37:40: Am Anfang habe ich sehr viele Peripherre, also die öffentlichen Sachen fotografiert.
00:37:45: Irgendeine x-tee Pressekonferenz und die x-dee Versammlung oder religiöse Voranstaltungen und habe mich langsam so innen gespiralet bis diese Sachen möglich waren.
00:37:58: Das ist eine sehr anstrengende Arbeit.
00:38:03: Alle sagen, du bist so privilegiert und hast so viele Erlebnisse.
00:38:08: Aber wenn ich dann da bin nach X Monaten oder ein Jahr auf etwas heizt zu arbeiten und es immer wieder nicht gegangen ist am Morgen um zwei Uhr einen Schlechtschlaf alles bereit machen, hoffen, dass das funktioniert.
00:38:21: Und danach geht's wieder nicht aus ihrem Grund.
00:38:24: Dann bist du endlich dort drin.
00:38:26: Seit drei Wochen meditiere und empfange niemand, nicht mal sein Sekretär.
00:38:33: Dann will ich auch nicht dort sein.
00:38:34: Ich möchte nicht stören!
00:38:35: Ich will nicht, dass meine Kamera klippt.
00:38:38: Dann schwitze ich.
00:38:39: Da bin ich nudelnasse erstens schon bis ich durch alle Prozedere bin und Sicherheit.
00:38:45: Und weiss jetzt ist das?
00:38:47: Aber wenn ich da drin bin, muss sich die Gäse aufpassen, damit ich es von dir nicht verwacke.
00:38:52: Weil das so ... Ich will gar nicht, ich will dich nicht stöhren.
00:38:56: Und gleichzeitig ist mein Auftrag, das Privileg jetzt zu nutzen für alle anderen.
00:39:05: Ich bin in einem Medium dann oder ich bin ja nur da zum Jetzt ein gutes ... Wenn ich jetzt kein gutes Bild mache, dann hat er total versagt auch wenn ich ins Liebkeins gutes Bild machen würde, weil ich nicht möchte stören.
00:39:18: Oder?
00:39:19: Das ist mega spannend!
00:39:20: Natürlich ist es auch sehr schön und ein riesiges Privileg in so dürfen zu sehen und zu erleben.
00:39:29: Das ist natürlich schon unglaublich, das ist einmalig.
00:39:33: Aber ich sehe ... Ich will das nicht für mich fest geniessen oder ... Sonst kannst du ja nicht mehr funktionieren!
00:39:39: Es ist hockstötend und genießt einfach!
00:39:42: Wie können wir zu guten Entscheidungen?
00:39:45: Nicht nur in der Politik sondern auch in der Gesellschaft und vor allem bei allen eigenen Leben.
00:39:50: Ich habe mich darum ausgetauscht mit ganz vielen Menschen aus der Psychologie, aus den Hirnforschung.
00:39:54: Mit Menschen, die keine Mufführen haben und mit vielen geredet in der Politik.
00:39:57: Und alles, was ich herausgefunden habe, habe ich zusammengepackt mit ganz viel Stand-up zum Parodien.
00:40:02: Und daraus wurde mein neues Programm eine gute Entscheidung.
00:40:05: Ich bin unterwegs in der ganzen Schweiz.
00:40:07: Ich komme z.B.
00:40:08: auf Bären, zwar vom vierten bis am achten November, dann bin ich im Zürich vom sechserzwanzigsten November bis am fünften Dezember und z.b.
00:40:16: auch in Luzern – am achtzehnten und neunzehnte Dezmber!
00:40:19: Alle anderen Tourdaten findest du auf michkallelsner.ch.
00:40:24: Wie geht es dir damit?
00:40:25: Wenn man jemand, der so eine Bedeutung bekannt ist über so viele Jahre begleitet hat, heisst er dann einfach so häufig den Manuel Bauer Fotografen und Alan Lama.
00:40:36: Was macht das mit dir?
00:40:37: Du hast auch ganz viele andere Projekte gemacht, die ich noch mal mehr darüber reden möchte.
00:40:42: Was machen sie mit dir um dich ein bisschen zu befreien?
00:40:46: Ja, also ... Es hat zwei Seiten.
00:40:50: Der Stempel ist positiv, oder?
00:40:54: Aber bist du dann irgendwann nur noch der?
00:40:59: Ich habe es so gemacht, dass ich immer wieder thematisch fremdgegangen bin und auch andere ... Ich fand es richtig, dass sich wach bleibt und journalist bleibt, dass man nicht nur das macht sondern immer in andere Regionen, in andere Problematiken geht und dann wieder zurück in das Thema kommt, mit einem frischen Aussenblick.
00:41:24: Du bist immer wieder durch den Krisigenbieter gereist, du warst beim Jugoslawienkrieg ganz nahe dabei.
00:41:30: Ich stelle mir vor an solche Situationen.
00:41:32: Wie geht es mit deiner Angst um?
00:41:34: Also jetzt bei der Jugosawien-Kriege war ich im Vergleich zu anderen nur ganz perifer.
00:41:39: Ich hatte einfach das Glück, dass wir eine Arbeit gemacht haben, die wirklich gezeigt hat ... Aber das kann man nicht so ernst schneiden.
00:41:50: In anderen Situationen war ich schon in Lebensgefahr.
00:41:55: Es kommt darauf an, was für eine Situation ist.
00:41:58: Irgendwann heisst es einfach ... Es ist einfach eine Entscheidung, wo du bist.
00:42:04: bereit oder bin ich bereit dafür, mein Leben auf die Spiele zu setzen.
00:42:11: Es gibt aber auch Situationen, bei denen du alles natürlich ... Du versuchst, zu fortzubereiten und zu kalkulieren.
00:42:18: Aber es gibt Situationen, die du immer noch musst sagen.
00:42:21: Das Überlebenschanzen ist FIFTY-FIFTY!
00:42:24: Und gehst gleich oder nicht?
00:42:27: Und das kommt halt sehr aufs Thema an... ...aber jetzt eben vielleicht die extremste Situation, wo am klarsten voraus war, dass es sehr gefährlich wird... Wo war das?
00:42:47: Das war auf der Flucht aus Tibet.
00:42:49: Man kann
00:42:51: heute natürlich auch anschauen in den Mäntenbuch sogar, oder?
00:42:54: Ja genau.
00:42:55: Also Flucht-Aus-Tibet ist leider immer noch ein einziger Dokument visuell was es gibt über eine Flucht.
00:43:05: Ich bin als einziger Fotografer ganzes Fluch mitgelaufen von Flüchtlingen die aus Tibet über die Himalaya ... Ich flüchte ins Exil nach Indien.
00:43:17: Das geht über grosse Höhe und grosse Gefahren, das Wetter, die Gletscher spart aber auch den Beschuss durch Grenzsoldaten.
00:43:28: Und ich wusste voll, wie gefährlich es ist.
00:43:32: Aber die Empathie mit der TB-Problematik mit diesem Volk war einfach so gross, dass er fand, seit fünfzehn Jahren flüchteten Leute unter Lebensgefahr.
00:43:41: Wir wissen nicht, wie viele gestorben sind unterwegs.
00:43:45: Über die Pässe, irgendjemand muss die Geschichte einfach machen.
00:43:50: Das ist quasi die Identifikation oder das Gerechtigkeitsgefühl, dass dort stattfindet und niemand treibt darüber.
00:44:01: Für mich war es eine völlige Logik.
00:44:04: Ich habe mich nicht als Helder etwas erlebt.
00:44:07: Es ist ja gar nichts heldenhaftes.
00:44:10: Das Leben auf dem Spiel setzt freiwillig völlig bewusst Mit einer bewussten Entscheidung, das ist ein mega Luxus.
00:44:19: Der kann ich hier treffen mit meinem Schweizer Pass aus einer komfortablen Situation.
00:44:25: Andere Leute können die Entscheidungen nicht treffen.
00:44:27: Die sind in Tibet geboren unter dieser schrecklichen Sitzung und wenn sie ihre Kultur wollen retten, dann flüchten sie.
00:44:36: Das ist eine freie Entscheidung.
00:44:38: Darum im Vergleich zu der Flüchtlinge war das Pipifax was ich gemacht
00:44:42: habe Das Leben von dir, ich mir vorstelle über Jahrzehnte unterwegs mit deiner Kamera angehängt in verschiedensten Gebieten.
00:44:52: Was kostet ein solches Leben?
00:44:54: beziehungsweise was bleibt auf der Strecke wenn man immer wieder so viel unterwegs ist?
00:45:01: Also ich glaube den Gewinn ist viel grösser sonst hätte es nicht gemacht.
00:45:05: aber manchmal ist man schon sehr einsam manchmal hat man keine Lust mehr um einen Flieger zu sitzen oder im Hotel.
00:45:12: Und was ich noch gut erinnern kann, ist nach einem Jahr oder vielleicht zehn, fünfzehn Jahre, dass sie das teilen wollen.
00:45:21: Also nicht nur über das Bild später anonym, sondern im Moment mit jemandem können das, was wir erleben, teilen.
00:45:28: So intensiv!
00:45:30: Ich habe nur einen kleinen Bruchteil von dem, den ich erlebe, in Bilder erzählen.
00:45:36: Das wurde irgendwie traurig, dass man das so ganz alleine ... die intensiven Erlebnisse so alleine erleben und es dann einfach nicht gleich intensiv ist, wie wenn man sie zweit oder zu mehr teilen könnte und darüber reflektieren.
00:45:56: Da kann man gut erinnern, dass mich das mit der Zeit anfangs ein bisschen nachteilt dunkel.
00:46:02: Es
00:46:03: ist vor einer Situation beschrieben, wenn es wie nicht weitergeht.
00:46:07: Wenn man zum nächsten Mal wieder ansteht oder den Reis extra auf das Indien raus und dann ist der Dalai Lama einfach am Meditieren für drei Wochen.
00:46:15: Wie geht's mit Frustmomenten um?
00:46:20: Ich glaube, es ist schon die Beruf, in der du recht viel aushalten musst.
00:46:26: Ich sehe mich eigentlich als ungeduldiger Mensch.
00:46:29: Also ich wäre auch gerne Musiker, aber das lerne du vergessen
00:46:34: so.
00:46:34: Welches Instrument?
00:46:35: Ich spiele immer ein wenig Schlagzeug, aber das lösen wir jetzt.
00:46:39: Weil ich kann es überhaupt nicht.
00:46:40: Das ist wirklich ... Also nicht nur einfach hierhin gesagt, sondern es ist definitiv so.
00:46:47: Nein!
00:46:48: Verschiedene?
00:46:48: Egal.
00:46:49: Aber ich meine alles was regelmässig ist also was Rhythmus und was Lernen beinhaltet wie einen Sport intensiver machen als ich als Kind Hockey gespielt habe.
00:47:01: Kommt wenn ich in die Lehre komme kannst du da spülen.
00:47:03: Manchmal haben wir vierzehn Stunden, manchmal zwölf, manchmal sind wir weg.
00:47:10: Kannst du nicht so Team-Sachen oder das kannst du alles vergessen?
00:47:16: Ich bin eigentlich ein Gisbel aber anscheinend kann ich wenn es um etwas geht ziemlich langabig und habe einen durchhalten Willen, wenn es mir wirklich um was geht.
00:47:27: Aber wenn es einfach darum ist dass ich jetzt auch im Sport oder in einem Instrument besser werde dann hat das für mich ... Nicht so eine Bedeutung, außer wenn ich Musiker wäre.
00:47:38: Das hat natürlich die gleiche Bedeitung als das Fotograf.
00:47:41: Aber dort kann ich schon sitzen, wenn es um ein Bild geht?
00:47:48: Als Mensch, der in über Jahrzehnten unterwegs war, im Dokumentieren und sichtbar zu machen von Schicksalen, Geschichten, denen man zu wenig hört, dank deiner Bilder bekam sie Aufmerksamkeit.
00:48:01: In welchem Moment kommt ... Manuell baut er selber mehr Sichtbarkeit durch.
00:48:09: Ja, jetzt mit dir!
00:48:10: Schön sich bei Hübsch gelten?
00:48:14: Nein... Das sind ein paar Fehler, die ich gemacht habe, würde ich sagen.
00:48:23: Bei Flucht aus Tibet habe ich mich nicht existiert.
00:48:27: Ich habe mich aussen genommen aus der Geschichte.
00:48:29: Es muss nur um diese Flüchtlinge gehen.
00:48:31: Die wollten mich ja zum Held machen, oder?
00:48:34: Die Öffentlichkeit.
00:48:35: Ein Weiß ist da mit, blablabla.
00:48:38: Aber hey, hallo!
00:48:38: Es geht um die Flüchtlinge und im Nachhinein muss ich sagen ... Hätte ich etwas mehr Stryptis gemacht, also mich ein bisschen mehr auch präsentiert, hätte ich mehr Lärm für das Thema machen können.
00:48:49: Im NachhINEIN war das nicht die beste Stattung gewesen.
00:48:53: Das andere ist jetzt noch nicht in der Öffentlichkeite aber... Am Anfang des Dalai Lama-Projekts versuchte ich nicht zu stören, völlig diskret wie es geht.
00:49:03: Nicht existent sein, um authentisch und zu fotografieren, aber auch niemanden zu stören, bis ich dann jemandem gemerkt habe für die Leute nach ein paar Jahren.
00:49:12: Er muss ja sehr komisch sein!
00:49:14: Wer ist denn der graue Nobody?
00:49:16: Was macht er da eigentlich?
00:49:18: Und dann habe mich langsam getraut, etwas mehr als manuelles Auton.
00:49:23: Vor allem mit dem Dalai lama ist das von dieser Ahnung.
00:49:26: Es wurde viel lustiger, weil er natürlich Spass hat.
00:49:30: Er hat so viele Kapazitäten auch wenn er hochkomplexe Ritualführe oder Unterweisungen gibt.
00:49:37: also ich meine das ist absolut was es in der tibetischen Philosophie ist dass einfach die absolute Top-Qualität als Meister, als Wissenden oder als Professor.
00:49:51: und doch weil er so gross ist hat er noch genug Kapazität, um zu scherzen.
00:49:58: Und ich habe dann mit ihm so eine Ebene ... Wenn er einen Scherz macht, kichert er nicht mehr.
00:50:05: Niemand gedroht sich an den Lautslachen und alle nehmen das mega lachend schon.
00:50:10: Aber es würde niemand zurückgeben.
00:50:14: Ich habe mir irgendwann gemerkt, wie einsam er manchmal ist?
00:50:18: Die Interviewer fragen die ganze Zeit das Gleiche Zeug oder niemand ist bereit, mit ihm in den Sput zu gehen.
00:50:27: Also diese Leute, die ihn so hoch respektieren, die hinterfragen... Der Bischarie an Debatten ist im tibetischen Buddhismus ein ganz wichtiges Element auseinandersetzen und hinterfragend.
00:50:42: Das ist eigentlich die ganze Basis, dass alles immer hinterfragt wird und nach mehr Erkenntnis gesucht wird.
00:50:47: Und ihr Mann habe ich gemerkt, wenn er mich aufzieht, muss ich zurückgeben.
00:50:51: Weil es ist ja sonst einfach für ihn mega lebendig.
00:50:54: und dann wurde das extrem lustig geworden!
00:50:58: Das wollte ich sagen, dort habe ich mich als Mensch, also als Person, anfangen mehr zu auten... ...und von daher ist es richtig lässig
00:51:06: geworden.".
00:51:07: Du kannst beim Politkuchen-Podcast auch live mit dabei sein und meine Gäste nochmals von einer ganz anderen Seite kanalieren.
00:51:13: Ich mache einen Deep Talk mit dem Alain Berset, und zwar in Zürich im Kaufflüten am Mähntigamten, am neunzwanzigsten März.
00:51:19: Ich mach ein Deep talk mit dem Musiker Kuhnz, und es geht darum wie er die Gesellschaft über die Musik wieder zusammenbringt.
00:51:29: Die Tickets gibt's über michwellelsener.ch.
00:51:31: Was habt ihr selber mit vielleicht auch Themawirschen?
00:51:35: Gibt es etwas, was du in der nächsten Zeit gerne machen möchtest?
00:51:40: Das ist wirklich voll für Manuel.
00:51:45: Nein!
00:51:45: Es interessiert mich einfach nicht so.
00:51:48: Voll für Manuel ist in den Bergen gelaufen oder so etwas.
00:51:52: Aber ich brauche eigentlich keine Aufmerksamkeit oder so.
00:51:59: Ich glaube, das ist eher auch anstrengend.
00:52:02: Nein, ich bin am nächsten Projekt neben dem Verpförderung von jungen Fotografen.
00:52:08: Das braucht die Welt nicht, dass ich noch mal irgendetwas mache.
00:52:12: Es braucht Leute, die das in den nächsten dreißigvierzig Jahren machen.
00:52:16: Und da geht meine ganze Energie rein.
00:52:19: Vielleicht ein Buch?
00:52:21: Ich habe schon manchmal so diese Fantasie ... Also, keine Erfahrungen wären es für fast übertrieben, aber Erlebnisse oder die ich durfte haben.
00:52:31: Das ist mega Geschenk und das Privileg.
00:52:34: Viele Menschen konnten die Möglichkeiten nicht ... Und da gibt es schon ein bisschen Lust, das zu teilen.
00:52:41: Aber dann muss man auch einfach Schuster bleiben bei deinen Leisten oder?
00:52:45: Also ... Das müsste ein Roman sein oder so etwas sein.
00:52:49: und sorry!
00:52:49: Es gibt zwar zum Glück zwei-drei Leute nicht mein Lehrer, der gesagt hat, aus dem Manuel wird nie etwas zu meinen Eltern und ich bin dann eben gestanden.
00:53:00: Aber es gab dann zwei, drei Leute zum Glück, die gefunden haben, ich schreibe gar nicht so schlecht.
00:53:05: Aber das ist noch etwas anderes als ein grösseres Projekt.
00:53:09: Das könnte ich einfach nicht.
00:53:10: Ich würde so gerne machen.
00:53:12: Es ist mir aber auch nicht so wichtig, wenn ich wieder eine Idee habe, in der ich finde, dass es hoffentlich wirklich ist und ein Beitrag für eine gerechtere Welt ist.
00:53:25: Wenn ich etwas anderes unterstütze wie wenn ich jetzt hier in meinem eigenen ... Nicht der Vergangenheit zu holen oder so.
00:53:32: Aber lustig, also ich schreibe wirklich sehr gerne aber ich nehme immer die Zeit nicht.
00:53:38: Du bist ja noch hinter der Kamera gewesen für den Kinofilm Western of Happiness wo Dalai Lama über die Welt treibt wie könnte die Welt besser werden?
00:53:49: Was ist dein Wish for Happiness für die Schweiz ?
00:53:54: Ja für die Schweizer ist es eigentlich der gleiche wahrscheinlich wie in der ganzen Welt.
00:53:59: Nein, man muss es schon ein bisschen ortsspezifischer machen.
00:54:03: Ich wünsche mir einfach, dass wir die Welt nicht vergessen und dass wir hinschauen, was in der Welt passiert.
00:54:10: Und dass wir unserem Privileg so bewusst sind, dass auch wir das einsetzen.
00:54:17: Es gibt zwei Dinge also sich zu engagieren oder gegessen empathisch zu bleiben, sich nicht zu verschliessen – auch in unseren Komplexen.
00:54:26: Sehr schwierige Zeit.
00:54:27: jetzt offen bleiben für andere Schicksale und die Politik in der Welt.
00:54:34: Und das andere ist auch, dass wir unser Leben wirklich so leben wie wir das Privileg haben.
00:54:41: Das Leben, das meine ich damit, Entscheidungen zu treffen.
00:54:45: Nicht irgendwo sich herumzuergen und zu versupfen sondern das Leben zu gestalten wenn man unglücklich ist im Beruf versuchen kann Das zu gestalten.
00:54:58: Es ist auch nicht so easy bei uns, es verändert sich aber wir haben immer noch grosse Privilegien und ich habe immer sicher nacheigend.
00:55:07: Aber wenn ich irgendwo unter ganz vielen armen Leuten bin und zurückgekommen sind in die Schweiz ist das immer sehr schwierig oder?
00:55:15: Das eine war die Problem, die wir uns machen.
00:55:20: Aber es gibt keine Hierarchie der Probleme vielleicht.
00:55:24: Ich glaube zwar nicht ganz daran, aber ich kann es an mich nicht verstanden oder?
00:55:30: Und muss aber zugegen.
00:55:32: nach ein paar Wochen habe ich mich auch wieder über das Klevel vom Geschirrspüler geärgert.
00:55:39: Das ist ja okay und unsere Realität hier.
00:55:43: Aber ich habe es immer als sehr ungerecht empfunden, wenn ich diese Leute sehe ... die einfach froh sein müssen, dass sie überhaupt eine Rikschaft ermieten dürfen, um diesen Tag lang zu ziehen.
00:55:56: Dass sie das Privileg sind einer derjenigen, die heute arbeiten dürfen, damit ein kleines Amabik für die Familie auf dem Tisch ist.
00:56:04: Diese Leute verstehen nicht, dass wir einfach umgedümpelt und etwas machen, was wir keinen Spass daran haben.
00:56:10: Dass wir nicht glücklich sind.
00:56:11: Verstehen diese nicht!
00:56:13: Und ich glaube, es sind zwei Sachen sich für eine gerechte Welt einsetzen.
00:56:17: Aber eigentlich auch schauen, dass wir irgendwie zufrieden leben.
00:56:21: Weil das ist irgendwie einfach der Nebutzusch, weil wir haben eigentlich die Chance.
00:56:25: Sie hat mich sehr gefreut mit ihr zu reden, Manuel.
00:56:29: Danke vielmals, dass du dabei warst im Politkuchen.
00:56:32: Danke für den Kuchen!
00:56:33: Sehr gerne jetzt noch einmal freie Bahn auf dem Kuchen.
00:56:38: Gut.
00:56:39: Das war's von Politkuchern.
00:56:41: Mit mir Michael Ellsender und einem Fotografen Manuel Bauer.
00:56:46: Danke fürs mit dabei sein, wir gehören uns wieder bis dann!
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