20 Fiona Endres, Investigativ-Journalistin – Wie findet man die Wahrheit?

Shownotes

Host: Michael Elsener www.michaelelsener.ch/politkuchen Mehr Infos zum POLITKUCHEN & Live-Shows: www.michaelelsener.ch/politkuchen

Gast Folge 20: Fiona Endres, Investigativ-Journalistin – Wie findet man die Wahrheit?

https://fionaendres.ch/Wordpress/about-me/

SRF Investigativ: https://www.youtube.com/channel/UCjD8NR8386K2EGoe4DW-J1Q

https://investigativ.ch/

Übrigens: Die Live-Show mit SP-Nationalrätin Jacqueline Badran gibt es auch als Video auf Youtube: https://youtu.be/Jk35FHdixqI

Auch die Live-Show mit Bundesrat Albert Rösti gibt es als Video auf Youtube: https://youtu.be/C6HB9AXufr8

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POLITKUCHEN Politik ist oft trocken, kompliziert – oder schlicht ungeniessbar. Kein Wunder also, dass in der Schweiz nur 45% abstimmen. Die anderen 55 %? Die überlassen Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, lieber einer Minderheit. Michael Elsener – Comedian und Politikwissenschafter – will politische Teilhabe wieder schmackhaft machen. In seinem Podcast «POLITKUCHEN» serviert er politische und gesellschaftliche Themen so, dass wir sie endlich verstehen, gerne hören – und sogar Appetit auf mehr bekommen. Mit Humor, Neugier und einer Prise Puderzucker sorgt Michael für mehr Durchblick. Alle zwei Wochen lädt er Menschen ein, die in der Schweiz und der Welt mitmischen. Bei einem Stück selbst gebackenem Kuchen spricht er mit ihnen über Themen, die uns alle betreffen. Und wenn’s spannend wird, hakt er nach, bohrt tiefer, stellt überraschende Fragen – und will wissen: Was treibt diese Köpfe eigentlich an? Und wie sind sie so geworden, wie sie sind?

Transkript anzeigen

00:00:02: Das ist der Unterschied zwischen dem Fakt und jemandem seiner Wahrheit.

00:00:05: Und das herauszufiltern, das ist genau unser Job.

00:00:09: Ich muss sagen, dass es in der Schweiz nicht immer super ist.

00:00:11: Die Wistelblower-Schutz ist nicht so gross.

00:00:15: Was wir mir machen können, ist noch mehr Transparenz zu schaffen was man wirklich weiss und was nicht.

00:00:21: Ich finde, ein Artikel oder einen Beitrag ist schlimmer.

00:00:24: ganz viel was man weiss aber nicht was man nicht weiss.

00:00:28: Mit mir ist Michael Ellsender, Satiriker und Politiklösserschafter.

00:00:32: Und Fiona Endres, Investigativjournalistin und sie kurz im SRF-Korrespondent in Grossbritannien.

00:00:39: Es gibt Firmen, Institutionen und Menschen, die nicht wollen, dass wir gewisse Sachen aus unserer Gesellschaft erfahren.

00:00:45: Damit wir bei Abstimmungen aber gute Entscheidungen treffen können, weil wir wissen, ob das was erzählt wird auch wirklich stimmt.

00:00:52: Fiona Endress hat die letzten fünf Jahre sein Investigativteam bei SRF geleitet.

00:00:57: Sie haben dort grosse eigene Recherche gestartet, z.B.

00:01:00: über Sicherheitsfirmen und sind auch bei internationalen journalistischen Zusammenarbeiten Beteiligten gewesen – zum Beispiel bei den CryptoLeaks.

00:01:07: Bevor Fiona Scheffing war, machte sie bei der Rundschau eigene Rechersche.

00:01:10: Ich möchte Sie fragen, wie weit wir gehen dürfen um etwas herauszufinden, was die Öffentlichkeit wissen soll?

00:01:17: Was fasziniert Sie an diesem Job und welche Gesetze müsste sich in der Schweiz ändern, damit wir noch einen freien Journalismus setzen?

00:01:25: Fiona, willkommen im Politkuchen!

00:01:27: Danke, hallo!

00:01:27: Vielleicht

00:01:29: können wir das Investigative am Anfang transparent machen.

00:01:32: Vielmehr haben wir als Teenager im gleichen Orchester in der Stadt Zug gespielt und uns nachher aus den Ferien beobachten, was man so macht.

00:01:43: Und heute, nach ganz vielen Jahren sehen wir uns wieder.

00:01:46: Investigativen Fragen spielst du noch mal im Bafon?

00:01:49: Nein leider nicht.

00:01:51: Wo gibt es einen Moment an Musik in deinem Leben?

00:01:55: Also ich lasse sehr viel Musik, das tatsächlich.

00:01:57: Aber ich mache wirklich weniger Musik als auch schon.

00:02:01: Ich habe jetzt wieder angefangen bei meinem kleinen Sohn, der jetzt fünfzehn Monate ist und extrem gerne Klavier spielt.

00:02:08: Der spielt Klavier?

00:02:09: Ich habe zuerst gesagt, vielleicht einfach schon ein bisschen Schlagzeuger bängt irgendwo um.

00:02:14: Nein, irgendwie hat er wirklich schon mit vier Monaten angefangen, dass er das Interesse an den wissen Tasten zeigt.

00:02:21: Man kann v.a.

00:02:22: einfach darauf zurückkommen und etwas passiert.

00:02:24: Ich glaube, es ist eine grosse Faszination von so einem Gleichkind.

00:02:28: Irgendwie hat sich das einbeugert, dass wir das zusammen machen.

00:02:31: Und ich habe es jetzt extrem spannend gefunden auch so etwas entwickelt gesehen von einfach mal drauf hauen und einfach die Knopfdrücke bis jetzt schon ... Jetzt tut der schon so fein mit dem einzelnen Finger.

00:02:42: Also es ist ja irgendwie gleich noch, hat sich entwickelt.

00:02:46: Und ich dann eben auch einfach ein bisschen spielen, improvisieren und er drückt auch ein paar Tasten und so haben wir dann wieder eine halbe Stunde Musik gemacht

00:02:55: zusammen!

00:02:55: Nein, sie kämpft euch so langsam voll zu Beethoven's neunten.

00:02:58: Ja genau!

00:02:58: Jetzt bist du

00:02:58: in einer kleinen Fingerli und dann irgendwann mit der ganzen Hand und da-da-da...

00:03:02: Nein, ich muss dazu sagen dass ich selber nicht so gut Klavier spiele.

00:03:05: Ich mache das extrem gerne, ich finde es wirklich lässig umgeklimpern Aber genau als Beethoven zu neunten, das könnte ich nicht vorspielen.

00:03:14: Und du spielst noch Coronetten?

00:03:17: Nein!

00:03:17: Ich habe irgendwann gewechselt auf Saxophon.

00:03:19: Kann man irgendwann als Teenager mal ein ganzes Sackgeld von Weihnachten Geburtstag und vier Uhr die Job zusammengelegt haben und eine Saxophone gekauft.

00:03:27: Und spielest du noch?

00:03:28: Das spiele ich noch ja... Oh

00:03:29: wow!

00:03:29: ...aber

00:03:29: viel, viel zu wenig.

00:03:31: Also ich bin eigentlich wieder auf der Suche nach einer Band weil ich finde jetzt bin ich gerade so Zeitlang alleine am Spielen und eigentlich am schönsten ist es schon mit anderen Menschen zusammen.

00:03:39: Ja, ja sehr schön!

00:03:40: Also was du Interesse hast an einer Marimba von Sachsen, die man beendet?

00:03:44: Ich würde auch auf London proben.

00:03:46: Okay, Deal, Deal also... Was machen wir?

00:03:50: Der Job, den du in den letzten paar Jahren gemacht hast, du tust Sachen auftecken, wo andere nicht unbedingt wollen, dass es rauskommt.

00:03:57: Stimmt mir jetzt vor, das ist ein Job, bei dem man sich nicht nur Freunde macht.

00:04:01: Warum hast du diesen Job

00:04:01: ausgesucht?!

00:04:03: Ui, das ist eine gute Frage.

00:04:07: Ich glaube ich habe mir nie diesen Job vom Investigativjournalist oder Investigativjournalisten ausgesucht, sondern die Journalismus hat mich begeistert.

00:04:15: Es war für mich wirklich so etwas Ärzte ... Ich war siebzehn Jahre alt, als ich angefangen hatte in einer Lokalzeitung der Zuggerwoche zu zugen.

00:04:25: Das hat mich wahnsinnig begeisternt.

00:04:27: einfach diese Tätigkeit, das zu machen und Neugierungen.

00:04:32: dass Menschen lernen können und sich Fragen stellen dürfen.

00:04:37: Und dort auch ein bisschen graben, die Wahrheit herauszufinden und das die Öffentlichkeit zu bringen, sondern das Grundprinzip.

00:04:46: Ich habe dann irgendwie gemerkt, dass das, was ich unter Journalismus verstehe, Investigativjournalismus ist.

00:04:51: Also es ist wie so... Ich habe gar nicht bewusst das ausgewählt, sondern ich habe einfach immer das gemacht, was mich interessiert hat.

00:04:58: So bin ich in dieses Investigative gekommen!

00:05:01: Du hast bei der Zuggerwoche gearbeitet.

00:05:04: Ich habe seit langem bei der Zugerzeit gearbeitet... Ah,

00:05:07: ja?

00:05:08: Dort habe ich auch mal gearbeitet als Freelancer.

00:05:11: Und wenn du so erzählst mit Neugierungen unterwegs warst ... Ich fand das etwas vom Spannendsten am journalistischen Job.

00:05:17: Einen Tag redete irgendjemand mit einem Bergpur über den Milchpreis und am nächsten Tag interviewte ein Regierungsrott, welcher mit Koks erwischt wurde.

00:05:27: Einfach die Geschichten!

00:05:30: Ich finde lokal allgemein ist wirklich ein extrem spannendes Fell, weil du auch so nahe bist bei den Themen und der Menschen.

00:05:37: Also du schreibst wirklich über die Leute, wo du am nächsten Tag in der Migros siehst.

00:05:41: Und ich finde das wirklich wahnsinnig spannend!

00:05:45: Ich habe in der Zugewoche tatsächlich mal über einen entlaufenden Esel geschrieben... ...und einmal über ein Bachbeet, das kein Wasser hatte.

00:05:52: Das

00:05:53: war eine Geschichte.

00:05:53: Wow!

00:05:54: Und ich find das wirklich Wahnsinnig cool, weil... Themen, die dann wirklich die Leute bewegen.

00:06:01: Vielleicht fast mehr teilweise als in den Bundesbänden passiert oder?

00:06:04: Weil man denkt warum hat dieses Thema kein Wasser?

00:06:07: und dann steht dort der Antwort drauf oder?

00:06:11: Und das ist vielleicht viel näher bei den Leuten als teilweise andere Themen.

00:06:15: Also du sagst wie begegnete eine Leute, die etwas gemacht haben.

00:06:19: Das finde ich auch sehr spannend weil häufig wenn wir daneben Ich hörte in den Medien, diese Person hat ein Dasein-Tass-Verwoxungs-Inbären oder irgendwo in London.

00:06:28: Ja krass ist schon typisch!

00:06:30: Dann habe ich heute noch im März gesehen.

00:06:33: Und der nimmt das so kocke und am nächsten Tag macht er seine Regierungsradsgeschäfte.

00:06:39: Spannend...

00:06:40: Ja, und du hast direkt das Feedback von deinen Lesern oder Zuhörern oder Zuschauer.

00:06:45: Was auch immer, was du nicht so direkt hattest, dass ... Ah!

00:06:48: Ich habe den Leser gut gefunden oder nicht gut gefunden?

00:06:51: Als ich bei der Zugewoche gearbeitet habe, hatte ich einen sehr trockenen Leser.

00:06:57: Ein ehemaliger Deutschlehrer.

00:06:58: Und der hat also wirklich alle meine Artikel jeweils korrigiert mit Leuchtsteft, Unterrotsteft und er hat damit die ganze Zeitung oder weil wir sind dort wenig Mitarbeiter gewesen ist, dass man damit mehrere Artikel geschrieben hat in dieser Wochenzeitung.

00:07:12: Und den hat aber irgendwie immer meine Korrigiert und wieder eingeschickt.

00:07:17: Wir hatten auch kein Slechtor an, das heisst es hatte ab und zu tatsächlich einen oder anderen Rechtschef fallen drin gehabt.

00:07:23: und ich habe doch einige Wörter ... die ich heute noch weiss, wie man sie richtig schreibt.

00:07:29: Durch den sehr netten Herr, der das mir in diese Woche zugeschickt hat und wo ich persönlich nicht kenne... Also es war nicht ein Lehrer von mir.

00:07:36: Ich wollte sagen, dass wir zwei nehmen für eine kannte Zug.

00:07:38: Und ich sage dir welchen als es gewesen ist!

00:07:39: Nein, es war schon

00:07:40: etwas anders, was ich keine Bezug hatte, die offenbar einfach gerne in die Seite gelesen hat und wohl auch einen Sinn zur Gerechtigkeit oder für gute Rechtschreibung ging.

00:07:50: Die Gerechtigkeiten über den Sprach?

00:07:52: Ja.

00:07:52: Ich muss noch erinnern ob bei der Zuggerzeitigung ihr habt Zwei Frauen hatten im Korrektorat und die eine war aus der Slovakie.

00:08:00: Und die, wo sie uns vorgestellt wurde ... Sie hat sehr gebrochen im Deutsch geredet.

00:08:05: Auf der Redaktion machten in gewissen Leuten so Sprüche.

00:08:07: Wenn ich es erst mal ihren Text gebe, habe ich gesagt,

00:08:10: krass!

00:08:11: Was die alles herausgefinde, weiss ich.

00:08:13: Es ist viel besser als ich.

00:08:16: Aber sie hat das Licht gebrochen und es gab einen sparen Kontrast.

00:08:21: Sie ist eigentlich die Hüterin unserer Sprache.

00:08:23: Sehr

00:08:24: schön, sehr schön!

00:08:27: Ich würde gerne über heute reden.

00:08:29: Was ist für dich investigative Journalismus?

00:08:34: Es ist nicht ganz trennscharf, aber ich glaube, es gibt viele Arten von Journalismus, die das sind... Ich persönlich bin z.B.

00:08:41: auch nicht so ein Fan davon, dass ich Investigativjournalist bin und jemand anderen nicht oder so etwas, sondern für mich ist es eine feste Haltung, die sich in verschiedenen Chancen oder Medien zeigen kann.

00:08:54: Haltung wirklich versuchen, die Wahrheit herauszufinden – was auch immer die Wahrkeit ist, da können wir ganz viel Philosophisch darüber reden.

00:09:00: Aber mal diese Grundhaltung probieren rauszufinden, was Sache ist.

00:09:07: Ich denke, das unterscheidet es zu anderen Arten.

00:09:09: Ein Art von Widerstand, der sich ergibt.

00:09:12: Nämlich dass jemand weht, dass das nicht publik wird.

00:09:15: Das wäre für mich der Unterschied zwischen anderen Artern des Journalismus.

00:09:18: Wir haben einen spannenden Punkt mit den Worten.

00:09:21: Ihr deckt die Sachen auf, die bis jetzt so gelaufen sind und für eine Person, die das gemacht hat, ist sie in ihren Worten das Wahrscheinliche richtig und okay war, das so zu machen?

00:09:31: Dann kommt er und sagt, wir haben noch ein anderer Wort.

00:09:34: Und ich glaube unsere Worten ist wichtiger!

00:09:36: Und dann gibt es einen Gläsch.

00:09:38: Wie nimmst du das an mich wahr?

00:09:39: bei Rösscherchen?

00:09:40: Wenn du siehst, ist vielleicht ein Geschäftspraxis gelaufen.

00:09:43: Häufig geht sich wiederum ... Irgendjemand wurde nicht zu überabgerechnet.

00:09:49: Es ist einfach okay, dass es so läuft.

00:09:51: Aber in diesem System, wo er gelaufen ist, gab es vielleicht irgendwelche Sachen, keine Schiffe, die schwierig waren.

00:09:58: Man kann es ihnen nicht sagen, wie der Tätigen herauszufinden könnte und welche Worte zählt.

00:10:07: Also ich glaube, darum finde ich es auch extrem wichtig, als Investigativjournalistin oder Investigativjournalisten dort diese Scheuklappen nicht anzuhaben und sich wirklich trauen, auf die Wahrheit des böser Wichtes einzulassen.

00:10:22: Nämlich wirklich versuchen zuzulassen, warum hat jemand etwas gemacht?

00:10:26: Aber gibt's vielleicht noch was, das man auf den ersten Blick gar nicht weiss?

00:10:30: Wo vielleicht plötzlich etwas erklärt oder in einem anderen Kontext stellt... Das ist schon extrem wichtig, um die Art von Journalismus zu machen.

00:10:41: Ich denke, ich unterscheide auch immer zwischen den Fakten und Erklärungen oder eine Wahrheit für jemanden persönlich.

00:10:50: Es gibt einfach Fakte, teilweise es gibt Fakta.

00:10:52: Man muss sagen, dass jemand etwas gemacht hat oder ein Gesetz.

00:10:55: Da ist nicht okay, dass man das so macht.

00:10:56: Das ist zum

00:10:56: Beispiel nicht okay.

00:10:57: Nach dem Gesetz ist natürlich ... Ja, also schlussendlich sind wir auch wieder Journalisten und nicht Staatsanwälter oder Richter.

00:11:05: Bei den Gesetzen kommt es dann auch wieder darauf an wie leistet ein Gesetz aus?

00:11:08: Oder?

00:11:08: Ist etwas, was im Gesetz steht, ist es legal oder illegal?

00:11:13: Was genau ist denn daran illegal?

00:11:15: Es gibt ja überall im Leben Definitionen, sagen wir davon einen Spirat über die Strasse, über das Rotlicht.

00:11:22: Bin ich leider schon.

00:11:23: Es ist wirklich schlimm, ich komme immer wieder bei den Bussen über.

00:11:27: Aber immer so kleine weisst du?

00:11:29: Nie schlimm!

00:11:30: Hattest

00:11:30: du für Rotlicht-Bussen?

00:11:32: Ist mir tatsächlich schon mal passiert.

00:11:33: und darum bringe jetzt ein Beispiel, weil es gibt eine Definition ab wenn man über Rotlicht gefahren ist.

00:11:38: Das ist gerade, wenn es von Orange zu Rot... Ich glaube, dass es stattdessen drin ist.

00:11:43: In etwa eineinhalb Sekunden bin ich zu viel rot gefahren.

00:11:47: Und ich weiss nicht genau, was das Definition ist.

00:11:49: Aber irgendwo sagt man, ob dann wirklich nicht okay war und ich finde darum auch spannend.

00:11:57: Es geht wie ein Fakt, da ist die Definition aber dann ist es nicht okay.

00:12:01: Und nachher geht es darum herauszufinden, wo befindet sich das Verhalten der Person?

00:12:11: Am Schluss ist es wirklich wichtig, als Journalisten zu zeigen wir die Fakten auf und legen sie an.

00:12:16: Aber nachher ist vielleicht auch die Beurteilung von diesem gar nicht unsere Aufgabe.

00:12:21: Sondern die Ursache der Zuschauer und der Zuhörer, die für sich selber das Bild machen dürfen, finde ich das jetzt schlimm oder nicht?

00:12:28: Oder eine Aufgabe der Politik, die sagt, finden wir das jetzt so aufgedeckt worden, ist so schlimm, dass man reagiert, etwas ändert ... Oder sagen wir ja gut!

00:12:39: Läumen wir jetzt einmal so, weil es ist politisch erwähnt, dass demnächst schon halb kapp passieren.

00:12:45: Wo du das Mitgefühl angesprochen hast, ihr leert die Leute ja... Die kennen zuerst ... Also Leute, die vielleicht etwas angestellt haben, weil sie nicht gesetzeskonform sind.

00:12:53: Ihr leert sie nicht mehr als zuerst von aussen kennen über andere Menschen, die über sie reden und irgendwann kommt eine Konfrontation.

00:13:00: Wie nimmst du so Leute wahr?

00:13:02: Wenn ihr sich konfrontieren mit denen, die ihr rausgefunden habt?

00:13:05: Für mich grundsätzlich was mir ... dass es wirklich wichtig ist, und das ist einfach so wie ich das immer erlebe.

00:13:11: Für mich ist das ein Teil der Recherche.

00:13:13: Und nicht den Schluss.

00:13:17: Ich finde für mich ... Ich weiss die Wahrheit noch nicht.

00:13:19: Ich weisse die ganze Bild noch nicht bevor ich mit der Person, die darum geht, auch geredet habe.

00:13:24: Weil ich wollte wissen was sich bewegt, was vielleicht umständig war, was muss ich noch wissen?

00:13:30: Das ist darum einen ganz wichtigen Teil überhaupt zu... und Teil der Recherche, wo dann vielleicht die Recherchen sogar noch weitergehen.

00:13:36: Vielleicht musst du das nachher verifizieren oder vielleicht noch weitere Abklärungen machen.

00:13:40: Vielleicht merke ich auch diese Person, die du zuerst gemeint hast ist den Übeltäter, vielleicht auch ein Opfer?

00:13:45: Vielleicht geht es noch weiter?

00:13:47: Also das ist alles schon vorkommen.

00:13:51: Sagen wir mal als Beispiel etwas, was ich viel recherchiert habe, ist Gewaltvorfall, in dem sie im Asylbereich gegeben hat, das ganz klar ist oder in diesem Sinn also Asylbewerber ... werden schlecht behandelt, teilweise sogar Gewalt angewendet.

00:14:07: Es war eine Recherche, die auch ganz wichtig war, herauszufinden, wer sagt was?

00:14:12: Wo können wir wirklich an den Punkt verifizieren?

00:14:16: Wer was sagt, was es manchmal nicht so beweist gibt oder?

00:14:19: Und das ist zum Beispiel eine Rechenche, in der diese Konfrontation sehr unterschiedlich war ... Teilweise Leute, die ich kontaktiert habe und involviert waren in so einem Vorfall als Täter sozusagen.

00:14:36: Nach ganz viel kam schon gesagt ja wir haben es so streng weil das und das nicht das machen müssen oder also eben eine ganze Erklärungsliste warum dass es Situationen für sie schwierig ist aus ihrer Sicht und dann aber auch andere Recherche Einmal passiert, zum Beispiel bin ich wirklich Leute bei jemandem daheim.

00:15:00: Weil diese Person hat fünf Mal das Telefon abgehängt und ich wollte mit dieser Person reden.

00:15:05: Und da geht es nicht nur darum, dass wir die Menschen zwingen wollen.

00:15:09: Es geht ja nicht darum, sie öffentlich etwas zu sagen, sondern wir haben als Journalisten Pflicht, jemanden zu informieren, dass es Vorwürfe gegen diese Person immer rumgibt.

00:15:17: Das ist wie im Pflicht oder?

00:15:19: Wir können nicht einfach etwas publizieren ohne dich zu informiert werden, damit es um dich geht.

00:15:24: Und wenn jemand nicht will zulassen, weil er vielleicht schon gehört hat.

00:15:28: Es geht vielleicht um mich oder?

00:15:30: Dann bringt uns das ein bisschen in schwierige Lage, weil wir irgendwie gleich noch wenigstens diese Information weitergeben müssen.

00:15:36: und dann schreibt man vielleicht auch mal einen Brief.

00:15:38: Oder kann man mal luten.

00:15:39: Ich würde mal lüten und nachher die Person sehr ungehalte reagiert und Tören wieder von den Nasen zueknallt ... Da war ich schon ein bisschen demessent, oder?

00:15:53: Und das andere Mal hatte ich jemandem informieren wollen, der auch nicht auf meine Kontaktaufnahme reagiert hat.

00:15:59: Dann ging ich an eine Konferenz und ich wusste, diese Person ist auch... ...kann man kommen zu reden!

00:16:04: Das habe ich von mir vorgerannt.

00:16:07: Was ich so spannend gefunden habe, weil ich nur ein Journalist bin.

00:16:11: Aber er ist ja nicht von mir davon gegränt, weil er hat die auch gut danken für die Info.

00:16:15: Ich sage nichts dazu, okay?

00:16:17: Er ist vielleicht ein wenig von seiner Vergangenheit vorgegrenzt.

00:16:20: Es sind so kindliche Reflexe fast.

00:16:22: Wir kommen zuvor zurückversetzt wie in der Primarschule.

00:16:29: Wenn ich es nicht sehe, dann passiert es nicht.

00:16:32: Vielleicht ... Zwei Sachen.

00:16:35: Ich glaube, das eine ist, dass es natürlich je nach Thema für Menschen schon auch einen recht grossen Moment sein kann für ihr Leben.

00:16:42: Es kommt total davon um was es geht.

00:16:46: Aber jetzt sagen wir etwas, das jemand verantwortet hat über Jahre und das ist nicht rausgekommen.

00:16:51: Jetzt kommt's aus.

00:16:51: Das ist natürlich für die Person wirklich ein grosser Moment, der vielleicht auch Angst macht.

00:16:56: Verständlicherweise!

00:16:57: Und das andere ist natürlich schon auch, ich würde mal sagen viele Leute ... doch auch Respekt oder vielleicht zurecht ein schlechtes Bild von Journalisten.

00:17:09: Ich kann mir gut im Gewissen sagen, ich lasse wirklich immer zu und probiere möglichst fair mich zu verhalten in solchen Situationen.

00:17:16: aber das wissen die Leute ja nicht.

00:17:19: Die wissen ja nicht, habe ich sie gerade versteckt auf?

00:17:23: Oder ich versuche sie irgendwie reinzulegen.

00:17:27: Darum kann ich jetzt diese Reaktion nachvollziehen.

00:17:31: Ich wünschte mir, dass mehr Menschen gehen wählen und abstimmen können.

00:17:34: Sie können unsere Demokratie beteiligen.

00:17:37: Häufig kommen die gesellschaftspolitischen Levante-Informationen nicht mehr so etwas trockern her.

00:17:41: Ich denke mit.

00:17:42: es geht auch leichter und vielleicht einfacher verdauerlich.

00:17:45: Darum mache ich den Politkuchen-Podcast.

00:17:48: Wenn du den Politkuchenpodcast möchtest unterstützen, sehr gerne über die Wind.

00:17:53: In dieser Recherche lernt ihr die Leute kennen und siehst du zum Beispiel auch noch, was ist noch dahinter?

00:18:06: Also diese Person, die vielleicht etwas verbockt hat.

00:18:08: Deine Familie, Kinder ... Und wenn wir jetzt das publizieren, wird nicht nur für diese Person schwierig sein, je nachdem kommt der Namen und den Ort und alles aus und dann geht es und alle auch mega schwierig.

00:18:20: Wie geht's mit dem um?

00:18:21: Mit dieser Verantwortung haben Sie bei Ihrer Publikation?

00:18:25: Ja, das ist eine Megaverantwortung!

00:18:27: wo wir uns auch extrem bewusst sind, das sieht man aussen wie nicht.

00:18:31: Wo wir viel diskutieren.

00:18:32: Das ist ein sehr grosser Teil der Recherche oder wenn es richtig Publikation gibt, wo wir versuchen herauszufinden was Verhältnismäßig ist.

00:18:42: Da geht es natürlich einerseits darum dass wir auch Opfer einen Respekt zollt indem er benannt wird wer ihnen etwas angetan hat.

00:18:53: Also wenn es total schwammig bleibt, ist das oft für Opfer auch nicht so befriedigend in diesem Sinn.

00:18:59: Und es hat auch oft einen bestimmten Warmeffekt.

00:19:01: also wenn wir jetzt zum Beispiel etwas aufdecken über jemanden, der Leute an den Tisch zieht ja dann geht's auch darum dass man das Publikum macht damit nicht noch mehr Menschen dieser Person auf die Leim gehen oder?

00:19:13: Das ist die eine Seite und die andere Seite ist natürlich privatsphären und dann eben auch teilweise ein Recht auf Vergessen wo ihnen spielt und Privatsphäre vor allem auch von Familienangehörigen, die auf der anderen Seite stehen.

00:19:25: Und wir versuchen dort wie eine verhältnismäßige Lösung zu finden zum Können sagen Hey look!

00:19:30: Wir könnten vielleicht warnen davon?

00:19:32: Wir können den Missstand stoppen weil das ist am Schluss schon das Ziel einer Publikation oder?

00:19:37: Wir könnten den Missstand stoppen aber diese Person hat jetzt nicht einen Einschnitt in ihrem persönlichen Erleben wo Unverhältnismus sind.

00:19:45: Aber das ist nicht schwarz-weiß Das spielt rechtliche Überlegungen, moralische Überlegung.

00:19:51: Auch im Verhältnismäßigkeit ist etwas, das einen kleinen Kreis betrifft oder lokal.

00:19:59: Dann ist es vielleicht nicht verhältnismusig, eine Person mit Bild und Namen in nationalen Sendengefälle zu auften.

00:20:07: Es hat ganz verschiedene Faktoren, die ihnen spielen.

00:20:11: Was noch passiert?

00:20:12: Wir sind ein öffentlich-rechtliches Medium ... und haben gewisse Standards, die ich an der Berichterstattung habe.

00:20:18: Und wenn das einmal draussen ist, dann kommen wir in ganz viele andere Medien, wo sie sich an dieser Story eigentlich auch betienen, die weiterspielen.

00:20:24: Und plötzlich kann es vielleicht sein, ihr habt euch dafür entschieden, dass wir ohne Fotos oder Namen machen möchten und plötzlich wird alles bei anderen Medien publiziert.

00:20:33: Wie gehen Sie damit um?

00:20:34: Ihr bringt ja auch etwas ins Rollen.

00:20:37: Ja, spielt natürlich auch ein Rollen in diesem Sinn.

00:20:42: Ganz verhindern kann man das ... Das leidet teilweise nicht.

00:20:45: Es ist auch teilweise passiert und ärgerlich, dass ein Drei bekommt, das wir nicht gemacht haben, ganz bewusst oder auch Formulierungen.

00:20:55: Wir reden manchmal wahnsinnig viel darüber.

00:20:58: Viel Zeit!

00:21:00: Wie du formulierst, dass es fair ist und gleich präzise und korrekt auf den Punkt.

00:21:06: Manchmal wird diese Geschichte am nächsten Tag schon irgendwo anders wiedergegeben.

00:21:10: Genau in dieser Formulierung, die wir uns dagegen entschieden haben.

00:21:14: Und das ist in diesem Sinne nicht verhindernbar und manchmal auch ärgerlich.

00:21:18: Ich

00:21:19: finde es mega nobel, dass ihr euch diese Gedanken macht, weil ich finde sie sowieso ... Sie haben die Komponente drin von einerseits, ihr macht eine juristische Abklärung.

00:21:28: oder ist das legal?

00:21:29: Oder nicht?

00:21:30: Das Gericht würde man auch so machen, dann geht's über X Monate Jahre bis wir herausfinden wer ist schuldig und wie schuldigt.

00:21:37: Im Journalismus gibt es auch eine Art Gerichtsbarkeit hier.

00:21:40: Aber gleichzeitig hat oben drauf noch die die öffentliche Wirksamkeit, also das plötzlich einfach alle von dieser Person wissen.

00:21:48: Und diese Person kann nie mehr herlaufen und diese Familie kann nicht mehr herholen ohne dass es das zweiteste ist bei den Leuten für eine gewisse Zeit.

00:21:56: Es gibt einen juristischen Überstrafung und dann wenn es eine Art, wie noch so die öffentlichen Diskreditierung gibt... Also manchmal, wenn ich so gewisse Geschichten sehe, die aufdeckt werden und manchmal im Nachhinein herauskommt, es war gar nicht so, wie alle geschrieben haben Das finde ich schon sehr krass, was diese Menschen durchmachen, wenn man öffentlich diskretiert wird.

00:22:20: Absolut!

00:22:21: Ich denke, der Unterschied zwischen einer Person, die eine öffentliche Rolle hat oder in diesem Sinne auch weiss wie agiere ich und in dem Sinn natürlich auch eine Verantwortung hat, die ein öffentliches Interesse mit sich bringt?

00:22:38: Das ist dann viel mehr gerechtfertigt dass man das öftlich macht, weil die Person ja auch nur mehr legitimiert ist in dieser Rolle durch die Bevölkerung.

00:22:49: Und darum hat die Bevölkerungen – das ist meine Meinung – aus Recht zu wissen wie diese Person zum Beispiel agiert.

00:22:56: Weil dann kann die Bevölkerungselbe entscheiden, ob wir diese Person weder wählen oder nicht.

00:23:00: Manchmal tut mir auch Politiker wiederwählen, wo verschiedene Missstände verantworten haben!

00:23:04: Manchmal gibt

00:23:06: es

00:23:06: fast noch mehr!

00:23:07: Aber

00:23:08: dann ist das okay?

00:23:09: Die Information wie das und das gehört zu der Demokratie, dass man dann selber entscheiden kann.

00:23:14: Und ich glaube, das ist ein mega grosser Punkt, oder?

00:23:17: Dass wenn jetzt jemand ... Ein Nobody, oder was in diesem Sinne nicht so eine öffentliche Funktion hat, ist natürlich die Hürde jetzt so jemanden namentlich zu nennen oder sogar noch mit einem Bild viel höher.

00:23:31: Ich

00:23:31: würde gerne noch etwas mehr darüber reden also über Politik und das Wechselspiel mit den Medien.

00:23:36: aber bevor wir das machen, wir haben vor uns Himbeerkuchen.

00:23:41: Großartig!

00:23:43: Zeit, um ein bisschen Kuchen zu essen?

00:23:45: Danke vielmals.

00:23:47: Hast du den gebacken?

00:23:49: Sie.

00:23:50: Wenn?

00:23:50: Den habe ich gestern gebacket.

00:23:54: Sehr fein.

00:23:56: Mal.

00:23:57: Danke vielmal.

00:23:58: Das ist wirklich sehr fein... Mandeln.

00:24:00: Genau.

00:24:01: Mandel, Himbeere mit einem Schuss Amaretto drin.

00:24:05: Wirklich fein!

00:24:06: Ich muss sagen, einen grossen Schuss-Amaretto.

00:24:08: Wenn man den Teig macht, dann muss es fast zu krass nach Alkohol schmecken.

00:24:15: Das ist jetzt ein guter Trick!

00:24:18: Es ist wirklich sehr fein.

00:24:20: Ich kann gleich die Freude sagen,

00:24:24: ich habe ihn noch nicht probiert.

00:24:27: Aber der Amaretto hilft wirklich.

00:24:28: Achst du da immer etwas Neues?

00:24:30: Ein Experiment oder wie gehst du vor beim Bachen?

00:24:34: Es ist nichts testet... Ich probiere wirklich den Kuchen aus und hoffe, dass es ihr einmal rauskommt.

00:24:43: Und ich finde vor allem bei Küchen eigentlich ... Die Erinnerungen an Geburtstagspartys aus den neunziger Jahren als Kind.

00:24:50: Wenn jemand über die Küche gebacken hat, waren sie immer sehr durchgepackt.

00:24:55: Da freust du sich auf eine schocke Küche und dann ist das schon fast sagmal.

00:25:00: Ich finde es ein mega tricky Punkt bei Küchern, dass sie nicht zu lange drin sind.

00:25:04: Es dürfen ja keine Teige sein, aber so... Außer nicht, wenn es so soft ist.

00:25:09: Ist dir sehr gut gelungen?

00:25:11: Das

00:25:12: sind Schweizer Himbeere.

00:25:14: Bist du noch Investigative?

00:25:15: Ja, von wo bist du das?

00:25:19: Von meinen Bauernhof-Zugs.

00:25:20: Grossartig!

00:25:23: Gut, jetzt war es sehr warm.

00:25:24: Sie waren sicher klimaneutral und sind aufgewachsen.

00:25:31: Politik und Medien als Wechselspiel finde ich immer sehr spannend... Und wenn ich in der Wandlhalle unterwegs bin, dann gehöre schon immer wieder so Stimmen aus der Politik finden.

00:25:42: Woher muss man aufpassen mit den Medien?

00:25:45: Was wie genau sagst du?

00:25:47: Das ist ein Teil, wenn ich nach Vorstellungen mit Leuten rede... Da komme ich manchmal zu uns sprechen und finde, die Person hat sich auch überleitet, die Politik zu gehen.

00:25:55: Aber sie finden es so ... Nein!

00:25:57: Ich möchte mir das nicht antun.

00:25:59: Vor allem auch weil ich etwas schiss habe, wenn mich irgendetwas macht, entscheidet.

00:26:05: Sagt, es könnte irgendeinen Mediaskandal geben.

00:26:07: Und ich würde gerne von dir, weil ich dich einen spannenden Stimm finde in diesem Bereich, mit dem du viele Gedanken machst, eine solche Einschätzung hören.

00:26:15: Wo ich unglaublich wichtig toll finde, dass mir das Mediasystem hat, also die vierte Gewalt, die mega-wichtig ist, dass ihre Demokratie funktioniert und gleichzeitig gibt's gewisse Medienschaffende, wo wenn irgendjemand in der Politik etwas gemacht hat, häufig gehts darum eben ... Irgendes ist Geld abzweigt oder irgendetwas entschieden ohne, dass jemand es okay hat.

00:26:36: Das hätte ich in Geschichten jetzt mal dort und Verletzungen ausgeschlossen, sondern so reine Finanzentscheidungsgeschichte.

00:26:43: Dass wenn dann etwas herauskommt, das häufig eine der ersten Reaktionen ist an die Person muss zurücktreten weg.

00:26:51: Also die Vermutung dazu führte, dass wir in der Politik sehr viele Menschen mittlerweile haben, die wenig Mut sind.

00:27:00: viele Leute gibt, die vielleicht inspirierend innovativ und mutig werden.

00:27:05: Das gar nicht in diese Politik gehen, wie sie finden so.

00:27:08: Wir wollen das einfach nicht anzutun, weil beim ersten, den ich wagen und entscheiden, bin ich vermutlich weg.

00:27:14: Sehst du im Schweizer Mediasystem eine Möglichkeit, bei der du denkst, es wäre spannend, wenn wir dort vielleicht anders agieren würden als mediaschaffende?

00:27:27: Das finde ich jetzt eine extrem schwierige Frage, Michael.

00:27:32: Ehrlich gesagt.

00:27:32: Ich finde es einerseits schwierig, weil ich nicht über andere Journalisten oder Arten reden möchte.

00:27:40: Unsere Medienlandschaft ist wahnsinnig bereit und divers.

00:27:45: Es gibt Journalismus, die ich so nicht machen würde.

00:27:49: Aber ich bin nicht kompetent ... Weisst du, zu beurteilen, welchen Anpferjournalismus man so machen sollte?

00:27:59: Darum finde ich es wirklich eine schwierige Frage.

00:28:01: Ich finde es auch noch eine interessante Beobachtung von dir, weil jetzt ich im Moment gerade ein bisschen auf die anderen Seite tendiere, weil ich mich ja als viel mit der britischen Politik und Medialandschaft auseinandersetzen und dort natürlich schon einen krassen ... Unterschied feststellen, was gerade das anbelangt.

00:28:19: In Großbritannien kannst du dir viel weniger erleben als Politiker und dann spickt es dich.

00:28:26: Da habe ich das Gefühl, dass wir in der Schweiz doch sind.

00:28:29: mehr ... Ich würde jetzt gar nicht unbedingt die Medienlandschaft sagen, aber auch Gesellschaft.

00:28:33: noch ein bisschen vergebungsfreudiger würde ich jetzt mal sagen, dass man sagt ja gut einen Feld tritt, aber sonst ist er ein Gute Habe ich jetzt den Eindruck, dass wir relativ doch noch teilweise innen zurückhaltend unterwegs sind mit gerade so ganz vernichtenden Urteilen?

00:28:50: Aber vielleicht siehst du das anders.

00:28:53: Das Gefühl im Gegensatz zum Ausland.

00:28:54: teilweise ist in der Schweiz eine gewisse Zurückhaltung noch umgesellschaftlich.

00:29:03: Das heisst aber eben nicht, es ist eine wahnsinnige Verantwortung und man muss mehr Journalisten uns immer wieder auch bewusst sein und in Erinnerung rufen.

00:29:17: Ich glaube, was wir mehr machen können ist noch mehr Transparenz zu schaffen.

00:29:25: Was weiss man wirklich?

00:29:27: Oder ich finde ein Artikel oder einen Beitrag ist immer ganz viel was man weiss aber nicht was man nicht weiss Und ich glaube, das könnte vielleicht schon helfen, dass man sich noch mehr machen kann.

00:29:38: Dass man vielleicht ganz viel nicht weiss und es ist auch okay oder?

00:29:41: Das hat auch mit dem Journalismus zu tun, die sich irgendwie wandelt.

00:29:45: Wo früher jetzt meiner Meinung nach noch viel mehr war, ist man eine erklärte Welt und eigentlich auch mit einem Duktus, der wirklich nicht viel zu erläutern will.

00:29:56: Es wäre komisch, oder?

00:29:57: Der Journalist weiss etwas nicht!

00:29:59: Und ich glaube, das wandelt sich im Moment extrem und ich glaube dort dürfen wir noch ein bisschen mehr dann auch sagen.

00:30:04: Hey, guck!

00:30:04: Das ist klar, aber das ist ein Fakt.

00:30:06: Aber das und das nicht – und das wäre tatsächlich noch relevant.

00:30:11: Du kannst beim Politkuchen-Podcast auch live mit dabei sein und meine Gäste nochmal von einer ganz anderen Seite kanalieren.

00:30:18: Ich mache einen Deep Talk mit Alain Berset, und zwar in Zürich im Kaufflüten am Montag an den neunzwanzigsten März.

00:30:24: Ich mache einen Deep Talk mit dem Musiker Kuhnz, und zwar in Küsnacht am Rigi.

00:30:28: Am Tonstag, am fünfundzwanzigsten März.

00:30:30: Es geht darum wie er eine Gesellschaft über die Musik wieder zusammenbringt.

00:30:33: Die Tickets gibt es über michallelsener.ch.

00:30:35: Du hast aufgehört zu arbeiten bei SRF Investiativ.

00:30:41: Und du fährst jetzt ab Sommer, zweizechsundzwanzige neue Stellen.

00:30:44: Du wirst SRF-Korrespondentin für Radio Fernsehen in Grossbritannien.

00:30:48: Warum hast du gefunden?

00:30:49: Ich möchte dir den Job machen!

00:30:52: Hey aus Neugier Aus Neugier, aus Abenteuerlust.

00:30:55: Fast

00:30:55: vermutet!

00:30:57: Es ist auch wirklich ein wahnsinniges Privileg, einen Jobwechsel zu machen, wenn wir gleichzeitig sagen können, ich könnte meinen Job noch fünf Jahre machen.

00:31:05: Ich habe jetzt fünf Jahre das gemacht an der Co-Lightung mit Nina zusammen von SRF Investigative und ich könnte noch mal fünf Jahre.

00:31:12: Es hat so viel Spass gemacht, es sind so tolle Leute, es macht mega Lust.

00:31:18: Und es ist ein Megaprivileg für mich, genau das zu zeigen, wenn ich einen Wechsel mache.

00:31:22: Mega cool.

00:31:24: Und gleichzeitig habe ich Lust und Neugier, aber viel auch ... Das SRF Investigation ist ein Aufbauprojekt gewesen.

00:31:33: oder eigentlich von Null auf das Team aufzubauen, die Art von Journalismus aufbauen, Investigative Journalismus für die Jungen entwickeln

00:31:42: usw.,

00:31:43: wo man nach fünf Jahren an einem mega coolen Punkt sind, der für mich einen Moment war, den ich wirklich gemerkt habe Cool.

00:31:52: Jetzt kommt vielleicht wieder eine neue Phase, oder?

00:31:55: Und dann ist für mich persönlich jetzt die Frage, ob diese Phase der neuen Phase im Investigativen mit diesem Team ist.

00:32:03: Oder redet es mich noch mal etwas Neues und dann ist das auch einfach die Stelle aufgekommen und das klappt.

00:32:10: Ich bin sehr gespannt.

00:32:12: Stellt mir vor, wenn man Korrespondentin wird für Radio- und Fernsehen und gerade in den UK, wo wir ja gesehen sind, wie häufig hier Premierminister ... Wechseln.

00:32:22: Es ist unglaublich viel im Flow, im Flusslied in der Veränderung.

00:32:26: Jetzt Investigativ-Journalismus stelle ich mir vor, dass wir über eine längere Zeit auch an einer Geschichte ran.

00:32:31: Und jetzt stellen wir zu einem grossen Teil eintauchen eines Tagesgeschäfts.

00:32:35: Wie wird dieses Investigative Herz ... Befriedigt sie bei dieser Tätigkeit, wenn es heisst, dass er nicht zwei Stunden befasst.

00:32:44: Ich glaube aus meiner Wart sieht das von aussen ein bisschen nach einem grösseren Kontrast aus als dann wirklich ist.

00:32:54: Viele Aktivitäten, die man im Investigativen macht, denke ich werde mich auch noch begleiten oder wirklich in ein Thema eintauchen und auch längerfristiges Dossier verfolgen.

00:33:05: natürlich kurzfristig publizieren, aktueller Aktualitätsbezogener.

00:33:10: Aber der Grundaufgabe zum Beispiel jetzt längerfristiges Doss verfolgen oder mich noch mit innen zu knübeln wird relativ das Gleiche bleiben.

00:33:21: Aber klar, es wird ein anderer Job und vielleicht auch schneller sein.

00:33:28: Es werden auch ganz andere Farben wieder sein von Publikationen.

00:33:32: Das ist sicher ein investigativer ... In diesem Sinne, oder so wie wir es jetzt glauben, haben sie sehr eng.

00:33:38: Dass man wirklich sagt auch ... Wir haben viele junge Zielgruppe gemacht mit einem Schweizer Bezug und wirklich investigativ.

00:33:47: Also den Widerstand aufgesteucht in der Recherche.

00:33:53: Und das wird für mich persönlich wieder etwas breiter, dass ich vielleicht mal ein Reportage mache oder etwas, was ich niemanden konfrontieren muss mit der kritischen Berichterstattung.

00:34:07: Du hast am Anfang erzählt, wir sind kurz mal als Familien unterwegs.

00:34:10: Häufig wenn ich auch junge Familien beobachte, dann sehe ich hier so eine Tendenz von jetzt haben wir ein Kind und nicht immer uns ein.

00:34:16: Und jetzt machen wir ja keine Veränderungen.

00:34:19: Ich finde gerade so heia!

00:34:20: Jetzt machen wir einen Umzug auf die Inseln und starten dort ein neues Leben.

00:34:26: Ich find mega grossartig das so zu leben.

00:34:29: Wie geht's euch für

00:34:30: mich?

00:34:31: Danke, danke.

00:34:31: Ich finde es auch grossartig!

00:34:33: Mir findet es auch großartig aber es ist lustig was du das sagst weil wir haben... Das ist natürlich ein Entscheid oder das mache ich nicht alleine.

00:34:39: also das habe ich mit meinem

00:34:42: hochtalentierten Sohn gefragt.

00:34:43: Mein Hochtalentiertes Sohn fragt.

00:34:46: Er glaubt er sagt ja.

00:34:47: Ja

00:34:47: genau.

00:34:50: Ja nein klar, das haben wir als Familie natürlich besprochen und es ist dann schon lustig.

00:34:57: Das ist doch lässig, das macht Spaß und das reicht uns.

00:35:00: Dann haben wir auch belegt was spricht ihnen dagegen?

00:35:02: Und dann war es genau so, ich habe sie jetzt so gemütlich.

00:35:06: Jetzt tun wir uns doch so und haben wirklich gemerkt, wenn das das Argument ist gerade extra.

00:35:10: Gerade extra machen wir darum pro Abenteuer.

00:35:15: Ja... Es ist natürlich cool, dass man das zusammen machen könnte.

00:35:19: Das schätzt sich mega an!

00:35:22: Und bin ich sehr dankbar, weil dann macht es auch mehr Spass.

00:35:26: So ein Abenteuer suchen.

00:35:28: Du kannst gerne sagen, wie viel du möchtest darüber reden.

00:35:31: Aber ich weiss von dir, wo du dein Freund zuerst mal getroffen hast, gleich beim ersten oder zweiten Date haben wir entschieden, um mir Sägel zusammen über die Atlantik.

00:35:40: Wir konnten beide nicht sägeln.

00:35:41: Ja!

00:35:43: Und acht Jahre später sägelt ihr wirklich über die Atlantik?

00:35:47: Es ist acht Jahre gegangen,

00:35:48: doch noch seitlich... Ja, aber das ist der Wahnsinn.

00:35:50: also ... Wie hat sich das angefühlt für dich und es sind wirklich gemacht?

00:35:55: Hey, also mega lustig.

00:35:58: Es war so absurd, weil wir haben wirklich viel vorbereitet, viel geübt, viel gemacht nachher auch.

00:36:06: Ist es noch recht aufregend gewesen bevor man wirklich ... losgefahren sind.

00:36:10: Wir haben von CUP-WD gestartet, bevor wir wirklich losgefahren sind über der Atlantik.

00:36:14: Wir hatten vorhin noch technische Probleme in einem motorisch kaputtgegangenen oder stylisch kaputten Gang und dann hatten wir noch Segelprobleme.

00:36:22: Das gehört zu einem Boot, das ist immer wieder etwas, aber es war gerade vorher auch noch total aufregend gewesen.

00:36:29: im Schuss war, dass alles noch auf die Reihe zu bekommen, das Zeug zu flicken und Parats zu machen.

00:36:35: Und dann haben wir vor allem Profianten gekauft, schnell so.

00:36:40: Und irgendwie war es total absurd, weil man stellt sich das so gross vor, jetzt ist der Moment sowohl Säklerisch als auch für unsere Beziehung so.

00:36:51: Ehrlich gesagt war es irgendwie so, was machen wir noch?

00:36:56: Wenn wir noch Spaghetti essen ... Gehen wir mal?

00:37:01: Ja, und dann gehst du los.

00:37:03: Und was natürlich bei so einer Atlantik-Überfahrt der Punkt ist ... Du kannst nicht zurück vom Wind oder der Strömung her.

00:37:11: Also vielleicht einen Tag, wenn du noch ein Tag zurückmachen könntest.

00:37:14: Man müsste gegen den Wind und so.

00:37:16: Aber es ist wie so... In diesem Sinn schon ein spezielles Gefühl, weil man geht dann so los und man weiss jetzt gilt es eigentlich ernst.

00:37:22: Das geht mindestens zwei Wochen.

00:37:25: wie es wieder etwas gesehen ist.

00:37:27: Es war aber cool, dass sie gleichzeitig etwa sieben andere Ecken gegangen sind und dann haben wir noch ein bisschen hierhergefunkt und die Alten in ihre Säge laufen.

00:37:33: Dann geht's los!

00:37:36: Mega schön dich so zu strahlen, wenn du auf dem Sägel erzählst.

00:37:40: Das ist eine grosse Passion.

00:37:44: Was löst das bei dir aus?

00:37:45: Wenn du schon auf dem Boot oder auf dem Meer sein

00:37:48: kannst?

00:37:48: Hey ich glaube... Einerseits das Abenteuer, der mich wahnsinnig reizt und beim Sägeln auch dazugehört.

00:37:56: Dann geht wieder etwas kaputt oder den Wind macht nichts da, so wie es Kaisen hat.

00:38:01: Und das findest du mega toll!

00:38:02: Das finde

00:38:03: ich ja

00:38:04: irgendwie ... Es gibt einen Moment, in dem wir nicht lässig sind, wo man traurig ist oder was weht.

00:38:12: Das gehört aber auch zum Leben.

00:38:14: Ich glaube, ich lebe das Leben gerne voll.

00:38:20: So ein Abenteuer ist wahnsinnig toll, denn er hat Höhe und Teufs.

00:38:25: Das gehört auch etwas dazu.

00:38:26: Und das andere ist die Entspannung.

00:38:28: Ich kann nicht so gut entspannen mit Yoga oder ganz ruhigen Hocken alleine.

00:38:34: Das kann ich nicht.

00:38:36: Es ist mir super, weil es gerade genug zu tun ist.

00:38:40: Gleich die Eidönigkeit und Offline.

00:38:45: Relativ schnell, wie schnell man kein Handynetz mehr hat.

00:38:49: Schon nach wenigen Stunden ist das off.

00:38:51: Mich tunkt also der Wind, weil man so alle Gedanken aus dem Hirn rauserblasst?

00:38:55: Ja mega!

00:38:58: Und dann halt du bist so klein.

00:39:00: Das ist mir auch wahnsinnig... Es ist eines dieser grössten Momente, die wir bleiben, von der ganzen Atlantik überfahren.

00:39:06: Einer ist wirklich zu mitten auf diesem Ozean und wir sind gegangen, wo es relativ viel Wind hatte und fünf Meter Welle.

00:39:14: Zwei Wochen lang war es so zuständig.

00:39:16: Schönes Wetter, das war gut.

00:39:17: Ein bisschen rauf in diesem Sinn.

00:39:19: Zum

00:39:19: Glück waren noch sieben andere dabei gewesen.

00:39:22: Ja, fünf Meter Welle ist ein guter Plan.

00:39:23: Aber

00:39:24: es war auch gut, weil diese Wellen uns etwas geschoben haben.

00:39:26: Darum waren wir relativ schnell und tippt auf.

00:39:30: Man schaubt dann irgendwie dort oben.

00:39:33: Allein eben, wenn niemand mehr, weil alle sich verteilt haben.

00:39:37: Irgendwann kommen so Vögel.

00:39:38: Total schöne Vögels und braune Vögle mit einem blauen Schnabel waren das.

00:39:42: Und ich komme einfach

00:39:43: ... Von welcher Seite sind die angeflogen?

00:39:46: Ich

00:39:46: glaube wahrscheinlich mit uns oder weiss es im Fall ehrlich nicht!

00:39:49: Und ich kann mich auch noch erinnern, dass mir das Bild am Kopf geblieben ist.

00:39:55: Die fliegen selber um, sind abgekockt, weitergeflogen.

00:39:59: Und irgendwie hat's im Alltag, denke ich oft... Auch das passiert auf der Welt.

00:40:04: Heute wahrscheinlich sind die Vögel wieder irgendwo auf dem Atlantik und es ist auch ein Teil, was jetzt gerade passiert, wo für mich so schön ist, weil es irgendwie zeigt, wir sind so klein.

00:40:16: An diesem Tag bin ich vorbei gesagt.

00:40:19: Aber heute nicht.

00:40:20: Heute bin ich da, aber die Vögeln sind wahrscheinlich gleich noch dort.

00:40:24: Wenn du dir vorstattest, dass wir so klein sind?

00:40:26: Und wenn du sie in den Kontext stellst von okay.

00:40:29: und jetzt reden wir noch über Schweizer Politik ... Da hat jemand etwas falsch gemacht und die Adi werden hässig.

00:40:36: Dann gibt es klassische Verteidigungsstrategien, und jemand will die Story verhindern.

00:40:40: Siehst du die Welt wegen dem Sägel anders?

00:40:48: Du stellst gute Fragen!

00:40:51: Sehe ich die Welt weil der Sägele anders ist?

00:40:54: Ich glaube ... Ja, ich glaube es eben den Kontext.

00:40:58: Und vor allem mit dem Sagell wenn man so unterwegs ist sieht man auch viele Länder verschiedene Zustände.

00:41:08: Und in diesem Sinn sehe ich die Schweiz sicher etwas anders.

00:41:11: und ja, das Kleine-Klein.

00:41:15: Ich denke, es hat mir sicher ein bisschen das mitgegeben ab und zu wieder einen Adlerblick hineinzulegen und überlegen ist das wirklich so schlimm oder so relevant?

00:41:28: Von dem her ja wahrscheinlich schon.

00:41:31: Man überlegt sich, dass relativieren ... Unglaublich toll haben wir die vierte Gewalt des Journalismus, wie ein Stimmkassiv um kleinen Menschen von Bürgerinnen und Bürgern.

00:41:44: Jetzt können wir uns mal wehren gegen Missstände, Sachen wo es in den Jahren falsch läuft.

00:41:48: In der Gesellschaft endlich wird das Publikum.

00:41:49: Es ändert sich etwas.

00:41:51: Gleichzeitig sind wir auch so, dass anzukundende grosse Recherche von euch ... Ich bringe das so auf.

00:41:57: Cool!

00:41:57: Es ist eine Woche, vielleicht ein paar Tage, redet alle darüber... Und dann ist irgendwie so eine Welle abzulassen.

00:42:06: Manche Recherchen schauen dann zurück, was alles auskommt.

00:42:11: Im letzten Jahr, weil ich vergiss es sehr häufig an, das war auch noch nicht so.

00:42:15: Ich fragte mich ab wann hat sich die Nachfolgeberichterstattung etwas verändert?

00:42:20: Ansonsten wurde von der nächsten Welle weggespült und mich gefragt wie ich im Studium schon wahrnehme.

00:42:32: Hey, ich glaube ... Auf die einen Seite glaube ich, dass teilweise – oder ich nehme das fest vor als Journalistin auch immer wieder.

00:42:43: Das ist natürlich mein Job und mein Leben sozusagen.

00:42:47: Vielleicht etwas mehr als ein Job, weil man dann gerade beim Investigativen auch länger dran ist ...

00:42:52: Das ist eine Passion und du würdest nicht so viel über Stunden machen.

00:42:56: Ja, genau!

00:42:57: Teilweise bist du ja auch so nahe an diesen Leuten.

00:42:59: Eben sei das jetzt in einer Betroffenen oder eben in einem Informanten oder der muss schützen, wo dann teilweise sogar befreundet wird.

00:43:08: Es ist irgendwie sehr intensiv in diesem Sinn.

00:43:13: Und gleichzeitig finde ich es mega wichtig, dass immer wieder zu relativieren.

00:43:18: Für ganz viele Leute draussen ist das jetzt auch einfach ein Beitrag, der im Fernsehen oder im Radio kommt und dann läuft es vorbei.

00:43:30: Das ist für die meisten Leute nur das.

00:43:33: Klar, für alle Involvierten ist mehr.

00:43:35: Bei den Händen ist das Lebensding.

00:43:37: Es betrifft Ehregeschichte, was das Publikum will – das ist krass!

00:43:41: Wir sind dort total dazwischen.

00:43:43: Aber ich finde, es ist wichtig ... auch immer wieder den Schritt zurückzumachen und sich nicht allzu ernst nehmen.

00:43:49: Auch als Journalisten.

00:43:51: Klar, jetzt haben wir etwas Publikums gemacht.

00:43:53: Man spricht vielleicht drüber, aber am nächsten Tag reden wir über etwas anderes.

00:43:58: Auf die anderen Seite ja ein Ist-Teil wie es schon auch, finde ich, stossend oder?

00:44:03: Wie wenig passiert je nachdem?

00:44:05: Es gibt Missstände, in denen ganz viel muss darüber geredet werden und geschrieben wird bis endlich sich etwas verändert aus unterschiedlichen Gründen.

00:44:15: Ich glaube, das ist gleichzeitig Motivation und Frust von vielen Investigativjournalisten.

00:44:20: Wie geht man mit dem Schmerz um?

00:44:22: Dann hat es uns voll eingegangen... Man macht's ja auch, weil man denkt, man will etwas verändern und dann verbuft sie einfach.

00:44:29: Ja, dort finde ich wieder wichtig oder?

00:44:34: Wir haben uns voll drin gegeben aber es ging nicht um uns, finde ich.

00:44:36: Es geht um die Leute, die tatsächlich weiter leiden.

00:44:40: Und in diesem Sinn kann ein Frust auslösen.

00:44:45: Aber gleichzeitig sind wir nicht Anwälte dieser Leute.

00:44:49: Ich finde es wichtig, dass Selbstverständnis immer wieder zu reflektieren ist.

00:44:54: Unsere Rolle ist, das aufzustecken und einzupetten mit den Fakten, die es gibt und allen probieren, eine Stimme zu geben und dort die Wahrheit suchen in diesem Sinn.

00:45:04: Aber wir dürfen uns nicht zu fest gemein machen, auch mit guter Sache.

00:45:09: Dort habe ich ganz ein klassisches Selbstverständnis von Journalismus.

00:45:12: Ich habe mich auch anders gesehen als die Leute, die anders arbeiten.

00:45:15: Aber für mich ist das schon sehr zentral und darum ... Der Schmerz kann wehmachen aber wenn man sieht, dass jemand leidet noch oder etwas verbessert sich nicht.

00:45:27: Und gleichzeitig finde ich dort wichtig, dass man selber bei seiner Rolle bleibt und dann versucht es halt noch mehr publik zu machen.

00:45:35: Ich sehe den Punkt voll.

00:45:36: Das ist ein wichtiger Grundsatz, sich mit nichts gemeinsam zu machen und nicht mit einem guten.

00:45:42: Bei der SRG Trier im Journalistischen Codex drin.

00:45:45: Gleichzeitig sehe ich bei euch einen grossen Antrieb der Gerechtigkeitssinn.

00:45:50: Und das dunkle mir aber auch etwas sehr Emotionales.

00:45:54: Man spürt einfach ... Es ist einfach ungerecht, es ist einfach Stoßen.

00:45:58: Das muss sich doch ändern.

00:46:00: Und ich finde natürlich, dass es sehr noble wie du das beschreibst hättest, diese Rolle.

00:46:03: Man muss es trennen.

00:46:04: Und gleichzeitig sind wir als Menschen, also emotionale Wesen unterwegs und du gehst dann in die Welt und dann siehst du vielleicht mit dem geschärften Auge wieder da und dir an.

00:46:12: das läuft immer noch schief.

00:46:15: Das verfolgt einem doch.

00:46:17: Wir fragen mich wie lebt man denn damit?

00:46:21: Was muss denn eigentlich noch passieren, dass es eine gerechtere Welt gibt?

00:46:27: Ja absolut!

00:46:28: Ich meine... Schwierig war es auch, dass ich nicht zynisch werde.

00:46:34: Das kann schnell passieren und es lohnt sich hin.

00:46:37: Es bringt nichts mehr, das Publikum zu machen.

00:46:40: Ich glaube, das ist sehr wichtig.

00:46:42: Und gleichzeitig ... Es ist mega die Frage, was du für ein Verständnis von Demokratie hast.

00:46:50: Wenn alle Leute all Fakten haben und so jemand trotzdem wieder wählt?

00:46:56: Ja!

00:46:57: Man kann hier ewig darüber diskutieren.

00:46:59: Es sollte man das verbüten, dass jemand, der mal ein Mist antwortet, nicht wieder gewählt wird.

00:47:04: Aber ich finde es eine Frage von Demokratie.

00:47:08: Ich finde wichtig ist die Information am Publikum, dass es auch richtig steht oder ... Teilweise Kampagnen, die nach grossen Firmen oder Anwaltskanzlei oder Kommunikationsabteilungen probieren, wirklich zu beeinflussen und auch zu schäpen wie das Thema in der Öffentlichkeit steht.

00:47:29: Das ist dann immer etwas, was mich ärgert.

00:47:34: Dort finde ich, dass beeinflusst dann auch die öffentliche Wahrnehmung von dem Thema.

00:47:39: Dort finde ich, dass man gegenhalten kann und dann nochmals sagen, nein.

00:47:45: Es ist im Fall wirklich so.

00:47:46: Und nicht wie eine Institution das darstellt.

00:47:50: Wie man solche Sachen publik machen kann und gegen welche Kräfte man den Gegner schaffen muss.

00:47:55: Ich fand es spannend, dort noch mehr einzudauchen.

00:47:57: Wenn du Lust hast, können wir gerne ein wenig Himbeerkuchen essen?

00:48:00: Sehr gerne!

00:48:01: Jetzt nimmst du mir Wunden von wo die Himbeere sind.

00:48:05: Wirklich fein...

00:48:07: Sie sind im Amaretto ertränkt.

00:48:09: Genau.

00:48:14: Hast du das also gut getroffen, Himbiris?

00:48:17: Meine Lieblingsfrüchte.

00:48:18: Das hast du gar nicht gewusst.

00:48:20: Nein.

00:48:21: Sehr gut gemacht!

00:48:25: Wie machen wir in der heutigen Zeit Journalismus, wo die Menschen interessiert und packt oder gerade auch als junges Publikum anspricht?

00:48:33: Du hast dich ein wenig vorhin darauf angesprochen.

00:48:35: Es waren auch darauf ausgelegt junge Menschen Innen zu holen.

00:48:39: Kannst du mir erzählen, wie man das macht?

00:48:43: Ui!

00:48:43: Das klingt jetzt so irgendwie als gäbe es ein Rezept.

00:48:47: Im Gegensatz zu deinem Hinbergkuchen gibt's doch kein Rezept... Ich glaube wir haben die letzten Jahre ziemlich viel experimentiert auch was vor allem mit Formen und Ansprachen zu tun hat oder wie kann man vielleicht anders reden im Namen...?

00:49:07: Ein journalistischer Beitrag.

00:49:08: Dass die Junge gerne zuläset?

00:49:10: Wenn sie lieber zuläsent?

00:49:11: Die Junge gern!

00:49:13: Geht es miteinander?

00:49:14: Ja, genau!

00:49:15: Von den Nöscherchen...

00:49:17: Sehr

00:49:17: investigativ.

00:49:19: Jemand so?

00:49:19: Skaziert vertrauenswürdig nicht?

00:49:21: Absolut.

00:49:23: Nein, also eigentlich erinnere ich gerade, dass man sich ernst genommen fühlt, dass vielleicht eben die Welt nicht mehr klärt wird oder mitgenommen wird auf der Entdeckungsreise von der Welt wo man sich vielleicht noch ein wenig mehr an einen eigenen Gedanken machen kann, auf Augenhöhe unterwegs ist.

00:49:44: Das sind so schöne Schlagenwörter, die müssen jetzt nicht auf Augen höhen und ich schreibe sie mal auf!

00:49:53: Ich habe das Gefühl es hat viel mit der Haltung zu tun wie man etwas zeigt oder wie man auch etwas transparent macht.

00:49:59: Darf ich eine Wehbung machen?

00:50:00: Für

00:50:02: was?

00:50:03: Für Impact Investigative?

00:50:06: Bitte schauen alle auf YouTube Impact Investigative, weil ich finde das Format ist jetzt wirklich extrem ein Vorbild für einen transparenten Recherchenweg aufzuzeigen wo man den Reporterinnen und Reporter kann mitgehen.

00:50:22: Mit Leiden was sie alles erleben auf so einer Recherche und wo sie vielleicht auch scheitert.

00:50:30: Das ist doch eine neue Art, so ein investigativer Recherche zu präsentieren.

00:50:36: Sonst ausschliesslich, das kommt aus!

00:50:42: Und bei diesem Format erlebt man wirklich mit wie solche Recherchen die Stange kommen und wie viel Weg man geht, was nicht zum Ziel führt.

00:50:52: Ich habe schon ein paar Mal geguckt und fand, dass es einfach sympathisch ist.

00:50:55: Und gleichzeitig so ... Es hat etwas ... Ja, ich glaube, es könnte so sein.

00:51:00: Es ist natürlich auch wieder ... Was alles wir gesehen haben, ist auch wieder inszeniert.

00:51:04: Aber ich finde es immer entspannend, wenn ich zweifel höre oder sehe.

00:51:08: Das hilft mir auch, Vertrauen zu gewinnen in eine Publikation.

00:51:12: Bei so etwas der Beine, voll eintauchen, fühlt sich das an wie eine Krimi.

00:51:20: Ein Krimi, ich weiss es nicht.

00:51:21: Aber ja... Das ist natürlich individuell, aber für mich schon manchmal ein Rush.

00:51:27: Es macht etwas süchtig.

00:51:30: Gerade eine spannende Fragestellung.

00:51:32: oder oft beginnt eine Recherche mit einem Hinweis an.

00:51:36: Oder einen Hinweis, der auch behauptet sein könnte und darum geht, herauszufinden.

00:51:42: Stimmt das?

00:51:43: Oder stimmt vielleicht ein Teil davon, den anderen Teil nicht?

00:51:46: Und das ist schon wie ... In einem Escape-Room oder so ein Rätsel, das Detektiv ist nahe und klar.

00:51:56: Es ist auch Totaldetektivarbeit, das muss auch gefallen werden.

00:52:00: Das gefällt nicht allen Journalisten.

00:52:02: Manchmal ist es wahnsinnig pingelig.

00:52:05: Dann ist es genau, stimmt das genau?

00:52:08: Das kann dann wahnsinniger anstrengend sein, auszufinden.

00:52:13: Was für mich schon auch immer total spannend war, sind dann nachher wirklich wenn es in die heisse Bereich geht.

00:52:21: Oder weil du probierst dich anzunöchern und irgendwann weisst du wie okay mit dieser Person muss ich reden weil ich fragen muss ist das dort wo das passiert war oder nicht?

00:52:32: Wenn das kannst du langsam so einengen und dann kommt der Moment wo du mit einer Person redest.

00:52:37: Das ist dann schon vom Spannungsgefühl natürlich wahnsinnig spannend!

00:52:40: um sich dann auch beleidigt, wie ich ein Umfeld schaffen kann, damit ich möglichst Vertrauen bekommen, von dieser Person zu meiner Frage klären.

00:52:49: Und das macht einen solchen Gespräch im Kopf schon so passelteilig zusammenzukommen oder?

00:52:55: Ja also ich finde das immer wahnsinnig spannend und das werde ich auch immer finden, wenn ich jetzt keine Respondentin finde und vielleicht der nächste Jahr weniger investigativ im klassischen Sinn mache.

00:53:06: Das wird sicher bleiben, dass ich das wahnsinnigen Spannend

00:53:09: finde.

00:53:09: Eine Quelle hat immer auch eigene Interessen.

00:53:12: Wie stellt man sich sicher, dass es nicht einfach jemandem auf eine Lime geht?

00:53:15: Fakten, Fakte, Fakten!

00:53:17: Das ist genau der Punkt.

00:53:18: Etwas kann noch lange sagen aber du musst irgendwie belegbar machen können.

00:53:23: Mit anderen Quellen mit Beweismitteln, Dokument und so weiter mit probieren abzugleichen was von dem kann sein, was nicht kritisch hinterfragen.

00:53:33: Und das ist eben der Unterschied zwischen dem Fakt und jemandem seiner Wahrheit.

00:53:37: Und das herauszufiltern, ist genau unser Job.

00:53:40: Wie schaffst du das Vertrauen herzustellen?

00:53:42: Wenn es jemand kommt und hat in meinen Unternehmens irgendetwas erlebt ... Ich will das gerne sagen, aber man hätte natürlich negative Konsequenzen.

00:53:51: Können wir gespickt werden?

00:53:52: alles?

00:53:52: Ja

00:53:52: sehr!

00:53:53: Das muss ich auch wirklich sagen.

00:53:54: In der Schweiz ist nicht immer super.

00:53:56: Vistellblower-Schutz ist nicht so gross oder?

00:53:59: Teilwissenkonsequenz können sehr gross sein für jemanden, die ein Licht bringt.

00:54:06: Wichtig ist natürlich die Vorstellung, dass schon noch viele Leute einen grossen Gerechtigkeitssinn haben.

00:54:14: Ich habe in diesen Jahren – ich mache das jetzt schon – über fünfzehn Jahre die Apfenschonalismus und viele Leute kennengelernt, die mich auf den ersten Blick nie gedacht hat, dass Menschen sind, die vielleicht ein interner Preis geben.

00:54:31: Und bin immer wieder überrascht worden!

00:54:37: Ich bin zwar Teil eines Systems, aber es stimmt hier irgendetwas.

00:54:41: Einen Teil finde ich auch nicht fair.

00:54:43: Das ist nicht okay.

00:54:46: Es gibt auch ganz unterschiedliche Leute.

00:54:49: Man stellt sich das sofort vor den Whistleblowern und der grosse Snowden, die mit all diesen Dokumenten kommen.

00:54:56: Aber das ist sehr selten so.

00:54:58: Es ist jemand, der sich nachher vielleicht auch belegen muss Stimmt.

00:55:05: Es ist vielleicht ein kleiner Teil, wo sie sagen, da stimmt wirklich etwas nicht

00:55:11: ganz.

00:55:11: Das haben die Schweißelblower-Gesetze in der Schweiz nicht so, dass es den vierten Gewaltmedien dient.

00:55:18: Was würdest du uns gerne hinweisen?

00:55:20: Punkt Mediengesetz oder sonst Gesetzmäßigkeiten oder Gesetzen in der Schweize?

00:55:25: Was muss sich ändern damit wir transparentere Informationen hätten?

00:55:29: Also ich denke einerseits Schwierigkeit ist sicher Thematik ... dass du die Konsequenzen befürchtest, wenn du etwas an die Öffentlichkeit bringst.

00:55:40: Das ist auch wieder schwierig zum Pauschen zu sagen, weil es natürlich dort schon Betriebe oder Institutionen gibt, in denen z.B.

00:55:47: viele Missstände anschauen, aber es gibt auch Sättungen, bei denen das nicht so ernsthaft angeschaut wird.

00:55:52: und was mich immer wieder amüsiert – oder eben dann auch ein bisschen beunruhigt -, sehr oft der erste Reflex, wenn etwas auskommt.

00:56:04: Ein Missstand ist herauszufinden, wer hat das Publikum gemacht?

00:56:07: Wer hat in der Nase rausgegeben?

00:56:09: Jetzt machen wir gerade auch noch eine Untersuchung zum genau den Punkt herauszufinde.

00:56:13: Also wer ist das Relevanteste von einem grossen Missstand?

00:56:16: Und dieser Reflex passiert mega oft und das müsste sich irgendwie auch ein bisschen in den Debatten ändern.

00:56:22: Es gibt manchmal ... Missstände, die ich finde, können wir jetzt schon einmal über den Missstand debattieren.

00:56:27: Anstatt gerade wer hat das vielleicht mit welchem Interesse der Öffentlichkeit bringen will?

00:56:31: Auch eine entspannende Frage kann man diskutieren aber ich finde es oft nicht.

00:56:35: die zentrale Frage des Themas.

00:56:38: und das andere ist natürlich das Gesetz wie zum Beispiel oder ein Gesetz, dass wir alle Bankdaten nicht publizieren dürfen.

00:56:45: Das ist in der Schweiz relativ einzigartig in dem Sinne, dass man sich da strafbar macht wenn man als Journalist auch darüber berichtet Und das gehört eigentlich

00:56:54: abgeschafft.

00:56:55: Wir dürfen nicht darüber berichten, dass man es abschafft, weil wir sonst die Konsequenzen zu befürchten haben.

00:57:01: Wenn du ansprichst, was sich gesetzmäßig in der Schweiz ändern müsste... Wie könnte es eine Änderung geben?

00:57:06: Also müssten Journalisten im Parlament weibeln, damit diese Motionen erreichen und sich etwas verändern würden?

00:57:12: Aber sie haben vielleicht gar nicht unbedingt Bock, dass mehr auskommt wie sie eigentlich findet.

00:57:16: oder bin ich noch mehr Abranger?

00:57:18: Ja sicher!

00:57:19: Absolut.

00:57:21: Ich denke, es gibt sicher auch Situationen, in denen die Politiker davon profitieren, dass nicht so viel Transparenz herum ist.

00:57:29: Also sagen wir irgendwie auch Finanzierungsfragen oder Interessensbindungen öffentlich machen oder nicht?

00:57:37: Das will natürlich nicht jeden.

00:57:39: Obwohl es auch Politik gibt, was sich für das einsetzt – natürlich!

00:57:42: Aber dafür sind sie auch verschiedene Kräfte und das sind mir auch eine Gesellschaft, die selber Meinung darf haben.

00:57:49: Wie kannst du das selbst ändern?

00:57:54: Da muss ich aber einsetzen.

00:57:55: Es gibt zum Beispiel Investigative.ch, ein Verein, der sich für bessere Bedingungen für die Recherchenjournalisten einsetzt, aber schlossendlich auch für Transparenz in der Schweiz.

00:58:07: Und da gibt es verschiedene Vereine, die sich einsetzen und das ist sicher eine sehr wichtige Arbeit.

00:58:12: bei allen eigenen Leben.

00:58:16: Ich habe mich darum austauscht mit ganz vielen Menschen aus der Psychologie, aus den Hirnforschung und mit Menschen, die keine Mufführen haben oder mit vielen geredet in der Politik.

00:58:27: Und alles, was ich herausgefunden habe, habe ich zusammenpackt mit ganz viele Stand-ups und Parodien.

00:58:32: Und daraus wurde mein neues Programm eine gute Entscheidung.

00:58:35: Ich bin unterwegs in der ganzen Schweiz.

00:58:37: Ich komme z.B.

00:58:38: auf Bären, zwar vom vierten bis am achten November.

00:58:41: dann bin ich im Zürich vom sechserzwanzigsten November bis am fünften Dezember und zum Beispiel auch in Luzern Am Wachzeiten und Nünzen der Dezember.

00:58:49: Alle anderen Tourdaten findest du auf michkallelsner.ch.

00:58:52: Vielleicht noch investigativ zum Schluss?

00:58:56: Ich kann heute erfahren, wirst du sehr gerne hinwähren?

00:58:59: Ja!

00:58:59: Ich weiss von dir aber auch, du hasst den Fenchel.

00:59:02: Ja, diesen Fencheln...

00:59:04: Es hat drei Sachen.

00:59:05: Warum ist der Fenchl so schlimm für dich?

00:59:07: Ich weisse im Fall gar nicht wirklich.

00:59:09: Ich glaube ich habe es einfach mal eingegreet als Kind dass ich nicht gerne Fenchle habe.

00:59:14: Ich glaub das ist der Hauptgrund.

00:59:16: Ich finde er sieht etwas doof aus.

00:59:18: Er schaut so raus, so lustig mit einem Büschel.

00:59:21: So ein Vegetable-Shaming?

00:59:22: Ja, sorry, stimmt!

00:59:26: Ich finde auch wenn er so gekocht ist dann kommt er so lehm davon und dann wird es noch besser wenn man Riebkäse drüber tut.

00:59:31: ja irgendwie dass ich mich nie angefreundet bin.

00:59:34: Ich muss aber zugeben das er tatsächlich roh als Salat habe ich jetzt auch schon ab und zu gegessen.

00:59:41: Aber ja, meine Familienmitglieder versuchen immer wieder heimlich mir Fänkel unterzuschmogeln.

00:59:46: Und ich glaube ab und zu, dass sie es schaffen und ich merke es einfach nicht.

00:59:50: Also es hat zumindest seit einer Kindheit wieder Recherche gegeben zum Ausgefinden, ob du vielleicht Fänke gleich gerne haben könntest?

00:59:56: Ja genau!

00:59:58: Wenn du jetzt so auf deinen neuen Lebensabschnitt schaust, UK-Korrespondentin, die Transition, gibt es etwas, was du mit noch zu retnern Wärschen im Leben

01:00:08: machen musst?

01:00:09: Ehrlich gesagt nein, weil ich wirklich ... dass ich zufrieden bin und nicht hadere.

01:00:17: Was nicht heisst, dass ich immer glücklich bin oder dass alles klappt?

01:00:20: Überhaupt nicht!

01:00:22: Aber ich habe feste Meinung, dass das etwas wie beim Sägelboot, wenn du unterwegs bist und etwas vielleicht nicht so lässig ist, zum Leben gehört, zum Lebensvollleben.

01:00:32: Und als Glück würde ich sagen, dass es viel als Chance war auch etwas zu lernen oder vielleicht ein Beste drauszumachen.

01:00:40: Denkst du, es gibt eine Frage in deiner journalistischen Karriere, die dich immer wieder probierst zu beantworten?

01:00:46: Warum?

01:00:48: Kommt man in der Comedy genau gleich.

01:00:49: Ich frage mich immer so... warum macht diese Person das?

01:00:52: Warum machen wir das?

01:00:53: Aber das

01:00:54: ist auch die Spannendste!

01:00:56: Weil oft ist es wahnsinnig interessant bei jemandem, dem etwas macht, was du überhaupt nicht würdest machen.

01:01:04: Aber umso spannender wird's dann,

01:01:05: oder?!

01:01:06: Wenn ich dann immer am Spanendsten denke, wow krass, die Person kann so leben.

01:01:10: Wie machst du das?

01:01:11: Ja.

01:01:11: Es

01:01:12: ist total schön, wenn man mit so einer Frage aus dem Leben gehen kann.

01:01:15: Fiona, danke, dass du dabei warst beim Politkuchen!

01:01:18: Danke dir!

01:01:19: Das war es von der Politkuche bei mir Michael Elfner und Fiona Andres, Investigativjournalistin und jetzt SRF-Korsponentin in Grossbritannien.

01:01:30: Ich finde heute wieder ganz viel dürfen erfahren.

01:01:32: was steckt eigentlich alles dahinter bis eine Recherche wirklich rauskommt?

01:01:37: wie viele Gedanken arbeiten ist hier, wo man abwägt und sich bewusst versucht zu machen, welche Verantwortung man hat gegenüber den Menschen, die man jetzt etwas publiziert, das sie nie haben wollen.

01:01:48: Und es ist mega wichtig, dass wir das haben bei uns in der Schweiz eine freie Mediaszene, die vielleicht noch ein bisschen freier könnte sein, wenn gewisse Gesetze nicht mehr werden können.

01:01:59: Wir könnten dafür sorgen, dass Bristleblowers mehr geschützt sind in der Schweizer Welt.

01:02:03: Wenn ihr noch mehr erfahren möchtet, was bei Journalismus dahinter steckt, empfehle ich gerne die Folge mit Karin Wenger.

01:02:09: Sie war lange in Südostasien und Südasie unterwegs als Korrespondentin bezählt auf das es wirklich darauf ankommt wenn man Korrespondentin ist und erzählt auch wie man in Afghanistan als Frau unterwegs sein kann und recherchieren.

01:02:22: Danke fürs Zulassen und bis bald!

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