16 Yves Bossart, Philosoph – Wie können wir uns verändern?

Shownotes

Wie können wir uns verändern? Ich habe mit Philosoph & Autor Yves Bossart darüber im POLITKUCHEN Podcast geredet. Und auch darüber: Wie integriert man die eigene Sterblichkeit in seinen Alltag? Wie würden wir leben, wenn wir keine Scham hätten? Was ist in der aktuellen Weltlage die Aufgabe der Philosophie? – Ich finde das Gespräch zeigt, wie leicht und unterhaltsam ein Philosophie sein kann. (Wir haben das Gespräch im November 2024 aufgezeichnet.)

Wie das Leben herauskommt, hängt von zwei Dingen ab: Von Glück und guten Entscheidungen. Glück haben wir, weil wir in der Schweiz leben dürfen. Doch wie kommen wir zu guten Entscheidungen? Ich habe ein paar überraschende und humorvolle Inputs in meiner neuen Live-Comedy-Show «GUTE ENTSCHEIDUNG!». Bern – 4.11. - 8.11.26 Zürich – 25.11 - 5.12.26 Luzern – 18.12.-19.12.26 Weitere Daten, mehr Infos & Tickets findest du hier: michaelelsener.ch

Nächste Live-Shows vom POLITKUCHEN: Michael Elsener talkt mit Kunz, Musiker Donnerstag, 25. März 2027, Theater Duo Fischbach, Küssnacht am Rigi

Tickets findest du hier: michaelelsener.ch

«POLITKUCHEN»: Alle zwei Wochen, immer freitagmorgens. Der Podcast ist werbefrei. Möchtest du dafür sorgen, dass es den «POLITKUCHEN» weiterhin gibt? Gerne unterstützen via TWINT auf 078 227 55 22. Als Dank gibt’s das Kuchenrezept zum Nachbacken. Bitte in die Message schreiben für welchen Kuchen du dich interessierst.

Host: Michael Elsener www.michaelelsener.ch/politkuchen Mehr Infos zum POLITKUCHEN & Live-Shows: www.michaelelsener.ch/politkuchen

Gast Folge 15: Ignazio Cassis, Bundesrat – Was ist speziell an Emmanuel Macron?

Übrigens: Die Live-Show mit SP-Nationalrätin Jacqueline Badran gibt es auch als Video auf Youtube: https://youtu.be/Jk35FHdixqI

Auch die Live-Show mit Bundesrat Albert Rösti gibt es als Video auf Youtube: https://youtu.be/C6HB9AXufr8

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POLITKUCHEN Politik ist oft trocken, kompliziert – oder schlicht ungeniessbar. Kein Wunder also, dass in der Schweiz nur 45% abstimmen. Die anderen 55 %? Die überlassen Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, lieber einer Minderheit. Michael Elsener – Comedian und Politikwissenschafter – will politische Teilhabe wieder schmackhaft machen. In seinem Podcast «POLITKUCHEN» serviert er politische und gesellschaftliche Themen so, dass wir sie endlich verstehen, gerne hören – und sogar Appetit auf mehr bekommen. Mit Humor, Neugier und einer Prise Puderzucker sorgt Michael für mehr Durchblick. Alle zwei Wochen lädt er Menschen ein, die in der Schweiz und der Welt mitmischen. Bei einem Stück selbst gebackenem Kuchen spricht er mit ihnen über Themen, die uns alle betreffen. Und wenn’s spannend wird, hakt er nach, bohrt tiefer, stellt überraschende Fragen – und will wissen: Was treibt diese Köpfe eigentlich an? Und wie sind sie so geworden, wie sie sind?

Transkript anzeigen

00:00:02: Die meisten von unseren Überzeugungen mussten wir noch nie begründen, weil man selten mit Andersdenkenden redet.

00:00:09: In so einer Situation der Welt lag.

00:00:11: was wäre der Auftrag für den Philosoph eignen?

00:00:13: Das

00:00:14: ist eine super Frage und philosophierische Kunstfragen stellen.

00:00:20: Das ist auch in Zeiten von KI und so wichtig.

00:00:23: Sie können viel antworten aber oft ist schon die schwierige und kreative Arbeit ein Frag zu finden, das sie noch nie überstellt hat.

00:00:30: Es entsteht manchmal eine Stimme, in der ich etwas Kleines handle und merke, dass ich etwas bewegen kann.

00:00:37: Und plötzlich mache ich es grösser und gräser und grüsser – und mir geht's besser!

00:00:42: Das ist der Politkuchen mit mir, Michael Elsner, Satiriker und Politik-Küssenschafter und dem Philosoph und Autor Emif Bossert.

00:00:51: Mein heutiger Gast ist einer dieser bekanntesten Philosophen von der Schweiz, den Emif bossert.

00:00:56: Was weiss man über ihn?

00:00:57: Er hat bis im Juni, die Sternstund Philosophie moderiert.

00:01:01: Er schrieb Bücher, zum Beispiel Eis über Humor und sein Lieblingsessen ist Spaghetti mit Tomatensauce.

00:01:08: Ich will von ihm wissen, welche philosophische Frage ihn gerade am meisten beschäftigt.

00:01:13: Ich finde es immer sehr inspirierend, mit ihm Zeit zu verbringen.

00:01:16: Er ist ein Freund von mir und heute reden wir das erste Mal zusammen, wenn uns auch noch ganz viele andere dabei zulassen.

00:01:22: Viel Vergnügen beim Politkuchen bei dem Eifbossert!

00:01:31: So, hau ich.

00:01:34: Grüezi madant!

00:01:36: Du bist natürlich Profi im Interview.

00:01:39: Ich komme gerade über den Führersagen so.

00:01:41: Und heute auf der anderen Seite, wie fühlt es sich für dich an?

00:01:45: Bist du entspannter oder eher ...

00:01:46: Das zeigst du jetzt noch.

00:01:49: Jetzt wird kein Schawinski-Interview.

00:01:51: Das

00:01:51: ist gut.

00:01:52: Nein, ich bin eigentlich entspannt und kann die Rolle auch gerne.

00:01:53: Wir können

00:01:54: einen ganz entspannten Anfang haben.

00:01:56: Vielleicht einfach heute Morgen.

00:01:58: Heute Morgen, wo du aufgewacht bist... Dein erster Gedanke.

00:02:02: Ich bin sehr früh aufgestanden, anders als schüßt und habe mich am Viertel von acht in der Stadt zu sein.

00:02:10: Ohne Zmorgens, ohne Kaffee.

00:02:12: Bin eine Klinik für Longevity.

00:02:15: Das ist so Langlebigkeit und möglichst lang gesund bleiben.

00:02:17: Ich mache mit um einen Dok-Filmprojekt.

00:02:20: Du bist auch einer dieser im Silicon Valley, die ich möchte einfach unsterdlich sein.

00:02:25: Also würde ich natürlich schätzen.

00:02:27: Ja, passt auch zu mir!

00:02:30: Nein, und ich habe im Rahmen des Dockfilms die Mona Fetsch gemacht.

00:02:34: Es spielt sozusagen der zweite Part.

00:02:36: Und wir möchten beide in so einer Reise und lassen die Isla testen.

00:02:39: Ich habe heute einen Bluttest gemacht.

00:02:41: Jetzt hier unten habe ich Sensoren, bei denen der Stress misset.

00:02:46: Hier unten ist ein Ding, wo der Blutzucker misst.

00:02:49: Ich bin wirklich... und danach habe ich am... also

00:02:52: es ist nichts mehr geheim, was du jetzt machst?

00:02:54: Die kommen alles mit über.

00:02:55: Genau,

00:02:56: richtig!

00:02:56: Das zeichnet ihr alles auf?

00:02:58: Also die Apps, ich kann das noch zeigen.

00:03:00: Wir können schauen wie der Stresspässe war bei minuten vier.

00:03:03: Können wir alles anschauen und werdet ihr geschickt?

00:03:06: Es wird sogar ein DNA-Analyser gemacht.

00:03:08: also es ist sehr bewegenden Moment und auch so eine schwierige Entscheidung zu sein.

00:03:14: was erfahrt man alles und so.

00:03:16: Man kann wirklich Risiken entdecken für gewissliche chronische Krankheiten wo man im Alter Vielleicht hat es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit.

00:03:24: Dann wird auch der Ernährung angeschaut, die Intoleranzen und so.

00:03:28: Ein Monat kommt auswärtig über.

00:03:30: Da gibt's eine Maßnahme, dann kann man sagen, dass sie nicht mehr essen.

00:03:34: Dass sie noch essen durchschauen, etwas besser schlopfen weniger ...

00:03:39: Krass!

00:03:39: Ich stelle mir das vor, wenn jemand aus der Klinik sagt, er würde gescheitert sein als nicht

00:03:44: mehr zu essen oder

00:03:45: beruht auf all den Fakten?

00:03:47: Wie gross ist die Versuchung, in den Gleichzägen hinzukommen?

00:03:50: Gross.

00:03:52: Ich bin auch jeder Typ, der Verlockungen gerne nachgeht und ich bin behauptend jemandem, der so rational das Leben geht, dass man jetzt vielleicht etwas paradoxer als philosophisch sehr intuitiver Mensch und aus dem Moment raus ist.

00:04:03: Und ich werde es sicher nicht stuhrdürrenhalten.

00:04:04: Ich werde es dann gerade sagen, ich muss mir was vornahmen, was realistisch ist, was ich machen kann oder alles andere bringt es nicht.

00:04:11: Zudem haben wir eine Familie oder zwei kleine Kinder, ich habe nicht für mich etwas kochen und für Kinder ein Spaghetti.

00:04:16: Das stimmt aber sehr gerne.

00:04:19: Aber Kinder sollten auch hier ansetzen, um möglichst langes Leben

00:04:22: zu erleben?

00:04:23: Richtig!

00:04:23: Aber sie sollten eigentlich auch so eine Analyse machen, weil vielleicht reagieren sie auf andere Sachen.

00:04:28: Vielleicht haben Sie die Unglaubigkeit mit Spaghetti Tomaten aus.

00:04:31: Richtigir wäre es eigentlich schädlich.

00:04:33: Ja

00:04:33: das kann sein.

00:04:34: Es ist sehr introvertragisch.

00:04:37: Die Idee ist nicht... Man denkt ja oft, wenn jetzt irgendwie zweihundert Jahre alt werden, wo ich bin.

00:04:44: Ich glaube die Grundidee ist ... Die gesunde Lebensspanne kann verlängern und am Ende des Lebens möglichst kurz krank ist, bevor man sterbt.

00:04:54: Also das sozusagen das gesunde, das fitte Leben kannst du verlängeren von diesem Träumtier und darum machen alle das Zeug, oder?

00:05:01: Also super effizienz leben auch krank sind ja wirklich nur noch am Schluss... Fick bis

00:05:04: zum Tod!

00:05:05: Ja, das ist echt die Idee.

00:05:06: Aber es ist schon so, aber es ist noch

00:05:07: geil, möglichst gesund sterben.

00:05:09: Ja, dass wir es nicht schaffen.

00:05:11: Das ist schwierig.

00:05:13: Du sagst,

00:05:13: warum bin ich jetzt gestorben?

00:05:17: Genau.

00:05:18: Die Idee ist für dich ... Wenn du zehn Jahre alt bist und abhängig von anderen bist, hast du Schmerzen

00:05:24: usw.,

00:05:25: die meisten Gesundheitskosten, etwa neunzehnt, entstehen in den letzten fünf bis zehn Lebensjahren.

00:05:32: Das ist extrem teuer, extrem anstrengend auch für die Leute.

00:05:36: Ich finde es zum Teil ... nachvollziehbar, was sie sagen.

00:05:40: Klar ist immer das amerikanische Optimierungsding dahinter und alle happy sind fit bis zum Tod, was ich hässlich als Gedanken finde.

00:05:48: Aber es gibt die ganze Bandbreite.

00:05:51: Es gibt die Spinner, die sagen, mein Ziel ist nicht sterben.

00:05:55: Ich versuche durch Bio-Hacking mit Körperhacken und Zellen zu tun, dass sich der nicht altert.

00:06:02: Bemüßig ist das schon ausprobiert worden?

00:06:03: Es wurde eine Sättige-Experiment gemacht, die gezeigt haben.

00:06:06: Die sind viel langer als jungen Fitt und so.

00:06:10: Das ist froh, wie es bei uns ist.

00:06:11: Naja... Auf jeden Fall bin ich recht müde, weil wir noch einen Test machen müssen und zwanzig Minuten aufs Velo und voll bis an Grenzen gehen können.

00:06:18: Dann kommen wir jetzt langsam eigentlich zum Schluss.

00:06:19: Jetzt

00:06:19: kommen wir zur

00:06:20: Klasse.

00:06:22: Kurzer Rap-Up!

00:06:23: Aber vielleicht einfach rein, wenn du dich jetzt...

00:06:26: Warum habe ich auch Toren schon angelegt?

00:06:27: Ist

00:06:27: das

00:06:28: schönste, wenn ich mich besser

00:06:29: angelernt

00:06:30: habe?!

00:06:30: Aber

00:06:31: wenn du schon mit dem Thema angefangen hast, Langlebigkeit.

00:06:33: Vielleicht kurz der philosophische Gedanke dazu.

00:06:37: Du bist wahrscheinlich auch hier, auch wenn du dich jetzt damit beschäftigt, dass durchschnittliche Lebenserwartungen für dich ca.

00:06:44: ist.

00:06:44: Und wenn du alle Massnahmen ergreifst?

00:06:47: Keine Ahnung, vielleicht wirst du zu viel von neunzig sein.

00:06:50: Was heisst das Grundsatz für dein Leben?

00:06:53: Je länger es geht, desto langweiliger wird es.

00:06:59: zwei, drei Berufskarriere machen.

00:07:01: Sonst finde ich es immer das Gleiche.

00:07:03: Das ist wahrscheinlich auch für die Gesellschaft eine Herausforderung.

00:07:06: Wir müssen mal zweihundert Jahre zurück.

00:07:08: Da sind noch vierzehn geworden.

00:07:10: Jetzt wären wir achtzig.

00:07:11: Wir sind doppelt so alt wie früher.

00:07:13: Die Lebensspanien haben uns schon verdoppelt und es ist sehr wahrscheinlich, dass wir in fünfzehn Jahren viel älter werden.

00:07:20: Und da wundest du dich eigentlich, dass man sich scheiden lässt?

00:07:23: Dabei ist es einfach ... Schau mal, wenn du jetzt doppelt zu lange hast oder... Voilà!

00:07:26: Dann

00:07:27: mögen die Vier eher ein Loch erinnern.

00:07:29: Das Problem mit der AHA-Fahrstelle stellt sich noch einmal anders natürlich.

00:07:32: Es gibt viele Folgeprobleme und ich finde schon, wir müssen uns grundsätzlich philosophisch vielmehr auseinander setzen und auch mit unserer Sterblichkeit, Verletzlichkeit, weil diese Idee, dass ich irgendwie fit bin bis zum Tod.

00:07:48: Und wenn möglich noch eine Tote könnte abschaffen das ist etwas sehr unmenschliches Und ich glaube, im Leben geht es darum auch die krankende Tatsache, dass wir alle sterblich sind.

00:08:00: Sich mit dieser irgendwie anrunden können und sagen das ist gut für mich so.

00:08:05: Das ist wahrscheinlich auch der Sinn des Lebens und überhaupt leben.

00:08:09: leeren heisst was sich sterben.

00:08:10: leeren heißt immer wieder die Perspektive sich vor Augen führen und im Licht von dieser Tatsachmementumorie bedenke ich, dass du sterbe ich, im Licht meiner Tatsachen mein Leben führen und Entscheidungen treffen die sich richtig und wichtig anfühlen.

00:08:24: Hast du auf bestimmte Orten Tod, wie in deinem Leben integriert?

00:08:29: Ja ich glaube schon durch verschiedene Sachen, was passiert sind aber auch durch den philosophischen Text.

00:08:34: Also ich finde rein schon Überlegungen.

00:08:37: Es gibt jetzt das berühmte Gedankenexperiment, dass du auf dem Sterbebett bist und zurückdenkst und dir überleitest, was bereust du, was hätte ich anders machen sollen.

00:08:47: Ist es mein Leben gewesen?

00:08:48: habe ich zu fest Erwartungen von anderen bedient?

00:08:52: Ich war nur mich selber, habe meine Gefühle gelebt und so weiter.

00:08:56: Ich habe genug gearbeitet, zu viel gearbeitet ... Zu wenig gearbeitet.

00:08:59: Es gibt

00:08:59: sehr viele, dass man auf dem Sterben wird.

00:09:00: Ich hatte viel mehr gearbeitet!

00:09:04: Einfach nicht richtig

00:09:04: dazu.

00:09:06: Also all diese Überlegungen...

00:09:09: Also ich habe ein kleines Ritual bei mir und habe gemerkt, was ich ergeben hätte, jeder Morgen, wenn ich mich nass rasieren würde, hat es eine Säge gegeben.

00:09:18: Ich rasiere mich jetzt und habe gesagt, okay, jetzt ist einer weniger.

00:09:21: wo ich mich noch durchrasieren muss.

00:09:23: Und das ist der Moment am Morgen, in dem wir mir so den

00:09:25: Tod ... Wärmer zu komplex sagen, danke.

00:09:29: Ja, aber ja... Immer eine schwinniger.

00:09:31: Aber du ... Ja?

00:09:33: Also, irgendwann hat mein Grossvater mir gesagt, wenn du es schaffst, den Tod irgendwo in deinen Alltag integrieren, dann nimmt er ein bisschen Angst vor dem Tod.

00:09:43: Aber auf einen guten Jahr, oder?

00:09:44: Es ist nicht bedrückend, sondern eher auch erleichtern und ... Eben

00:09:47: muss man keine Schwinnigen rasieren!

00:09:48: Super!

00:09:48: Das ist schon so.

00:09:53: Aber es tut einem so ein bisschen, die Kompass wieder aufzuzeigen.

00:09:57: So lebe ich.

00:09:58: Die Relationen.

00:09:58: Wir verlieren uns oft.

00:10:00: Irgendwelche E-Mails und unwichtige Sachen nehmen wir uns selbst zu wichtig.

00:10:05: Und dann finde ich doch ... Etwas wie Weisheit besteht darin, schon angemessen zu leben?

00:10:11: Ich finde gewisse Leute und ich selber leben manchmal nicht angemesset.

00:10:15: Wenn man sich rauszumt und sich vor so einer Ahnung denkt, hey, komm an!

00:10:19: Um das kann's nicht gehen... Das ist etwas wie Lebenskunst.

00:10:24: Und das sind einfach Überlegungen, die wir alle machen können und manchmal auch zu wungen sind, wenn wir so Grenzsituationen erleben, dass selber krank werden oder unsere Liebsten krankwerden.

00:10:35: Du schaffst, als ob jetzt niemand krank wird, so aussitzt zu zuhumen?

00:10:41: Also es ist um in den Job die Texts zu lesen und mit Leuten zu reden und das immer wieder zu sagen – das hilft!

00:10:47: Also es bleibt präsent die Perspektive, das ist wirklich therapeutisch auch

00:10:51: wertvoll.

00:10:52: Aber es gibt ja viele Leute, die gut sind und darüber reden uns dann halt gleich nie machen?

00:10:55: Genau!

00:10:56: Ja... Ich weiss es nicht, es ist Erfahrung.

00:10:59: Es ist manchmal also ein bisschen verhaltenstherapeutisch mich selber austricksen.

00:11:03: ich habe zum Beispiel ein Passwort, das verräute jetzt nicht aber es gibt mir das Passwort zehnmal jeden Tag mindestens Und das ist immer, ich habe z.B.

00:11:10: ein Password, der im Begriff ist um mich etwas erinnert was für mich wichtig ist Für meine Gesundheit wichtig ist für meine Halde zum Leben wichtig

00:11:18: ist.

00:11:18: Ich weiss es.

00:11:24: Genau, und das sind so Tricks.

00:11:27: Wie beim Rasieren?

00:11:28: Also Sachen im Alltag bauen, Gedanken stützen.

00:11:32: Viele sagen ab und zu ... Es war gerade noch philosophisch, was er oder die andere Person gesagt hat.

00:11:38: Manchmal gibt's Leute, die sagen, in der Beine haben wir am Abend noch etwas philosophiert.

00:11:43: Wenn ich heute schon den Profi hier habe, kannst du mir sagen, ab wann ist es für dich philosophierend?

00:11:51: Das ist eine super Frage.

00:11:55: Also philosophisch wird es, wenn sie das Grundlegende geht, das Fundamentale, was allem zu Grund liegt und das erreicht man dann nicht immer weiter, fragt die, warum oder was meinst du überhaupt mit dem?

00:12:10: Wenn du das sagst, das ist eine sehr philosophische Frage.

00:12:12: Was meinen wir mit Gerechtigkeit?

00:12:14: Was meinen Sie mit Freiheit?

00:12:16: Was meine ich mir mit Glück?

00:12:18: Zuerst mal klären über was reden wir eigentlich!

00:12:21: Und die zweite Frage ist, woher weisst das?

00:12:24: Das sind die zwei philosophischen Fragen.

00:12:27: Begriffklären und Gründe versuchen zu geben.

00:12:31: Die meisten von unseren Überzeugungen mussten wir noch nie begründen, weil man selten mit Andersdenkenden redet oder mit Kindern.

00:12:39: Ich habe zwei Kinder heim.

00:12:41: Natürlich muss ich immer noch ein Alter fragen.

00:12:45: Dann kommst du in den Moment rein, wo du sagst, das weiss ich nicht.

00:12:48: Man weiss das nicht, was nach dem Tod ist.

00:12:51: Und letztlich ... die Philosophie, glaube ich Kunst wieder Kind zu werden.

00:12:57: Wieder können stunden bei den einfachsten Sachen über so etwas wie Bewusstsein, was wir hier unter unserem Säugetier-Schädel kehren.

00:13:06: Was da entsteht für ein Welt, wie Sprache funktioniert.

00:13:09: Alles das wir von selbstverständlich nehmen, wieder können stunden.

00:13:12: Aber gleichzeitig ... In dem wieder Kinder werden auch erwachsen, im Sinne von selbstständig eigenständigen Rational-Denken.

00:13:20: Nicht alles noch ein Blabber, was irgendwelche Politiker sagen oder meine Eltern gesagt haben.

00:13:24: Oder irgendwelchen Lehrerinnen und Lehrern das kritische eigenständige Denken.

00:13:30: Ich finde es gerade wunderschön erklärt.

00:13:32: Ich find eigentlich eine grosse Stärke vor dir.

00:13:35: Und glaube auch deinen Hauptattrieb, wenn ich mich zumindest erinnere, wie du mal gesagt hast, dass du willst gerne philosophische Fragen einfach ... Verständlich, lebensnöch, unterhaltend überzubringen.

00:13:46: Du machst das auf unglaublich verschiedenen Bühnen.

00:13:48: Zum Beispiel in Luzern hat er noch ein Format Stand-up Philosophie.

00:13:52: Dann weiss ich von dir ... Du hast auch schon mal zu einem Philosopierobig eingeladen?

00:13:58: Das Bier ist da heute gar nicht gesehen!

00:13:59: Mit Bier genau philosophiert sich es besser.

00:14:02: Ich weiss ja nicht, es fühlt sich besser an, aber ...

00:14:05: Ich fand ... Du musst das Bier organisieren und habe mich zurückgerinnert an ... Die Zeit, in der du angefangen hast.

00:14:11: bei Sternstunde Philosophie als Redakteur noch, hattest du so einen Rubrik.

00:14:15: Und du hast an mich so Titel formuliert für gewisse Formate dort.

00:14:21: Ich habe gemeint, dass sie so war, aber im Zwei-Tausig und siebzeit war.

00:14:23: Das weisst

00:14:24: du besser.

00:14:24: Du

00:14:24: wirst von einfach keinem Autor ein Bossort.

00:14:27: Und ich fand die Frage, was du dir gestellt hast ... Jetzt ist es mit ein paar Jahren Abstand.

00:14:30: Du hättest sie glaube nie beantworten müssen.

00:14:34: Wie sie vor anderen Stellen schon gefunden hat.

00:14:35: Lass uns doch mal machen!

00:14:36: Du beantwortest die Fragen?

00:14:38: Kurz und prägnant.

00:14:39: Und wenn du nicht weiter weisst, ist hier ein Bier.

00:14:42: Tschüss!

00:14:46: Philosophieren schon Kunstfragen stellen?

00:14:48: Das ist

00:14:48: glaube ich auch so in Zeiten von KI und so wichtig.

00:14:51: Sie können viel antworten geben aber oft ist es schon die schwierige und die kreative Arbeit einen Frag zu finden, der so noch nie jemand

00:14:58: gestellt hat.

00:14:59: Also wie eine neue Perspektive reinnehmen?

00:15:02: Alle haben die Welt immer gesehen, wie ein Kippbild wie eine junge Frau.

00:15:05: Aber gleichzeitig war es auch eine alte Frau.

00:15:07: Und wenn man einen Twist findet und plötzlich sieht ... Keine Ahnung!

00:15:13: All diese großen Einsteinen oder der Freude oder den Kant

00:15:18: usw.,

00:15:19: alle alten wissen Männern.

00:15:23: Ja, all die Leute, die irgendwie das geschafft haben, einen Horizont zu eröffnen waren.

00:15:29: Es kommen neue Themen bei WKI-Neufragungsstellungen.

00:15:32: Aber das, was ich vorhin angesprochen habe, gibt es in der Philosophie noch eine grosse zentrale Frage, die du findest oder wo man so finde im Philosophizirkulier.

00:15:42: Da hätte es wirklich niemand dorthin gedacht.

00:15:45: Ja, das gibt's immer wieder wie sich die Welt einfach verändern.

00:15:47: Das Stichwort Kai ist so etwas, aber auch Medizinethik, Longevity und all diese Sachen sind ... Keine Ahnung, von hundert oder fünfzig Jahren war noch nicht möglich, noch nicht hier.

00:15:58: Und mit dieser Machbarkeit und Möglichkeit stellt sich natürlich auch moralische oder ethische Fragen.

00:16:03: Soll man?

00:16:03: Also was ist überhaupt richtig

00:16:05: usw.?

00:16:06: Also ich glaube diese Fragen gehen uns in dem Sinn nicht aus wie es sich die Welt verändert.

00:16:11: aber es gibt natürlich so die Menschheitsfragen.

00:16:14: Oder was ist der Sinn des Lebens?

00:16:15: Gibt's das Leben nach?

00:16:16: ein Dover bin ich überhaupt nicht?

00:16:17: Die werden wir einfach... Das sind die ewigen Fragen.

00:16:19: ja

00:16:21: also erste Frage Nicht

00:16:24: an mich!

00:16:27: Sollen wir an Gott glauben?

00:16:31: Sollen wie, das ist ein Feisenwort.

00:16:33: Hast

00:16:34: du formuliert und wurde geschickt?

00:16:37: Hast du eine Antwort?

00:16:40: Willst du trinken?

00:16:43: Selmer... Ich kann sagen, wenn ich Menschen beobachte, die stark geläubig sind, finde ich schon, es hilft ihnen ja im Leben in vielen Momenten.

00:16:56: Trost zu finden was mir hilft.

00:16:58: Und darum kann man sagen, es könnte einem alles machen.

00:17:02: Wie weit gehe ich?

00:17:04: Gehe ich zu Gott sogar?

00:17:06: Bei den Überzeugungen macht das ja nicht so.

00:17:08: Es würde mir besser gehen, wenn ich daran glaube, dass Donald Trump nicht gewählt wurde.

00:17:12: Aber es wäre nicht gut, in der Welt zu laufen.

00:17:15: Das wäre eine Verschwörungstheoretik, oder?

00:17:19: Was wird Ihnen antworten?

00:17:22: Ich finde letztlich sind dieses Bereich ... wo wir uns wirklich offen und ungewiss vorstoßen.

00:17:29: Es gibt keine richtigen, falschen Antworten.

00:17:32: Aber es

00:17:34: gibt ... Mega schön gesagt!

00:17:34: Zum alle Gläubigen sicher im Bodenparte.

00:17:36: Voilà...

00:17:38: Aber es ist natürlich so etwas wie ein Prinzip der Sparsamkeit im Denken.

00:17:44: Ich kann nicht einfach irgendwelche Anahme treffen, dass da noch zwei durchsichtige Elefanten auf der Bühne herumschweben.

00:17:51: Das kann niemand wieder lecken?

00:17:54: Oder einer, der immer dort ist.

00:17:56: Aber nur dann, wenn wir ihn nicht anschauen.

00:17:57: Sobald er schaut, ist er weg!

00:17:58: Das kannst du nicht wieder lecken oder?

00:18:00: Sehr schwierig... Aber macht es Sinn, sollte man auch so Sachen glauben.

00:18:04: Die finde ich wie nie.

00:18:05: Also macht keine Annahme, die nicht wirklich gebraucht sind.

00:18:08: Jetzt bei Gott ist praktisch keine wissenschaftliche Kategorie oder da müsste man genau ansehen was verstaubt man unter Gott?

00:18:15: Was für ein Gottesvorstellung Gottesbegriff hast Du?

00:18:19: Und letztlich finde ich auch super pragmatische Argumente, wie das hilft mir.

00:18:23: Es gibt mir Halt und Hoffnung usw.

00:18:25: Das ist in Sachen Lebenskunst okay wenn man das macht aber es spricht nicht von einer Überzeugung, wenn sie mir hilft.

00:18:38: Ich weiss, dass es Gott gibt.

00:18:40: Es ist eine Art von Glauben und Vertrauen in einem Urvertrauen.

00:18:47: Sie hat etwas Irrationales auch.

00:18:49: Dann finde ich, das ist völlig okay.

00:18:53: Klar ist das okay.

00:18:55: Jede der uns hat viele Überzeugungen, die wir nicht rechtfertigen können gegen uns selbst oder gegen andere.

00:19:01: Ich glaube nicht, ich bin jetzt ... religiös sozialisiert wurde.

00:19:06: Ich hatte keinen Moment, in dem ich eine solche Aufverbarung hatte.

00:19:09: Immer wenn du ihr richtig Gott schaust, ist er schon weg?

00:19:13: Genau bei mir ist es so.

00:19:15: Und ich habe natürlich auch Gründe dagegen, dass sich Beweislast auf die Seite von denen, die glauben, wenn sie wirklich ab und missionieren und mich überzeugen wollen, dann sage ich dann ja gut das gibt so viele Ehländer, Kriege, Katastrophe, Krankheiten.

00:19:29: wie kann ein guter Gottes zuholen?

00:19:32: Ich finde schon, es gibt viele schwierige Sachen auch, die man sich dann einhandelt.

00:19:36: Gott

00:19:36: glauben und Religion zusammen mit Philosophie?

00:19:40: Ja!

00:19:40: Die ganzen mittelalterliche Philosophien waren blitzgeschiede Menschen.

00:19:44: Die haben die allermeisten Gott glaubt.

00:19:48: Es gibt jetzt noch philosophische Philosophen.

00:19:53: Zweite Frage.

00:19:55: Momentan können nur noch forty-fünf Prozent uns gut abstimmen.

00:19:59: Ich schätze es sehr, dass ich in einer direkten Demokratie leben und finde.

00:20:03: Das könnte eigentlich wieder ein paar Leute mehr werden, die gut abstimmen gehen.

00:20:06: Darum mache ich den Podcast Politkuchen und redet mit Leuten, die mich spannend finden über gesellschaftliche und politisch relevante Themen.

00:20:13: Du kannst dazu beitragen, dass es der Politkuchepodcast weiterhin gibt z.B.

00:20:17: mit einem Beitrag via TWINNED auf Null-Achde-Siebutzg, Zwei-Siebenenzwanzig, Füfe-Fünfzig, Zwojenzwenzig.

00:20:23: Danke vielmals!

00:20:24: Zweite Frage?

00:20:25: Ja Was wäre, wenn wir kein Scham-Gefühl hätten?

00:20:34: Würdest du jetzt einfach runterlehren oder?

00:20:37: Nächste Frage.

00:20:38: Nein!

00:20:40: Ja, Scham ist etwas Schönes... Also wie würden wir leben?

00:20:45: und man kann sich bei den Tieren immer ein wenig umschauen.

00:20:48: Viele Tiere, die Allermeister-Tiere kennen das nicht.

00:20:51: Scham.

00:20:53: Zumindest nicht so, wie mir das für uns definiert.

00:21:00: Ja, wir würden anders auf der Bühne hocken.

00:21:02: Aber es ist so tief drin!

00:21:11: Es ist so tiefer Knöpfe mit unserer Kulturgeschichte, mit der Religion und dem Christentum.

00:21:23: Und vielleicht auch ein moralisches

00:21:26: Gefühl?

00:21:27: Zum Teil bei den Mann im Atelier oder Hemmungen.

00:21:29: Wenn man keine Hemmung hat, würde man alles machen, was nicht gut ist und so.

00:21:35: Und das schützt natürlich auch die Intimität, Privatsphäre.

00:21:40: Es ist wie ein Schutzvorrichtung, wenn wir uns nur öffnen mit Menschen, die wir wirklich vertrauen.

00:21:47: Wir sind sehr verletzbar dann auch, wenn unser innerstöpster Psychisch oder auch physisch rauskirrt ... Aber letztlich ist vieles sozial kodiert.

00:21:56: Dass wir hier sitzen und dass es nicht okay ist, oben oder unten in der Badei zu sein hat sehr viel mit Konventionen zu tun.

00:22:06: Ich glaube, wir können das auch anders

00:22:07: machen.

00:22:08: Dritte und letzte Frage, die IVE sich selbst stellt.

00:22:13: Was wäre, wenn wir gedankend lesen könnten?

00:22:19: Das weiss ich nicht, aber das habe ich nie nachgetenkt.

00:22:23: Aber es gibt also die Aproposilienwählung, neue Linken und Ideen... die daran geforscht wird, dass man nicht mehr fragen muss, was sie wollen.

00:22:34: Man kann direkt Wünsche und Bedürfnisse ablesen von ihren Gehirnenzuständen.

00:22:40: Ich fände es beängstigend.

00:22:42: Es wäre eine krasse beklemmende Situation nicht.

00:22:46: Das ist doch eine Art der Gedankefreiheit.

00:22:49: Dass ich jetzt über dich denke, was ich will?

00:22:50: Dann findest du das einfach nicht raus!

00:22:53: Ich finde, es hat ein sehr tolles Gesicht gesehen.

00:22:56: Ich weiss nicht, was du jetzt denkst.

00:23:00: Jetzt kannst du gerade alles denken.

00:23:02: Das ist echt sehr lustig.

00:23:04: Wie geil!

00:23:05: Es fühlt sich eigentlich super an.

00:23:06: Ist auch für mich befreundet.

00:23:07: Jetzt musst du aufpassen.

00:23:12: Danke fürs Beantworten von deinen Fragen.

00:23:15: Was ich mich sehr wundern würde, weil es ist die philosophische Frage, die ich am meisten beschäftige in deinem Leben.

00:23:26: Ja, ich glaube schon so in der Weltzustand und an die Kriege.

00:23:31: Und Hass und Hass und Angst.

00:23:37: Also ich glaube auch die Spirale, wo man dinnen ist, also wenn wir jetzt nach Ost- oder Ukraine oder auf den Rechtspopulismus ... Also diese Gefühle, die eine gewisse Politik treiben, die interessieren mich Nicht nur die Argumente, sondern wie man diese Gefühle, also die Politik machen mit Gefühlen und Stimmungen verändern.

00:23:58: Und auch uns selber ein bisschen aus dem Loch herausziehen.

00:24:00: Wenn wir ja viel Medie-Liste oder bei der Mediaschaft, dann ist es wirklich zum Teil irgendwie das Gefühl, dass wir jetzt kurz vor dem Weltuntergang sind.

00:24:08: Die Klimageschicht

00:24:09: usw.,

00:24:09: das ist wirklich ... Ich weiss nicht aus dieser Negativspirale wieder rauszukommen.

00:24:18: Das ist für Friedenspolitik sehr wichtig Das Verzeihen, das Vergehen und so.

00:24:24: Und all diese Sachen aus dieser Gewaltspirale wieder herauszukommen.

00:24:28: Das beschäftigt mich im Moment.

00:24:30: Was wäre in so einer Situation der Welt lag?

00:24:33: Was wäre den Auftrag von der Philosophin in dieser Situation?

00:24:39: Also ich glaube es auch in Zusammenhängen aufzuzeigen.

00:24:43: Das ist etwas, was in dieser heutigen Zeit sehr spezialisiert ist.

00:24:47: oder es gibt irgendwie Neurowissenschaftler und es gibt Soziologinnen usw.. Philosophie kann es vielleicht versuchen, ein bisschen dilettant ist zwar aber das Gesamtbild zu zeichnen.

00:25:01: Das ist etwas wichtig und das ist glaube ich unsere Aufgabe und dann sicher auch so eine Art von Orientierung gegeben ohne Antworten zu geben.

00:25:07: Also...

00:25:09: Ja,

00:25:09: ja!

00:25:10: Ich möchte doch gematisch sein, aber auch eine Orientierung im Selberdenken geben, vielleicht einen Landkarten geben und sagen, dass sind die Orte, wo du durchgehst jetzt?

00:25:17: Du kannst es so sehen oder so, für das spreche ich das allgemein und jetzt musst du selber Dein Weg finden, was du findest.

00:25:24: Aber ich gebe dir wie ein Langkart in die Hand.

00:25:27: Vielleicht so?

00:25:28: Das wäre jetzt zwei Sachen.

00:25:29: Und sicher auch sorgfältige Analogen auf gewisse Begriffe und Argumente und Aussagen, die man immer wieder gehört oder übernimmt.

00:25:40: Gute Philosophinnen in meiner Ansicht nach sind immer Leute, die dort kurz innegehalten haben.

00:25:47: Und sorggefältig genau noch ist ... Versuchten, es definieren zu können.

00:25:54: Ist das der richtige Begriff für das?

00:25:56: Und die Unterscheidungen machen

00:25:57: so?

00:25:58: Fragen stellen, Zusammenhänge aufzuzeigen.

00:26:00: Es ist vielleicht etwas spitzformuliert, aber in dieser Welt-Situation sind wir jetzt.

00:26:06: Kann man sagen ... Haben die Philosophinnen dann versagt, dass wir jetzt in dieser Weltsituation angelangt sind?

00:26:14: Nein!

00:26:15: Ich glaube, sie haben nicht so viel Macht.

00:26:16: Sie hatten es nie.

00:26:17: Der Platon hat das gerne gehabt als Philosopherküniger.

00:26:26: Ja, aber das würde ich jetzt nicht den Philosophinnen-Philosofen auf die Kappe schreiben.

00:26:32: Ich glaube, was so etwas der Punkt ist, wenn man schaut, wer diese Gegenwart auf einen Punkt bringt und den Gegenwärtsdiagnosen macht sind es oft leider nicht Philosophinen, sondern Soziologen habe ich das Gefühl.

00:26:43: oder Leute wie Hartmut Rosa, die man vielleicht kennt ...

00:26:48: Oder

00:26:49: Andreas Rekwitz?

00:26:50: Leute, die den Begriff finden für das was

00:26:53: gerade passiert.

00:26:54: Das war früher eine Aufgabe der Philosophie.

00:27:00: Aber es ist

00:27:00: ... Was ist denn passiert in den Philosophies

00:27:04: gesehen?

00:27:05: In der akademischen Philosophia ist etwas passiert, dass man sich zu fest zum Teil spezialisiert hat.

00:27:11: Die grossen Zusammenhänge haben wir auch verloren und vielleicht hat der Mut oder so etwas zu fest Angst gehabt.

00:27:18: Es gibt keine Richtig und Falschung, man ist moderner zu ein bisschen.

00:27:23: Das hat auch etwas Gutes für die Wissenschaftlichung, aber das gibt wir natürlich dann auch durch dieses bisschen auf.

00:27:29: Anders sind die ethischen Fragen immer noch stark in den Ethik-Kommissionen, wo man zeigen kann Technologien und Folgen... Ich glaube jetzt sind die Philosophen schon

00:27:41: immer noch da.

00:27:42: Aber ein bisschen zurückzogen, kann man sagen?

00:27:45: Stichwort schladronieren, was du auch genannt hast.

00:27:48: Ich habe vor kurzem wieder einmal die Sternestumphilosophie nachgeschaut, wo Peter Sluderdijk dein Gast war.

00:27:54: Er ist so ein älterer Philosophe und ich finde ihr so etwas kryptische langfältige Antworten gibt.

00:28:01: Ich

00:28:02: hab mich gefragt, wenn so einer wie der spricht bei euch in der Sendung Hand aufs Herz ... Verstönt ihr selbst in der Redaktion von dem, was er sagt?

00:28:12: Also Barbara Bleich versteht viel.

00:28:14: Ich bin raus dann am Anfang.

00:28:19: Das ist natürlich so.

00:28:20: Das sind extreme originelle Denker.

00:28:22: Ich glaube, das Lothar Deck ist wirklich einer der besten, die

00:28:27: wir im Moment

00:28:28: haben.

00:28:28: Aber es gibt nicht einfach

00:28:32: andere.

00:28:32: Aber er

00:28:34: denkt mehr für sich.

00:28:35: Es gibt schon Leute, die so tun, dass sie ihn verstehen würden.

00:28:38: Und der hat ja eine grosse Fangemeinde.

00:28:40: und ich frage mich immer ...

00:28:42: Verstände das wirklich?

00:28:43: Da wieder hier ein kleines Skeptisch denke ich mir.

00:28:45: Ja, es ist

00:28:45: dann auch das Gefühl, etwas besser zu ziehen als den grossen Pöbeln.

00:28:49: Ich habe das Gefühl bei ihm, das ist sicher ein Phänomen.

00:28:54: Und das widerspricht mir eigentlich.

00:28:55: Du hast vorhin gesagt, verständlich lebendig... Ich habe eine ganze tiefe Überzeugung und die heisst wenn ein Philosoph etwas so kompliziert muss, dass die Leute nicht verstehen, dann macht er den Fehler und nicht das Publikum.

00:29:13: Also ich glaube jedes philosophische Problem oder Erkenntnis kann man letztlich einfach und verständliche überbringen.

00:29:20: Man spricht sich in meiner Zeit mehr Vorlauf Aber das ist eine tiefe Bezüge von mir und die hatte ich schon immer.

00:29:27: Ich war auch mal Lehrer an der Schule, eine schöne Zeit.

00:29:30: Wir möchten zum Teil für SRF-III am Samstagmorgen für ein Breitspublikum Philosophie.

00:29:35: Und da muss ich Immanuel Kant in drei Sätze kurz zusammenfassen.

00:29:37: Das hat völligen Irrsinn oder?

00:29:39: Aber ich finde es gut weil es ist wie ein Sprungbrett und Einladung für die Leute selber etwas zu lesen und sie haben schonmal etwas.

00:29:46: Es ist schonmal ein Anker hier wo man sich dranheben kann und das ist okay.

00:29:50: Da bin ich voll auf deiner Seite.

00:29:51: Wenn man etwas voll verstanden hat, kann man es einfach überbringen.

00:29:55: Aber warum gibt es denn so viele Philosophinnen wie der Sloader-Teig, die sich so kompliziert ausdrücken?

00:30:03: Das ist eine sehr schwierige Frage.

00:30:06: Ich glaube zum Teil ... Wir gehen jetzt ein bisschen in das Detail, aber Philosophen wie Martin Heidecker ... Es ist extrem kompliziert geschrieben und da hegelt er auch.

00:30:17: Deshalb möchte sie nicht einfach so.

00:30:20: sondern darum, wie sie glauben, unsere Sprache.

00:30:23: In unserer Sprache sind schon viele Fehler drin.

00:30:26: Das falsche Weltbild, das falsche Selbstbildung.

00:30:29: Wir reden von Subjekt und Objekt

00:30:31: usw.,

00:30:33: und glauben, dass es eine Trennung ist.

00:30:34: Aber die Leute haben versucht, ein anderes Weltbild zu machen, und dadurch haben sie eine andere Sprache gebraucht.

00:30:40: Das ist kein jetzt wiederer Idealte-Metaphysik zurück.

00:30:42: Also das ist auch ein Grund, warum Sie zum Teil so kompliziert geschrieben haben?

00:30:47: Und bei meinem Manuel Kant ist es glaube ich so, dass er sehr genau ist.

00:30:51: Wenn du sehr genau bist, wird das Setz natürlich ein bisschen länger.

00:30:57: Das ist ja so, oder?

00:30:58: Also wenn ich es versuche, genau zu formulieren, ich schreibe selber die Texte und merke auch, jetzt der Teufel steckt im Detail und meine ich es genauso.

00:31:05: Es ist extrem anstrengend den Prozess.

00:31:07: Zum Teil ist dann auch einfacher zu sagen ... Aber

00:31:13: das kann ich nachvollziehen.

00:31:14: Ich will mein Urteil revidieren über Leute wie ein Sloterdijk.

00:31:18: Ja, ich finde schon es ist nicht einfach nur so eine Selbstgefälligkeit.

00:31:23: Klar gehört auch dazu den Schargen und die haben alles gelesen und können sich auf alles beziehen.

00:31:29: Zum Teil sind sie auf meta-meta-metha aber es hat auch oft einen inhaltlichen Grund

00:31:35: dahinter.

00:31:36: Dass man wie neue Metapher sucht.

00:31:38: Gibt's ein Slotterdijk?

00:31:39: die andere Perspektive, den anderen Blick aufs Ganze.

00:31:43: Du hast vor kurzem angesprochen, du hast früher als Kantillierer geschaffen und auch Philosophie unterrichtet?

00:31:47: Was hat deine Schülerinnen gesagt, wo sie sich mega gelangwilt haben in der Philosophies?

00:31:52: Wie hast du sie probiert zu begeistern?

00:31:54: Mega schwierig war es immer ein Drittel!

00:31:55: Ein Drittel hattest einfach nichts... Also ähm... Ja dann ist Freitag noch einen Mittag um drei Uhr.

00:32:01: Oh das

00:32:01: ist dankbar.

00:32:02: Der

00:32:02: hat so Philosophien so.

00:32:04: Also manchmal hättest du eigentlich Pech aber grundsätzlich habe ich glaube Die meisten erreicht, sag ich jetzt mal.

00:32:10: Und die paar sind mega begeistert und es ist cool!

00:32:12: Du siehst in diesen Augeninnen, die haben zum ersten Mal diese Gedanken vom Sinn des Lebens oder ob wir frei sind oder was das Bewusstsein ist oder was auch immer... ...und dass so etwas schönes ist.

00:32:23: Ich glaube nicht, die anderen musst du einfach sein.

00:32:27: Ja, nein, es ist schon so.

00:32:28: Vielleicht sind sie einfach keine andere Sachen im Kopf?

00:32:30: Ich hatte das früher in der Kante.

00:32:32: Wie gewisse Fächer.

00:32:33: Ich habe ihn irgendwie am Sport gedacht oder an den Ausgang oder weiss nicht.

00:32:37: Das ist ja so.

00:32:38: Vielleicht kommen es dann in drei Jahre.

00:32:40: Aber ich habe immer versucht, an der Erfahrung zu knüpfen und das Problem bewusst zu sein.

00:32:47: Ich arbeite viel mit solchen Gedanken-Experimenten, die man sich macht, wo man wirklich ein Problem hat.

00:32:52: Das berühmte ist vielleicht eine Zoogefahrt, kann nicht mehr bremsen und fährt auf fünf Personen zu.

00:32:59: Die würden sterben ... Und sie sind die einzigen Personen, die diese Füße retten können.

00:33:04: Sie könnten jetzt einen Weichen stellen und der Zug auf ein anderes Gleis gehen würde.

00:33:08: Diese Füfe würden überleben.

00:33:09: Das Problem ist, auf dem anderen Glei ist eine Person.

00:33:12: Die wird sterben.

00:33:14: Was war richtig?

00:33:14: Was war moralisch richtig in dieser Situation zu machen?

00:33:17: Nichts zu machen, dann sterben fünf Personen oder die Weiche zu stellen, dann stirbt eine Person!

00:33:25: Jetzt sind sie schon voll drin, es ist mega ruhig,

00:33:26: oder?!

00:33:27: Es sind alle im Nachdenken... Das ist meine Methode, dass sich die Leute in ein emotionales Problem treiben.

00:33:37: Dann fängt man an zu denken und es ist besser, wenn noch eine Person stirbt als fünf.

00:33:44: Aber dann bin ich auch aktiv oder nicht mehr schuld.

00:33:47: Und dann kommt man schon ...

00:33:49: Jetzt findest du dir das Spannungsgedanken-Experiment.

00:33:52: Entfernt der Oder fragen?

00:33:53: Ja!

00:33:53: Wenn es nur Entfernte gibt.

00:33:55: Darf ich etwas dazu sagen?

00:33:57: Ich würde dich dann schon fragen... Wer ist für dich der grössere Philosoph?

00:34:01: Der Größer.

00:34:02: Den Baschi oder den Göhlen?

00:34:07: Die kennen beide sehr schlecht, die kennen beide nicht gut.

00:34:09: Das kann ich wirklich jetzt nicht sagen.

00:34:13: Politisch sind es auf einer anderen Seite und das nehme ich an.

00:34:18: Ich bin kompetent genug.

00:34:20: Okay, zweite Frage.

00:34:22: Wer ist der grösste Philosoph für dich?

00:34:24: Der Köppel... ...oder der Blocher?

00:34:32: Der Koppel hat philosophisch studiert Bisset wenig, gell?

00:34:35: Ja.

00:34:37: Ich glaube das ist sehr belesen.

00:34:42: Beim Bloch hört der Liste auch sehr viel.

00:34:45: Wüsste ich aber nicht, dass er auch so philosophisch belesene ist.

00:34:48: Im Koppel weiss es ja.

00:34:49: Was bringt's wenn man philosophisch...

00:34:50: Ist die Frage!

00:34:53: Was bringts wenn wir philosophisch quasi für den Ort, wenn man mit der Welt und mit der Gesellschaft umgeht?

00:34:59: Das ist keine Garantie.

00:35:03: Man

00:35:03: kann es einfach anders interpretieren, was man gelesen hat.

00:35:05: Das

00:35:06: kann sehr scharf sein, ich denke noch.

00:35:12: Moral fielst du auch mit Empathie und der Weisheit von den Gefühlen, die Perspektive übernahm, sich in anderen innerversetzen.

00:35:24: Die eigene Verletzlichkeit, zu denen wir stehen können... Ich glaube, ich habe auch so Scharffahre mit Tieren.

00:35:31: In der moralischen Weise sind andere Sachen noch wichtig.

00:35:34: Eine Schulung vom Herz.

00:35:36: Ich möchte nicht sagen, dass diese Person das nicht hat.

00:35:39: Aber der scharfe Verstand ist eines, die für Philosophie wichtig ist aber ich glaube nicht einzig.

00:35:50: Wenn wir gerade schon über solche politische Figuren sprechen, ich würde mit dir gerne noch etwas über Veränderungen reden in der Gesellschaft oder auch in unseren Leben.

00:35:58: Wie kann vielleicht die Philosophie einem helfen sich zu verändern wenn man das möchte?

00:36:04: Ganz viele Arten.

00:36:06: Also indem er andere Augen bekommt für sich und für die Mitmenscher und für den Welt.

00:36:16: also indem er zum Beispiel versteht dass Natur Es ist ein grosses Netz, wo alles mit allem zusammenhängt.

00:36:23: Dass ich Teil der Natur bin und abhängig bin.

00:36:26: Das ist für die Ökologiebewegung eine ganz wichtige Einsicht.

00:36:32: Oder ... Mit dem Heraklit Pantarei oder alles fließt, alles verändert sich.

00:36:36: Es gibt nichts in der Welt!

00:36:39: Was statisch, was gleichbliebend ist.

00:36:40: Selbststatistisch ist ein Prozess.

00:36:43: Es geht nur um Erreignisse.

00:36:44: Es gab keine Dinge.

00:36:45: Auch wir aus einem Körper.

00:36:49: Alle sieben Jahre.

00:36:50: sind sämtliche Zellen ausgeduscht.

00:36:53: Beim Geist ist das auch so, beim Charakter zu dieser Essa-Bitzele.

00:36:57: Meine Beziehung finde ich so, nein es hat nie stattgefunden.

00:37:02: Also Veränderungen ist der Normalzustand und alles andere ist eine Illusion.

00:37:07: Das ist z. B. auch etwas was ich finde, wieso ein fundamentaler Überzeugung ist, was die gelassenen Umgang mit Veränderung ermöglicht?

00:37:20: Dann gibt es natürlich Einsicht, den neuen Argument und Blick auf die Welt, in der man kennenlernt.

00:37:25: Und dann plötzlich anders anhand von Handeln, weil man findet ... Mein Gott!

00:37:30: Keine Ahnung, ich habe zwanzig Jahre lang Tiere gegessen.

00:37:34: Die haben ja auch Gefühle und Interesse.

00:37:36: Vielleicht haben sie keine Sprache oder nicht die Art von Vernunft, die wir haben.

00:37:40: Aber moralisch ist hier recht, wenn ein Leben etwas fühlen kann.

00:37:47: Ich

00:37:47: sage jetzt doch nicht, dass das beste Argument ist, aber das ist ... Das muss man erst einmal entkräften.

00:37:52: Wenn wir das gelebt haben, gehen wir einfach anders essen und anders leben.

00:37:56: Von denen gibt es Tausende.

00:37:58: Wenn du sagst, es gibt nur Veränderungen.

00:38:00: Es ist alles im Wandel.

00:38:01: Wenn man das jetzt auf die Gesellschaft anwenden, geht momentan zu starken Tendenzen.

00:38:06: Politisch, ganz viele Menschen finden so, hey ich würde lieber zurück in eine Zeit, die es früher mal gegeben hat.

00:38:12: Zumachen, isolieren, statisch bleiben, festheben, was wir hatten, ja ja... Die Angst, wer ist wieder der Angst?

00:38:19: Wie könnte man solche Menschen befreien, vor der Veränderung dieser Angst?

00:38:24: Indem du ihnen das Netz gibst.

00:38:26: Sicherheit ist auch finanziell.

00:38:28: Ich glaube schon die Wahl in den USA, es ging um die Ökonomie und die sozialen Fragen.

00:38:35: Es ging um Klassenfragen und Bildung.

00:38:38: Aber diese Leute haben Angst, einen Job zu verlieren!

00:38:40: Du kannst sagen, Nachhaltigkeit ist wichtig.

00:38:43: Der ganze Wirtschaftszweig müssen wir für alle Verbrennermotoren weg.

00:38:46: Die haben Angst um ihren Job.

00:38:49: Die haben noch nichts mit zu essen für die Familie und so.

00:38:53: Ich finde, das heisst auch Angst nicht.

00:38:55: Das heisst einfach Sozialpolitik richtigzumachen.

00:38:58: Das ist wichtig!

00:38:59: Und Gemeinschaft, das ist auch unser Netz was uns dreht.

00:39:03: Also das wäre jetzt so Ansatz... ...und dort Medien sicher auch, also mehr konstruktiven Journalismus, mehr Lösungen aufzuzeigen, nicht nur Katastrophenszenarien, dass man wieder gespürtig handeln kann Also die Selbstwirksamkeit, die alle Psychologen immer mantramässig wiederholen.

00:39:21: Das ist etwas sehr Wichtiges.

00:39:23: Mut und Angst verlieren entsteht manchmal eine Stimme, in der ich einfach ein kleines Handel habe und merke, wow!

00:39:30: Ich kann etwas bewegen.

00:39:32: Und plötzlich mache ich es grösser und gräser und grüsser... ...und mir geht's besser.

00:39:37: Weil ich plötzlich aktiv geworden bin, oder?

00:39:40: Also erhoffnung entsteht nicht vor der Handlung, sondern manchmal nachher.

00:39:44: Ich muss zuerst was machen Und dann merke ich auch, okay.

00:39:47: Ich kann die Sache verändern und dann bin ich wieder davon hoffend und verliere die Angst usw.

00:39:51: Wie

00:39:52: gerne hast du Veränderungen im Leben?

00:39:55: Teils, teils!

00:39:56: Ich glaube wie viele Menschen.

00:39:57: Ich bin eher offen für Veränderung, aber je älter ich werde, desto um ihr habe ich eine Situation, wo ich denke, man hat schon wieder ein neues Softwareprogramm zu lernen und es ist einfach immer wieder ... Mir wird das auch ein bisschen müde und trägt.

00:40:13: Und es wird auch anstrengend, die Energie wird natürlich weniger ... Es kommt darauf ab.

00:40:22: Beziehung zum Beispiel für mich ist eine Anker-Stabilitätsfaktor.

00:40:25: schon sehr lange zusammen, zehn Jahre für Hiroten, sechs Jahre zusammen.

00:40:29: Es gibt ja letzte Sendung gemacht über Freunde lieben und offene Beziehungen.

00:40:34: Das ist jetzt etwas, was ich nicht kenne.

00:40:36: Das wäre für mich viel zu unruhig.

00:40:39: Ich brauche den Anken im Leben.

00:40:41: Ausser der Peripherie kann ich die Veränderung auch zulassen.

00:40:46: Was sind die zwei grössten Veränderungen in deinem Leben?

00:40:55: Könnten Sie das beantworten?

00:40:57: Kind!

00:40:58: Ja, das ist bei mir auch ein Kind.

00:40:59: Ein Kind ist sicher eine riesige Einschnitt.

00:41:01: Die Kinder sind jetzt acht und fünf Jahre alt und stellt sich das Leben auf den Kopf.

00:41:06: Das spürt man schon.

00:41:06: Wir

00:41:09: sitzen ja auch.

00:41:12: Auf einer sehr schönen Art aber ... Ja, auch sehr anstrengend am Anfang.

00:41:17: Es gibt all die neuen Phasen und das Phase ... Das Leben ist eine andere Ereignung von Phasern.

00:41:22: Das lernt man auch, wenn ein Kind hat.

00:41:24: Da gibt es die Trötzel-Phase und die Neisegifhase.

00:41:27: Und da gibt es aber auch die Umarmungsphase und die Selbstständigphase usw.

00:41:30: Wir sind ja einfach Kinder, die Erwachsene spielen.

00:41:34: Manchmal denken wir, ich bin so, das bin ich jetzt doch so.

00:41:38: Aber sonst auch nicht!

00:41:39: Wir verändern uns mega.

00:41:40: Dann braucht es auch Mut in alten Muster.

00:41:43: Verhaltensmuster wieder loszulassen und die Selbstbilder, die wir uns selbst eingereden haben.

00:41:47: Und andere vielleicht auch eingeredet haben und sagen Fakt, das fühlt sich jetzt einfach nicht mehr so richtig an.

00:41:53: Du brauchst einen anderen Job, du brauchst ein anderer Partner, du brauchtest andere Hosen.

00:41:57: Wenn du es

00:41:59: gerade von deiner Familie noch erzählst ... Ich war ein sehr lydischhaftlicher Mensch In diesem Konstrukt auch von Familien, die sehr toll sind.

00:42:07: Aber auch sehr strukturiert.

00:42:09: Die Kinder müssen schauen und zum Kind zu bringen oder wiederholen.

00:42:13: Wo gibt es für dich Möglichkeiten um so Ausbrechen aus dem?

00:42:19: Immer mehr.

00:42:20: Am Anfang in den ersten drei, vier Jahren ist das wirklich mega wenig Zeit für dich, Zeit für die Partnerschaft.

00:42:27: Und jetzt kommt das zum Glück wieder ein Wochenende mit Freunden.

00:42:31: Ein Obig wie hier ist echt mega schön.

00:42:32: Mit der Freundschaft auf der Bühne über etwas reden Ja, es sind so diese Momente.

00:42:38: Aber auch mit den Familien zusammen etwas machen, was mir auch Spaß macht – nicht nur auf dem Spielplatz, sondern mit denen ich in Seilpaar oder Gokkanu fahren kann und das finde ich dann auch super.

00:42:49: Das fällt jetzt langsam an, glaube ich, oder?

00:42:52: Etwas machen, die für alle irgendwie etwas gibt.

00:42:55: Das sind sicher auch Freiräume ja ... aber zum Teil habe ich gearbeitet um mich zu erholen!

00:43:01: Wirklich?

00:43:02: Also du bist ja auch übermüdet.

00:43:03: Du

00:43:03: hockst mit dem Sloterdike, oder was?

00:43:06: Mit dem

00:43:06: Slotterdike!

00:43:08: Mit dem Schloterdikes habe ich mir von Mittelohrenzündung gehabt.

00:43:11: Das war eine ganz spezielle Sendung.

00:43:12: Ich war voll mit Medikamenten.

00:43:14: Drei Tage vorher mittelohr entzündet.

00:43:16: Vorher.

00:43:17: Ja und ich wusste irgendwie ... Ich will das, ich muss das machen.

00:43:22: Es gibt es manchmal auch.

00:43:23: Das ist wirklich ein Stimmstaat am Job.

00:43:25: Manchmal musst du einfach egal, wie es dir geht.

00:43:27: Du musst einfach vor die Kamera.

00:43:28: Das kennst du auch?

00:43:29: Du musst auf die Bühne.

00:43:31: Interessiert doch niemand.

00:43:32: Aber ich stelle jetzt mit dem Krass vor, dass Loderdijk den Retto schon kompliziert und dann sind Ohren noch zu.

00:43:38: Wenn ich das nächste Mal in die Sendung schaue, weil ich dein Gesichtsausdruck völlig anders...

00:43:43: Du merkst am Fall, meine Stimme ist so leicht nasal dort.

00:43:47: Ja du merkst, wenn man es weiss merkt.

00:43:49: Also wenn man kennt um zweiste Wirksamkeit.

00:43:51: Ich finde, dass Luderdijk hat schon viel Zeit bei Anspruch für Tobik hier.

00:43:57: Welches Gesichtsaussdruck machst du?

00:43:59: dass du das Lotterteig nicht verstanden hast.

00:44:02: Aber trotzdem wirst du mir das Gefühl geben von mega toller Gedanke, jetzt geht's gar nicht.

00:44:06: Ja mittlerweile mache ich das nicht mehr.

00:44:08: Ich habe es glaube ich eher wirklich gemacht.

00:44:10: also ich gebe nie vor etwas zu verstehen wenn ich es nicht verstehe und das ist auch schön.

00:44:14: Ich bin ja Stilvertreter vom Publikum und wenn die das auch nicht verstehen dann darf ich das auch zeigen und ich muss irgendwie diese mitnehmen oder?

00:44:22: Also ich darf auch die einfache Frage stellen damit irgendwie ... für alle alles klar ist.

00:44:29: Und wenn die Zuschauer in der Heimat eine Frage aufkommt und das nicht versteht, dann muss ich das wirklich klären oder nachfragen.

00:44:37: Das ist auch Teil meiner Rolle und ich finde es eigentlich etwas Schönes und es braucht aber auch Mut.

00:44:40: Aber zum Teil zu sagen, das ist jetzt mega kompliziert, kann man das einfacher sagen.

00:44:45: Das sollte ich wahrscheinlich noch ein wenig mehr machen, das stimmt schon.

00:44:48: Aber mir ist hier zum Teil eben auch eingelesen und vergisst sie wieder.

00:44:50: Ich

00:44:51: finde es eine grosse Qualität von dir, weil viele Moderatorinnen, wenn Sie eine Frage vorbereitet, dann tun sie in dieser Frage noch alles ihres Wissen integrieren was sie haben.

00:45:02: Ist das nicht so?

00:45:03: Genau und da kommen wir zu einem Sibbenabersetz.

00:45:06: Und du für mich bist das, du machst das nie.

00:45:10: Was ich mega Qualität finde.

00:45:11: und ich habe mir schon gefragt, wenn das ja allerdings um die ganze Zeit macht wie schaffst du es dem immer wieder zu widerstehen?

00:45:18: Das hat mit dem zu tun, was ich vorhin gesagt habe, die tiefe Überzeugung dass es muss verständlich sagbar

00:45:24: sein

00:45:25: und dass ich es für alle Menschen relevant mache.

00:45:29: Und dass ich mich meistens nicht schäme dafür, wenn ich dann selber sage, ich weiss es nicht oder das habe ich jetzt nicht verstanden.

00:45:36: Also das ist letztlich auch Philosophie, oder?

00:45:39: Ich weiss, das ist nichts zu weisen!

00:45:41: Wird das Zeit der Sokratesse oder einfach den ersten grossen Philosophe?

00:45:45: Dass der Zweifel uns nicht wüsste sich eingestehen kann.

00:45:49: Dann kannst du einfach denken und da kannst du ein richtiges Gespräch führen und dich auch von besseren Argumenten überzeugen.

00:45:55: Also offen sein, wie selten machen wir das?

00:45:57: Das Gespräch führen und sind offen mit einer anderen Meinung raus zu gehen

00:46:05: als

00:46:06: man hier geht.

00:46:06: Das wäre wunderbar wenn das vielleicht heute passiert.

00:46:09: Das ist ein gutes Gespräch.

00:46:10: Ich glaube, wenn beide sich selber neu sehen und etwas neues leeren oder eine neue Denkbewegung machen...

00:46:19: Ja also das was du vorhin gesagt hast, Punkt A, sich kompliziert ausdrücken und trotzdem halt einfach genau sein Das hat meinen Blick zu mindestens verändert, wenn ich andere Leute wahrnehme und sich vielleicht kompliziert ausdrücke.

00:46:30: Also das ist schon mal gelungen, gell?

00:46:32: Du musst noch etwas bringen, was ich ...

00:46:36: Sorry!

00:46:37: Wie gut ist es zu gut?

00:46:38: Sehr gute Idee gewesen...

00:46:42: Ich möchte dazu beitragen, dass wir zu guten Entscheidungen im Leben, beim Führen von Leuten unternehmen aber auch in der Politik kommen können.

00:46:48: Weil wie unser Leben rauskommt, sind wir eigentlich von zwei Sachen ab – von Glück und guten Entscheidung.

00:46:53: Ich habe darum ganz viele Leute getroffen aus der Psychologie, aus den Hirnforschung, die mich mit Menschen aus der Politik unterhalten und packen all meine Erkenntnisse zusammen mit Parodien und ganz viel Stand-up Comedy in meinen neuen Show.

00:47:04: gute Entscheidungen.

00:47:06: Die Tour durch die ganze Schweiz, du kannst live mit dabei sein zum Beispiel in Bern vom vierten bis am achten November, in der Stadt Zürich vom sechserzwanzigsten November bis am fünften Dezember oder in Luzern z.B.

00:47:17: am achtzehnten und neunzehnte Dezmber.

00:47:19: Alle anderen Tourdaten findest du auf michallelsner.ca.

00:47:22: Magst du dir nur erinnern, wenn die Philosophie in dein Leben gekommen ist?

00:47:29: Ja sehr gut.

00:47:31: Also ich habe das Glück gehabt, in Luzern aufzuwachsen.

00:47:34: Die Philosophiestadt.

00:47:37: Leuchtet ein Stadtmensch.

00:47:39: Nein,

00:47:40: konservative, also katholisch... Aber man hat hier das Pflichtfach-Philosophie im Gymnasium.

00:47:48: In Zürich gibt es Ergänzungsfach und Schwerpunktfachtler mittlerweile.

00:47:51: In Luzerne ist es Pflichtfacht,

00:47:53: d.h.,

00:47:53: alle haben das!

00:47:56: Ich wollte auch Arzt werden.

00:47:57: Ich hatte Schwerpunktfach-Biologie und Chemie.

00:48:01: Das musste ich früher wählen, in der dritten Kante.

00:48:04: In den zweiten letzten Kantenjahren, in den fünften, wir hatten nur noch sechs Jahre, haben ich dann Philosophie gehabt!

00:48:12: Und nach drei Wochen habe ich mich immer auf diese zwei Stunden gefreut, pro Woche, wo wir das haben.

00:48:20: Es ist wirklich so ... Und man könnte dann auch in der Chemie mehr so diese Fragen interessieren.

00:48:26: Wissen wir auch, was Atomen sind?

00:48:30: Ist das nicht nur ein Modell?

00:48:32: Wie ist die Wirklichkeit?

00:48:33: Was ist überhaupt wirklich?

00:48:35: und so weiter...

00:48:36: Also sonst haben wir deine Chemie-Brüffungen... Ja!

00:48:38: Weisst du jetzt eigentlich, was Sie hier fragen?

00:48:41: Ja,

00:48:41: genau!

00:48:42: Und dort ... ja, da haben wir die schönen Texts gelesen und zum Teil auch wirst du so zwei Wochen lang an einem solchen Absetzler gelesen.

00:48:50: Und die Art von genau, um noch ein Denken radikaler in Frage stellen zu können.

00:48:54: Das ist natürlich noch die Pubertexi vielleicht ab und zu, eine Joint oder zweimal.

00:48:59: Also das ist ja eine Phase, wo du irgendwie viele Sachen in Frage stellst und es hat super Triebpasst.

00:49:06: Zum Glück habe ich so coole Eltern, die dann gesagt haben, also komm, studier's!

00:49:14: Studiere das... Und da habe ich noch überleidungen, mir sinnvolles Nebenfach zu nehmen.

00:49:19: Wie wirtschaften und so was haben aber nicht gemacht.

00:49:21: Aber Geschichte- und Musikwissenschaft das Nebenfache

00:49:23: genommen.

00:49:24: Genau, der tollen

00:49:28: Job suche ich.

00:49:30: Ja, ja... Aber das ist wirklich ... Letztlich sind es fünf Jahre vom Leben, wo du studierst.

00:49:35: Das nur als Mittel zum Zweck machen, dass du noch einen guten Job bist und Geld verdient hast.

00:49:39: Es sind fünf so wichtige Jahre im Leben oder?

00:49:41: Du musst sie auch gerne machen!

00:49:43: Und das Vertrauen, wenn du etwas gerne machst, macht es wahrscheinlich auch nicht so schlecht und dann findest du irgendwie auch

00:49:48: was.

00:49:49: Ja, da bin ich mit Glück hier zum Fernseher.

00:49:54: Du bist ein Mensch, finde ich, du kannst extrem viel sehr gut.

00:49:57: Also, ich finde, du bist einer der smartesten Menschen in meinem Umfeld... Ich bin mir wieder... Ich finde es auch sehr toll, dass du dich hoffst, dass ihr das Einlöschen solltzen, weil ich mich im Kopf eigentlich immer schon zwei, drei Schritte weiter im Denken... Ja, aber du schaffst es gleich so einem das Gefühl zu geben.

00:50:13: Ich finde es spannend was du gerade erzählst.

00:50:18: Wie gefragt die empathie Fähigkeiten.

00:50:21: Magst du dich erinnern?

00:50:24: Wer hat dir das beibringt?

00:50:25: So empatisch sein.

00:50:26: Das weiss

00:50:27: ich nicht.

00:50:27: Das ist mein Wesen.

00:50:28: also... Ich bin auch ein Autodidakt.

00:50:31: Ganz viele Sachen wenn du sagst irgendwie einen Sportart oder das... Ich schaue zu

00:50:38: Du kannst es einfach... also du bist mega Sport begonnen.

00:50:40: So wie du all die Menschen nachmachen, wo du Paradies hast oder?

00:50:44: Wie machst du das?

00:50:44: Wie hast du das geklärt?

00:50:46: Du schaust zu und es plappert noch an den Frühen.

00:50:50: Und du kannst mich nicht anders.

00:50:52: Dass ich diese Antenne offen habe ist auch nicht immer so.

00:50:55: Manchmal bin ich zu und kreise mich selber aber sonst finde ich so dass.. Ich habe das Gefühl, ich kann so viele Menschen im Ansatz nachvollziehen Egal, wie ihr lebt.

00:51:08: Ich finde es fast nichts völlig fremd.

00:51:12: Weil ich so viele Fremds in mir auch habe.

00:51:15: Wir sind ja so vielfältig und oft denken wir, wir reden uns, ich bin nur da, ich kann das nicht.

00:51:21: Aber einfach mal ausprobieren!

00:51:24: Und

00:51:24: wenn man es schlecht macht?

00:51:25: Das ist mir wirklich so egal.

00:51:27: Mir macht's einfach Spaß,

00:51:28: oder?!

00:51:29: Das geht mir zuerst auch so.

00:51:31: Auch wenn jemand komplett eine andere Haltung hat... Grosse Art, wie man verstehen will.

00:51:38: Wie wurde die Person so?

00:51:40: Oder warum denkt sie so?

00:51:42: Warum ist es vielleicht so radikal?

00:51:44: Und das geht eigentlich auch nur über Fragen.

00:51:48: Ja und Einfühlen.

00:51:50: Früher gab es eine grosse Theorie.

00:51:52: Einfühlungsfähigkeit, was das ist.

00:51:55: Heute mit Empathie und Perspektive übernahm aber das Einfüllen.

00:52:00: Das ist etwas extrem Wichtiges.

00:52:04: dass ich die andere Stelle setze, sich vorstellen, imaginieren und schauen wie das fühlt.

00:52:10: Es ist etwas sehr Wichtiges für ein gutes Leben zu führen, glaube ich.

00:52:15: Wie soll ich mich jetzt entscheiden?

00:52:16: Sollte ich mit dieser Frau zusammen sein oder da, so einem Kind haben oder nicht ... Woher weiss man das?

00:52:22: Wir stellen uns vor, wir retten mit den Leuten.

00:52:25: Manchmal kann man es ausprobieren, manchmal nicht.

00:52:29: Aber wir stehen uns vor!

00:52:31: Wenn man sich gut anfühlt, wenn man sich selber spürt Leib man selten voll, dann muss man den Mut haben.

00:52:37: Wenn es zum Teil ... Dann merkt man, jetzt war das aber nicht alles.

00:52:42: Du

00:52:43: hast vorhin erzählt, du hättest ursprünglich eine Medizin studieren wollen, also einen Ärztekarrieren.

00:52:49: Wenn du Sportarten dazu schaust, bist du auch schnell dabei, also sportlich sehr begabt?

00:52:54: Hast du früher ein sehr intensiver Tennis gespielt?

00:52:56: Ja.

00:52:57: Bist du aber nicht der Profi geworden?

00:53:00: Wie frustrierend war das?

00:53:04: Ach ja, da ist auch wieder die innere Vielfalt dazu gekommen.

00:53:08: Du musst extrem ... So ein Leben wie Roger Federer geführt hat, das ist so eidimensional!

00:53:15: Also der Ball ist dort und dann wieder hier?

00:53:18: Nein!

00:53:19: Zwischendurch

00:53:20: noch trinkt Jura Kaffee-Moschinen.

00:53:22: Genau!

00:53:25: Nein du machst einfach das Leben lang nur das.

00:53:27: Klar reißt einen Oman und hat das und dieses.

00:53:30: aber du machst so oft einfach nur das Gleiche und es braucht so viel Selbstdisziplin Und es braucht auch ein Talent, um zu trainieren.

00:53:37: Ich habe mir meinen Trainer damals immer gesagt und gesagt, das hättest du nicht auf.

00:53:42: Ich hatte vielleicht schon ein püßiges Talent, aber es waren mega viele.

00:53:48: Du brauchst viel Glück, du brauchst mega viel Biss, du musst Disziplin, du willst ... Das hab ich alles nicht.

00:53:55: Darum bist du philosophisch geworden?

00:53:57: Ja!

00:53:58: Also ... Vielleicht ja... Wir machen das immer noch Spaß, auch nicht ihm.

00:54:03: Es hat sich verändert, oder?

00:54:05: Ich kann jetzt auch nicht mehr in die Textlese, die ich an der Uni gelesen habe.

00:54:07: Das interessiert mich auch nicht so.

00:54:09: Es interessiert sich erst zu vermitteln.

00:54:11: Also es muss auch dort immer wieder etwas Neues dazukommen.

00:54:13: Ich kann Sachen nicht allzu lang gleich machen glaube

00:54:17: ich.

00:54:17: Hast du noch Träume?

00:54:21: Ja!

00:54:22: Was heisst

00:54:22: Träum?

00:54:23: Bisher finde ich das sehr gerne für wirklichen im Leben.

00:54:28: Würdest du einen teilen wollen oder ist es zu intim?

00:54:33: Also das eine, was ich sicher sagen kann

00:54:40: ... Einfach mal die Familie durchbringen?

00:54:42: Privat.

00:54:43: Privat-Sicherreise.

00:54:46: Das ist eine Lebensphase hinter mir, wo ich von der Welt wenig war.

00:54:51: Und im Job wird es irgendeine Schammelveränderung geben und da gibt's innere Stimmen, die mich hier und dort durchziehen.

00:55:00: Aber auch Sachen, die ich erst einmal ausprobieren muss.

00:55:04: Ist das dann wirklich so oder idealisier ich das?

00:55:07: Manchmal ist es auch gefahr, dass man sich die Sachen zu schön vorstellt und es nicht so ist.

00:55:18: Aber vielleicht kann ich sagen, aber das ist kein richtiger Traum.

00:55:23: Du hast

00:55:25: mal ein Buch geschrieben über Humor.

00:55:27: Ja.

00:55:27: Warum fasziniert dich ... Der Humor, warum hast du es gefunden?

00:55:31: Ich schreibe ein Buch.

00:55:32: Du hast zwei Bücher geschrieben.

00:55:33: Wenn's mir recht ist und ich einen von den hundertfünfzig Prozent finde, was fasziniert dich an dem Thema?

00:55:42: Bin gespannt auf deine Antwort.

00:55:43: Aber bei mir ist es wie so eine Überlebensstrategie.

00:55:48: Ganz viele Situationen kann ich nur ertragen, darüber zu lachen.

00:55:52: Es könnte Kleinigkeiten im Alltag sein, peinliche Situationen, Spannungen im Büro, wo ich sie nicht aushalten muss... oder die Leute aus der Rolle rühren, weil es so etwas ist.

00:56:05: Aber das sind tragische Momente und Schicksalsschläge, Absurditäten vom Alltag ... Das war für mich immer schon wichtig im Leben.

00:56:14: Zeitlang habe ich es vielleicht ein bisschen verloren.

00:56:18: Mein Vater lebte mir das immer so vor, dass man sich selbst nicht zu ernst hat, dass es ganz wichtig ist und dass es auch enttugend ist.

00:56:29: von uns Menschen.

00:56:31: Und dass es für einen Mensch spricht, wenn er über sich selber lachen kann.

00:56:35: Das ist das eine.

00:56:37: Es hilft mir und ich wollte wissen was hilft mir hier eigentlich?

00:56:40: Und wir?

00:56:41: Und das zweite ist mit den Kindern natürlich auch.

00:56:43: Die lachen ja irgendwie fünfzehn oder fünfhundert Mal mehr am Tag.

00:56:47: Ich habe ein Buch geschrieben.

00:56:48: Also ich vergesse so viel mehr... ...und sie verstehen zum Teil Humor.

00:56:52: Und ich überlege und denke, woher weisst ihr jetzt, dass das lustig ist?

00:56:56: Dann nimmt sie meine grossen Schuhe!

00:56:58: Die drei-jährige Tochter damals und läuft in der Wohnung um.

00:57:02: Und vor dem Lohnspiel, aber die haben noch nie einen Lohn gesehen!

00:57:05: Woher weiss ich das?

00:57:06: Das ist eine Sache, die nicht zusammenpasst oder so... Also das bringt mich natürlich zum Nachdenken,

00:57:12: oder?!

00:57:16: Und dann ist es ein spannendes Thema, wo ganz unterschiedliche Disziplinen dazukommen, also Evolutionstheorie.

00:57:24: Warum ist der Mensch ein Weser, der lacht?

00:57:27: Andere Tiere lachen nicht, oder?

00:57:29: Woher kommt das?

00:57:30: Elefantemangisch.

00:57:32: Wirklich?!

00:57:32: Nein, ich weiss nicht!

00:57:35: Auf den Stoßzellachen oder so.

00:57:39: Bei Chimpanzeen oder Menschenaffen haben wir es beobachtet, dass sie so lachenähnliche Geräusche machen.

00:57:46: Sie zeigen die Säne und machen eine schnelle Atmung.

00:57:48: So ähnliches klingt ein bisschen anders.

00:57:49: Und bei Ratten auch die Bipsen.

00:57:52: zu den Höchsten bipsen.

00:57:54: Ja, die lachen ja.

00:57:55: Wenn

00:57:55: sie etwas wieder verschreckt haben

00:57:57: ... Zum zeigen, es ist nicht ernst gemeint.

00:58:01: Es ist nur Spiel und bei den Kindern auch so.

00:58:03: Die Giggler, oder?

00:58:06: Hast du mein Bild von Ratten gerade mega verändert?

00:58:10: Ja also, tausende spannende Fragen.

00:58:12: Ich sage nicht, dass man raten muss, wenn sie das Kompliment durch ein schönes Lachen hat.

00:58:16: Hast du ein schönem Lachen?

00:58:18: Ein höchstes Lachen!

00:58:22: Ja aber ich meine, humorisch bei dir ja... Leber sind halt.

00:58:26: Ja, Humor hat mir mega viel geholfen... Du bringst

00:58:28: natürlich andere zum Lachen!

00:58:29: Das mache ich ja eigentlich nie oder weniger, oder?

00:58:32: Ich lasse gerne, ich schaue gerne Leute wie dich, die mich zum lachen bringen.

00:58:36: Aber das ist noch mal etwas anderes, oder du schenkst Leute der Zustand.

00:58:41: Ja aber ich mache auch nur diese Sachen auf der Bühne, die ich selber auch lustig finde.

00:58:45: Also sprich, irgendwann habe ich am Anfang auch gelacht, dann muss man in den Sinn kommen.

00:58:49: Wirklich?!

00:58:50: Das ist das Kriterium, dass du was auf die Bühnen nimmst.

00:58:54: Ja.

00:58:54: Es klingt seltsam, wenn man das so denkt.

00:58:57: Auf der Bühne über seinen eigenen Scherzlachen ist etwas doof.

00:58:59: Das macht man nicht.

00:59:01: In der Regel passiert es mir wie ich schreibe es und finde irgendein Ja.

00:59:05: Ich glaube, dass könnte bis in den Leggis weg.

00:59:08: Und dann geht's vielleicht drei, vier Wochen, fünf Wochen, dann muss ich wieder führen.

00:59:14: Dann lese es

00:59:14: durch.

00:59:15: Also ich mag mich auch nicht mehr erinnern, was ich geschrieben habe.

00:59:17: Wenn ich denn lache, dann finde ich es okay gut.

00:59:22: Aber ich find zum Teil gewisse Sachen lustig.

00:59:25: Das breite Publikum findet das wahrscheinlich nicht lustig.

00:59:27: Es ist schräg und ein bisschen nördige Humor, es ist auch etwas vorausgesetzt und so.

00:59:31: Das hast du ja wahrscheinlich auch.

00:59:32: Und dann kannst du das nicht auf der Bühne machen?

00:59:34: Der lacht einfach nicht!

00:59:34: Doch ich finde okay... Es gibt so Poenten für alle.

00:59:39: Und da gibt's einfach so paar Poentens, wo ich merke, es gibt so eine eingeschworene Gemeinschaft in jeder Nobung, die lacht bei denen.

00:59:48: Ich finde Humor ist für mich auch ein Werkzeug zur Veränderung Weil ich finde, jede Pointe ist von irgendwo an, wenn man die Pointen aufbaut.

00:59:58: Man weiss nicht genau was durchgeht.

00:59:59: und noch sehr viel Humor funktioniert über die Überraschung.

01:00:01: Und Überraschtungen meistens nur dann, wenn es mein Blick auf eine Situation, ein Thema, ein bisschen verändert.

01:00:07: Genau.

01:00:08: Dann ist es lustig mir reagieren mit dem.

01:00:10: Das finde ich immer sparend so das Gesicht zu sehen bei den Leuten.

01:00:13: Jetzt haben sie noch keine Ahnung wo ich durchgegangen bin.

01:00:15: Jetzt sind sie noch kein Ahnung, wo ich zurückgegangen habe oder sagen ah ja jetzt haben sie's geschnappt!

01:00:19: Das ist ein mega schöner Moment und wenn gewisse Leute das mitnehmen in Alltag Situationen sind anders.

01:00:25: Manchmal schreibe ich auf Insta, heute habe ich diese Situation kurz an dich gedacht und sehe es etwas anders.

01:00:31: Das finde ich auch schön.

01:00:32: Super!

01:00:33: Und solche kleine Erkenntnisse in dem Lachen?

01:00:34: Wir können gerne

01:00:36: noch ein bisschen über Humor reden natürlich.

01:00:39: Zum richtigen Schluss kommen wir am Anfang noch eine Frage.

01:00:42: Ich habe mich gefragt was sind zwei grosse Sachen die du im Leben verändert hast?

01:00:47: Du hast gesagt Kinder, magst du noch etwas zu weit sagen wenn sie das geben haben?

01:00:52: Also das ist jetzt auch etwas persönlich, aber ich habe es auch schon gesagt.

01:00:56: Ich hatte eine Krise, also in meinem Lebenskreis.

01:01:01: Apropos Angst, ich hatte einen Panikattacken mit den Zwanzigern.

01:01:06: Das war eine Zeit, an der ich noch an Dr.

01:01:09: Albert geschrieben habe und in dieser Uni-Welt zuhause war, wo sehr so Wettbewerb ist und sehr viel Druck auf einem verletzt hat.

01:01:16: Und aus dieser Krise war es eine grosse Verunsicherung ... Ich habe viel mitgenommen, was die Klasse und meine eigenen Grenzen gespürt hat.

01:01:30: Und ich hatte eine gewisse Veränderung im Leben getroffen, die mich nicht gemacht hat, wenn ich diese Krise nicht hatte.

01:01:39: Von der Uni weg war es auch so ein Ding.

01:01:42: Irgendwann wollte ich wirklich Herr Professor werden.

01:01:46: Das war dann klar.

01:01:47: Es ist nicht etwas, was mir gut tut in dieser Welt.

01:01:52: Der Leistungsdruck und das Monotone für sich alleine mit sich arbeiten und sich immer an sich selber messen usw.. Also es ist oft so, dass keine viele von uns krisen, wenn sie uns nicht zerstört, öfter stärken und eine Veränderung auslösen durch den Leidensdruck.

01:02:10: Wir sind schon sehr träge im Wesen und brauchen oft einfach der Stachel... wie es uns dann zeigt.

01:02:17: Vielleicht liegt es daran, dass ich einen falschen Weg am Gobi habe.

01:02:22: In dieser Zeit gibt es etwas, was dir besonders Kraft gegeben hat, um das wirklich durchzustehen?

01:02:25: Weil in so einem Moment denke ich

01:02:27: v.a.,

01:02:27: es geht ewig und es hört eigentlich nicht mehr auf.

01:02:31: Ja also meine Partnerin überhaupt Freunde, Familie ...

01:02:39: Sport

01:02:41: Also Körper Körperarbeit, Meditation oder Yoga.

01:02:46: Oder wie man das möchte und was man dann auch immer macht.

01:02:48: Dass man so etwas zu sich kommt.

01:02:51: Das sind sicher zwei Sachen, die sehr wichtig waren.

01:02:56: Als Philosoph im Alltag stellen wir manchmal vor dich wahrscheinlich ganz viele Fragen im Kopf, ganz viel um überlegen.

01:03:03: Wünsche es dir manchmal mit wenigen Fragen im Kopftausleben zu gehen?

01:03:08: Nein.

01:03:09: Es macht ... Es macht so viel reicher und ich habe gar nicht so viele andere Leute, die mir in Gedanken umkreisen können.

01:03:20: Und Sachen überdenkende Overthinker ... Ich bin ein intuitiver Mensch.

01:03:26: Ich handle dann schnell aus dem Buch heraus und überlege nicht zu lange.

01:03:31: Klar kann ich mich irgendwie über die Theorie einlesen, aber mein Leben ist wie verlaufteifacher!

01:03:40: Das ist sicher so.

01:03:43: Und zu dem macht das Leben auch reicher, wenn man viel über Musik weiss

01:03:49: z.B.,

01:03:50: was verschiedene Stufen es gibt oder dass es einen Dominanzseptakord gibt wo sich dann mit auflösen und all die Sachen kennt oder im Dennis Stichwort Dennis, wenn wir wissen was ein Slice ist oder einen Topspin vorhandelt Cross Long Line usw.

01:04:05: Eppel, der das nicht weiss, der sieht einfach den Ball geht hin und her, Bababa dreizehnmal, das ist fertig.

01:04:10: Aber jemand, der seinen Sinn geschärft hat und vieles darüber weiss.

01:04:14: Der gesehen hat die Welt viel reichen!

01:04:16: Der gehört Sachen, die anderen nicht hören.

01:04:17: Der sieht Dinge, die andere nicht hören... Also ich finde es eher eine Bereicherung über diese grossen Fragen auch noch zu denken.

01:04:25: Und durch das auch ein Reinhaltiger jetzt erleben.

01:04:30: Ich

01:04:31: sage, ich werde dein Ziel möglichst das ganze Leben mit noch mehr Fragen unterwegs sein zum noch mehr Begriffen was alles abgeht auf den ganzen Welt?

01:04:39: Ja, ich glaube schon.

01:04:41: Es gibt noch ganz viele Sachen, die mir wirklich fremd sind und weiten weg sind.

01:04:46: Und das ist auch der schöne Job am Journalismus.

01:04:49: Das Vorgehen hat es sehr schön gefunden wie du das formuliert hast so dass wir wissen über die Welt und sie darum besser begriffen können was alles passiert.

01:04:57: Ich habe das sehr schön gefunden mit dir heute Abend dürfen zu reden über dein Leben, deine Tätigkeit und deinen Blick auf den Welt und unser Leben.

01:05:05: Du hast mich ein bisschen verändert heute Abend.

01:05:07: Ich möchte mich

01:05:09: bedanken.

01:05:10: Du hast so eine wacke Art, du weisst das ja, du bist ein sehr guter Talker aber der Los ist eigentlich sehr gut zu und es ist sehr entspannt auch.

01:05:17: Tieflich haben wir uns kennengelernt, aber ich gebe's gerne zurück

01:05:20: Danke.

01:05:20: Es freut mich sehr, danke vielmals!

01:05:22: Liebe Nive!

01:05:22: Einen Applaus für die Einfache!

01:05:29: Das war das Ziel von Trolli-Tour bei mir.

01:05:32: Und ich kann alles machen.

01:05:33: Danke fürs Zuschauen.

01:05:36: Bis bald.

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